Am 21. Oktober im CinemaxX: Die „Zurück in die Zukunft“-Trilogie

Nur kurz angemerkt, für den Fall, dass ihr es noch nicht mitbekommen haben solltet: Am 21. Oktober zeigen zahlreiche CinemaxX-Kinos alle drei Teile von „Zurück in die Zukunft“ auf der großen Leinwand! Und wer die Filme kennt, weiß auch, wieso ausgerechnet an diesem Tag.

Die teilnehmenden Standorte und die Möglichkeit der Kartenreservierung findet ihr auf der eigens dafür eingerichteten „Zurück in die Zukunft“-Informationsseite.

Leider weiß ich schon jetzt, dass ich an dem Tag keine Zeit haben werde. Solltet ihr hingehen: Mein Neid ist euch sicher!

Was ich aus „San Andreas“ mitgenommen habe …

Die Erde bebt, Kalifornien wird in weiten Teilen zerstört und mitten im Chaos kämpft ein heroischer Hubschrauber-Rettungspilot um das Leben von Frau und Tochter. Der Katastrophen-Actionfilm „San Andreas“ klingt belanglos und ist es letztlich auch, bestätigt mich aber in diversen Punkten:

1. Hollywood denkt nach wie vor, ein Film, in dem es ständig kracht und rummst, benötige weder interessante Charaktere, noch eine interessante Geschichte.

2. Filme ohne interessante Figuren und ohne interessante Geschichte mögen belanglos sein, müssen deswegen aber nicht zwingend auch langweilig sein.

3. Auch uninteressante Figuren können sympathisch sein, wenn die richtigen Darsteller sie verkörpern.

4. Die Frau muss nicht zwingend 20 Jahre jünger als der Mann sein. Und kann trotzdem eine hervorragende Figur abgeben.

5. Carla Gugino ist viel zu selten auf der großen Leinwand zu sehen.

6. Alexandra Daddario hat unfassbar tolle Augen.

7. Dwayne Johnson ist unfassbar muskulös.

8. Alexandra Daddario hat unfassbar tolle Augen.

9. Dwayne Johnson kann alles. ALLES.

10. Kein Klischee ist zu blöd, als dass es sich nicht unterbringen ließe.

11. Roland Emmerichs „2012“ ist doch gar nicht so dämlich.

12. Keine Actionszene ist zu unrealistisch, als dass sie sich nicht unterbringen ließe.

13. 3D ist unnötig. Insbesondere bei eher durchschnittlichen CGI-Effekten.

14. Kein Zufall ist zu unglaubwürdig, als dass er sich nicht unterbringen ließe.

15. California Dreamin’ ist auch als Coverversion ein tolles Lied.

16. Kein Oneliner ist zu unpassend, als dass er sich nicht unterbringen ließe.

Und zu guter Letzt:

17. Amerikanische Katastrophenfilme sind erst zu Ende, wenn die dicke Frau gesungen hat US-Flagge gezeigt wurde.

Im Kino gesehen: „Jurassic World“

Als „Jurassic Park“ 1993 in unseren Kinos startete, war ich 16 Jahre alt. Und von dem Film, wie so ziemlich jeder Junge meines Alters, absolut begeistert. Heute bin ich 37 so gut wie 38 Jahre alt. Und von dem Film immer noch begeistert wie am ersten Tag. „Jurassic Park“ ist in meinen Augen ein Paradebeispiel für einen gelungen Blockbuster und hat auch heute nichts von seiner Faszination verloren. Die 1997 und 2001 entstandenen Fortsetzungen „Vergessene Welt: Jurassic Park“ und „Jurassic Park III“ können dem ersten Teil zwar nicht das Wasser reichen, werden meiner Meinung nach aber dennoch unter Wert gehandelt, bieten sie doch trotz ihrer zweifellos vorhandenen Mängel kurzweilige und spannende Unterhaltung. Und ja, das gilt auch und insbesondere für den in Filmliebhaberkreisen unbeliebten dritten Teil.

Seit gestern läuft mit „Jurassic World“ nun der vierte Film der Abenteuerreihe in unseren Kinos. Erstmals ohne die Veteranen Sam Neill und Jeff Goldblum, dafür mit dem derzeit (vollkommen zu recht) angesagten Chris Pratt. Statt zu essen, habe ich es mir gestern in der Mittagspause im Kino gemütlich gemacht. Und kam zwar hungrig, aber auch zutiefst zufrieden wieder zurück ins Büro …

Worum geht’s

Die grausamen Ereignisse gehören der Vergangenheit an, John Hammonds Traum ist wahr geworden: Seit zehn Jahren strömen täglich Zehntausende in den beliebten Dinosaurier-Themenpark Jurassic World und erfreuen sich an den ehemals ausgestorbenen Tieren. Um den schwindenden Gästezahlen entgegenzuwirken, kreieren die Forscher eine neue Attraktion, den Indominus Rex. Dieser entpuppt sich jedoch nicht nur als äußerst aggressiv, sondern auch als außergewöhnlich intelligent. Als dem Tier die Flucht aus seinem Gehege gelingt, bricht im Park das Chaos aus. Während Parkleiterin Claire (Bryce Dallas Howard) und Velociraptoren-Trainer Owen (Chris Pratt) versuchen, die Gäste in Sicherheit zu bringen, sieht der zwielichtige Hoskins (Vincent D’Onofrio) den richtigen Moment gekommen, um zu beweisen, dass Velociraptoren nicht bloß tödliche Tiere sind, sondern in den richtigen Händen auch eine perfekte Waffe darstellen können …

