Angeschaut: „The Foreigner“ (2017)

Puh, der Februar lief definitiv nicht nach Plan. So gut wie keine Filme geschaut, so gut wie keine Beiträge geschrieben – das hatte ich mir definitiv anders vorgestellt. Aber gut, ich möchte nicht jammern, denn zum einen habe ich nächste Woche (Oscar-)Urlaub, und zum anderen haben mir die wenigen Filme, die ich geschaut habe, dafür ausgesprochen gut gefallen. Einer meiner Februar-Filme war Martin Campbells Actionthriller „The Foreigner“, der mir meinen Glauben an Jackie Chan zurückgegeben hat, und um den es jetzt hier gehen soll …

Worum geht’s

Eigentlich möchte Restaurantbesitzer Quan (Jackie Chan) seiner Tochter Fan (Katie Leung) nur ein Kleid für den Abschlussball kaufen, als plötzlich eine Bombe explodiert. Fan stirbt, Quan überlebt schwer verletzt. Zu dem Anschlag bekennt sich eine bislang unbekannte Splittergruppe der seit Jahren inaktiven Terrororganisation UDI. Da ihm die Ermittlungen der Polizei zu lange dauern, wendet sich Quan an den Politiker Liam Hennessy (Pierce Brosnan). Hennessy, der früher selbst in UDI aktiv war, soll ihm die Namen der Terroristen verraten. Als Hennessy Quan abwimmelt, ahnt er noch nicht, wie weit dieser zu gehen bereit ist, um an die gewünschten Informationen zu gelangen …

Meine Meinung

Als ich den Trailer zu „The Foreigner“ sah, war mein erster Gedanke: vielversprechend! Und, oh Freude, ich wurde nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil, ich wurde sogar positiv überrascht!

Was im Trailer nach einem eher typischen Actionthriller aussieht, ist nämlich in Wirklichkeit ein eher ruhiger, sehr spannender und überraschend vielschichtiger Politthriller, bei dem die Action nur eine untergeordnete Rolle spielt. Zwar darf Jackie Chan auch in „The Foreigner“ austeilen, doch sind die Actionszenen eher rar gesät, dafür aber umso knackiger und erfreulich bodenständig inszeniert.

Statt sich auf die Action zu konzentrieren, legt Regisseur Martin Campbell („GoldenEye“, „Casino Royale“) viel Wert auf die Geschichte sowie die Figuren und deren Motivation. Und zeichnet dabei ein äußerst düsteres Bild. So ziemlich jede Figur hat ihre dunklen Geheimnisse und in irgendeiner Form Dreck am Stecken – selbst Jackie Chans Quan agiert egoistisch und zuweilen alles andere als sympathisch. Verschwörungen, Intrigen, Lügen und Verrat sorgen dafür, dass auch ohne Action keine Langeweile aufkommt und weckten in mir Erinnerungen an die guten alten Thriller der 90er-Jahre. Lang, lang ist’s her.

Die positivste Überraschung des Films aber ist Jackie Chan, vor dessen Leistung ich den Hut ziehe. Nicht nur, dass er mit Mitte 60 immer noch fitter ist als wohl die meisten Menschen mit Mitte 30, auch weiß er darstellerisch zu überzeugen und macht als gebrochener, verzweifelter Mann eine ausgezeichnete Figur. Zugegeben, den inhaltlich interessanteren Part hat der wie immer souverän auftretende Pierce Brosnan. Doch auch wenn dessen zwiespältige Figur für einige Überraschungen sorgt und mich hin und hergerissen zurück ließ, so hat mich Chans ungewohnt ernste Darstellung dennoch stärker beeindruckt.

Mein Fazit

Düsterer Politthriller mit zahlreichen Intrigen, cleveren Wendungen und kurzen, aber knackigen Actionszenen. Pierce Brosnan spielt gewohnt souverän, während Jackie Chan seine beste Leistung seit Jahren zeigt. Top!

Meine Wertung: 8/10

Ihr entscheidet – ich schaue! #4

Gerade mal acht von euch haben an der letzten Abstimmung teilgenommen – Leute, jetzt mal ehrlich: Da geht doch mehr! Dieses Mal erwarte ich mindestens … neun abgegebene Stimmen! Sonst streike ich hier bald! ;P

Und dann habt ihr auch noch dafür gesorgt, dass ich mir den angeblich höchst durchwachsenen „Ghost in the Shell“ anschauen muss. Zum Glück bin ich keiner dieser oberflächlichen Kerle, die beim Anblick bzw. Gedanken an eine attraktive Frau wie Scarlett Johansson alles um sich herum vergessen. Daher möchte ich euch nun aus voller Überzeugung sagen: Mist, jetzt hab ich vergessen, was ich schreiben wollte …

Wie dem auch sei, hier sind die neuen Filme. Wie oben bereits geschrieben: Ich erwarte mindestens neun Stimmen!

Welcher Film darf's als nächstes sein?

  • Wonder Woman (2017) (43%, 6 Votes)
  • Planet der Affen: Survival (2017) (29%, 4 Votes)
  • Enemy (2013) (21%, 3 Votes)
  • Im Herzen der See (2015) (7%, 1 Votes)
  • Transformers: The Last Knight (2017) (0%, 0 Votes)

Bislang haben abgestimmt: 14

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Angeschaut: „10 Cloverfield Lane“ (2016)

Eine Kollegin im Urlaub, zwei Kolleginnen krank – und schon hieß es für 1 1/2 Wochen „Sven allein im Büro“. Der daraus resultierende Stress auf der Arbeit sorgte dafür, dass mir abends schlicht die Energie für Filme fehlte. Inzwischen sind die Kolleginnen von den Toten auferstanden, so dass nun bei mir so langsam wieder Ruhe einkehrt. Diese habe ich am Wochenende direkt genutzt, mir einen „freien“ Sonntag gegönnt und diesen mit den drei „Cloverfield“-Filmen verbracht. Wie mir der zweite Teil der (bislang nur lose zusammenhängenden) Reihe gefallen hat, erfahrt ihr … jetzt!