Meine Meinung

Ich mach’s kurz: „Jurassic World“ ist eine mehr als würdige Fortsetzung, die den dritten Teil spielend hinter sich lässt und sich zwar deutlich hinter (dem vermutlich unerreichbaren) „Jurassic Park“, aber knapp vor dessen unmittelbarer Fortsetzung „Vergessene Welt“ einordnet. Regisseur Colin Trevorrow verlässt sich auf die Stärken des Originals und bietet dem Publikum eine packende Hetzjagd mit größtenteils famosen Actionszenen und Effekten, begeht dabei aber glücklicherweise nicht den Fehler, sich in monotoner Daueraction zu verlieren. Wie schon in „Jurassic Park“ gibt es auch in „Jurassic World“ immer wieder Zeit zum Durchatmen, in der die Geschichte dezent vorangetrieben wird und neue, wenn auch meist vorhersehbare Erkenntnisse ans Licht kommen. Wer den ersten Teil gut kennt, darf sich zusätzlich auf zahlreiche Anspielungen freuen, die überall im Film darauf warten, vom aufmerksamen Zuschauer entdeckt zu werden. Und natürlich darf auch John Williams‘ tolles „Jurassic Park“-Theme nicht fehlen. Alleine für den Moment, in dem dieses Musikstück zum ersten Mal gespielt wird, lohnt sich das Eintrittsgeld.

Was „Jurassic World“ hingegen leider komplett fehlt, sind markante Figuren wie ein Dr. Alan Grant oder ein Dr. Ian Malcolm. Versteht mich bitte nicht falsch, Bryce Dallas Howard und Chris Pratt sind wie immer sympathisch und machen ihre Sache durchaus ordentlich, doch bleiben ihre Charaktere erschreckend blass, letztlich austauschbar und dementsprechend auch nicht lange in Erinnerung. Dasselbe gilt für die Filmmusik, die, vom Original-Theme abgesehen, keinerlei Wiedererkennungswert besitzt. Außerdem, und damit komme ich zu meinem letzten Kritikpunkt, wirkt das Finale dann doch etwas zu dick aufgetragen. Selbst für einen Film mit genetisch manipulierten Dinosauriern.

Mein Fazit

Spannender Abenteuerfilm mit tollen Effekten und packender Action, aber auch mit blassen Figuren und dadurch verschenkten Darstellern. Andererseits sind die wahren Stars ohnehin die Dinosaurier – und diese sind über alle Zweifel erhaben.

Meine Wertung: 8/10

STOPP! Bevor ihr aufhört zu lesen, möchte ich euch noch den Text „Jurassic Park (USA 1993) – Als die Computer laufen lernten“ des Filmblogs Duoscope ans Herz legen! Informativ und interessant geschrieben – wer sich auch nur ansatzweise für „Jurassic Park“, dessen Entstehung und dessen Auswirkungen interessiert, ist hier richtig!

Zum Schluss noch weitere Stimmen aus der deutschen Film-Blogosphäre:

Der Filmtipp
Filmfraß
Filmherum
Wessels-Filmkritik.com

Ein kurzes Fazit zu … „Human Centipede – Der menschliche Tausendfüßler“

„Man geht nie Arsch zu Mund!“ heißt es in „Clerks II“. Wer erinnert sich nicht an die hitzige Diskussion zwischen Dante und Randal, der diese Einstellung erwartungsgemäß nicht teilen wollte. In dem psychopathischen Arzt Dr. Heiter (Dieter Laser) hätte Randal einen Verbündeten gefunden. Um einen menschlichen Tausendfüßler mit einem einzigen Verdauungstrakt zu schaffen, entführt dieser mehrere Menschen und näht sie in seinem Labor Arsch zu Mund aneinander. Während Katsuro (Akihiro Kitamura) als erstes Glied der Kette den Takt vorgibt, haben die US-Studentinnen Lindsay (Ashley C. Williams) und Jenny (Ashlynn Yennie) schon bald die Schnauze voll und mehr zu schlucken, als ihnen lieb ist …

Bevor ihr euch nun angewidert abwendet: Der angebliche Tabubruch „Human Centipede“ ist nur halb so eklig, wie ihr vielleicht vermutet. Die Darstellung des menschlichen Tausendfüßlers beschränkt sich (glücklicherweise) auf würgende Gesichter und sauber aneinander genähte Menschen, die an ihren Wunden medizinisch korrekt verbunden sind. Der Gore-Faktor ist gering, die Spannung allerdings auch, denn viel mehr, als dass die bedauernswerten Opfer auf dem Boden kriechen und sich gegenseitig füttern, passiert nicht. Erst im Finale, in dem zwei Polizisten das Geschehen bereichern, kommt ein wenig Schwung in die Geschichte.

Letztlich lebt der Film einzig und allein von seiner abartigen Idee, die auf den ersten Blick zwar ziemlich abgedreht wirkt, mit Blick auf die Gräueltaten und Menschenversuche echter „Ärzte“ jedoch keineswegs unmöglich erscheint. In Erinnerung bleiben auf jeden Fall der aus Kiel stammende Dieter Laser als psychopathischer Arzt und eine Szene, in der Dr. Heiter seinen Opfern exakt erklärt, was er mit ihnen plant. Diese Situation ist tatsächlich Terror pur.

Für einen Film in Spielfilmlänge ist das aber zu wenig …

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