Worum geht’s

Nach einem schweren Autounfall wacht Michelle (Mary Elizabeth Winstead) im Bunker des mysteriösen Howard (John Goodman) auf. Dieser erklärt ihr, dass es einen Angriff gab, die Luft verseucht wurde und die Oberfläche voraussichtlich für Jahre nicht bewohnbar sei. Obwohl der ebenfalls im Bunker lebende Emmett (John Gallagher Jr.) Howards Geschichte bestätigt, bleibt Michelle skeptisch. Zumal Howard immer öfter zu aggressiven Ausbrüchen neigt …

Meine Meinung

Zwei Jahre lang habe ich es geschafft, alles zu meiden, was mit „10 Cloverfield Lane“ im Zusammenhang steht. Dementsprechend hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Und das war auch gut so, denn der Film lebt davon, dass man als Zuschauer nicht weiß, was als nächstes passiert und worauf die ganze Chose hinausläuft. Daher fällt es mir ehrlich gesagt auch schwer, nun über „10 Cloverfield Lane“ zu schreiben, denn ich möchte nichts verraten, was euren Spaß trüben könnte.

Vielleicht nur so viel: Die Atmosphäre ist herrlich bedrückend und der Film insgesamt von Anfang bis Ende spannend. Sauspannend. Außerdem sind die Darsteller grandios. Insbesondere der undurchsichtige John Goodman und die taffe Mary Elizabeth Winstead, die ich bereits in „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ und „The Thing“ in mein Herz geschlossen hatte und die meinen positiven Eindruck mit „10 Cloverfield Lane“ definitiv bestätigt hat. Und das Finale hat mir gar so gut gefallen, dass ich tatsächlich laut juchzend auf der Couch saß. Alleine beim Gedanken daran bekomme ich schon wieder ein fettes Grinsen im Gesicht – und Lust, den Film gleich noch mal zu schauen.

So, das muss als Empfehlung definitiv reichen. Um es noch mal ganz eindeutig zu formulieren: Schaut! Euch! Diesen! Film! An!

Mein Fazit

Extrem spannendes Kammerspiel mit tollen Darstellern und einem Finale, das mich laut jubeln ließ. Toll!

Meine Wertung: 9/10

Kurz abgehakt: „Prometheus – Dunkle Zeichen“ (2012)

Bei einer Expedition entdecken die Archäologen Elizabeth Shaw (Noomi Rapace) und Charlie Holloway (Logan Marshall-Green) Hinweise auf den Ursprung der menschlichen Existenz. In der Hoffnung, dort die „Konstrukteure“ der Menschheit zu finden, reisen Shaw und Holloway gemeinsam mit mehreren Wissenschaftlern zu dem fremden Planeten LV-223. Auf dem Planeten gelandet, findet die Gruppe jedoch nur Hinweise auf eine untergegangene Zivilisation …

Das soll er also sein, der Anfang zur Vorgeschichte des unbestrittenen Science-Fiction-Klassikers „Alien“. Mal abgesehen davon, dass ich niemanden kenne, der nach dieser Vorgeschichte gefragt hätte, was hat Ridley Scott sich dabei bloß gedacht? Klar, die Optik stimmt. Und nach einem etwas zähen Einstieg wird der Film, trotz etwas konfuser Geschichte, auch tatsächlich spannend. Aber diese Figuren. Diese Figuren. Ich habe wahrlich nichts dagegen, wenn in Filmen mal dumm und/oder egoistisch gehandelt wird, aber hier wird der Bogen definitiv überspannt. Spätestens im Finale, in dem eine Person auf freiem Feld von einem heranrollenden Objekt getötet wird, weil besagte Person lieber geradeaus davon läuft, statt einfach mal zur Seite zu springen, wusste ich nicht mehr, ob ich mir gerade einen ernst gemeinten Science-Fiction-Film oder nicht doch eher eine Parodie anschaue.

Wirklich schade um die zweifellos vorhandenen guten Ansätze …

Meine Wertung: 5/10

Ihr entscheidet – ich schaue! #3

Pünktlich um Mitternacht startet hiermit die dritte Runde von „Ihr entscheidet – ich schaue!“. Sofern es in den letzten zwei Stunden nicht plötzlich zu einer überraschenden Massenabstimmung gekommen ist, habt ihr euch dieses Mal für „10 Clovierfield Lane“ entschieden – was ich persönlich sehr begrüße, da der dritte Teil wohl demnächst bei Netflix starten soll und ich diesen dann direkt werde schauen können.

Außerdem sehe ich Mary Elizabeth Winstead seit „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“ und „The Thing“ unheimlich gerne, weshalb ich mich gleich doppelt darüber freue, dass die Wahl auf diesen Film gefallen ist. Danke euch! 🙂

Hier nun direkt die nächsten Filme, aus denen ihr wählen dürft – wählt weise! 😉

Welcher Film darf's als nächstes sein?

  • Ghost in the Shell (2017) (63%, 5 Votes)
  • Enemy (2013) (25%, 2 Votes)
  • Im Herzen der See (2015) (13%, 1 Votes)
  • Sausage Party (2016) (0%, 0 Votes)
  • Die Mumie (2017) (0%, 0 Votes)

Bislang haben abgestimmt: 8

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