Was ich im Kino vor dem Hauptfilm sehen möchte. Und was nicht.

Bevor ich mich gleich an meine zweite Review setze, muss ich noch eine Kleinigkeit loswerden:

Zwischen dem Öffnen des Vorhangs und dem Beginn des Hauptfilms gilt es bekanntlich, im Kino noch das Vorprogramm zu überstehen. Werbung lasse ich mir dabei als Finanzierungsunterstützung für die Kinobetreiber gerne gefallen. Auf die darauf meist folgenden Trailer freue ich mich sogar (auch wenn diese oft bereits zu viel verraten). Und Kurzfilme, zum Beispiel vor einem Pixar-Film, sind nicht selten das I-Tüpfelchen eines Kinobesuchs.

Was ich allerdings ganz ehrlich NIEMALS (noch mal in fett: NIEMALS) vor einem Hauptfilm sehen möchte, sind die kompletten ersten fünf Minuten eines kommenden Kinofilms!

Ich möchte nicht den Anfang eines Filmes schauen, wenn ich weiß, dass ich den Film dann nicht zu Ende schauen kann. Und erst recht möchte ich den Anfang eines Filmes nicht mehrmals schauen, wenn ich weiß, dass ich den Film dann nicht zu Ende schauen kann.

Wie ich darauf komme? Seit kurzem werden im CinemaxX im Rahmen des Vorprogramms die ersten fünf Minuten des im Juli startenden “Drachenzähmen leicht gemacht 2″ gezeigt.

Ja, ich weiß, dass es Menschen gibt, die so was toll finden. Es gibt sogar Menschen, die sich freiwillig die ersten 15 Minuten eines Films anschauen, sofern das Studio diese im Internet veröffentlicht. Doch ich möchte das nicht. Und deswegen schaue ich mir so was im Internet auch nicht an.

Mal ehrlich: Sind Trailer als Appetitanreger nicht mehr gut genug? Muss es jetzt schon der komplette Filmbeginn sein? Und wie lange werden diese fünf Minuten eigentlich gezeigt? Bis zum Filmstart? Muss ich mir jetzt zwei Monate lang vor jedem Film die ersten fünf Minuten von “Drachenzähmen leicht gemacht 2″ anschauen, so dass ich später mitreden kann, wenn der Film dann regulär startet?

Wie seht ihr das? Gehört ihr zu den Menschen, die sich im Internet die ersten Minuten eines Films anschauen und es toll finden, dass so was nun auch im Kino Einzug hält? Oder sind euch eventuell sogar schon Trailer zu viel, weil ihr lieber völlig unvoreingenommen ins Kino geht?

Eure Meinung zu diesem Thema würde mich wirklich interessieren! Nein, sie würde nicht nur, sie interessiert mich wirklich!

Im Kino gesehen: The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro

Ruhig geworden in meinem Blog es ist. Und einen Grund dafür es gibt. Unglaublich, aber wahr: Ich war knapp vier Wochen lang nicht im Kino. Doch keine Angst, ich lebe noch. Und es geht mir gut. Ich hatte in letzter Zeit lediglich mehr Lust auf Videospiele als auf Kinofilme. Doch in den letzten vier Tagen war ich endlich wieder fleißig und habe insgesamt vier Filme geschaut, zu denen es nun nach und nach die dazugehörigen Reviews geben wird. Los geht’s mit “The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro” …

Worum geht’s

Peter Parker (Andrew Garfield) hat mit der Vergangenheit zu kämpfen. Sein Versprechen gegenüber dem verstorbenen Captain Stacy, Abstand zu dessen Tochter Gwen (Emma Stone) zu halten, belastet die Beziehung der beiden stark. Und auch das Verschwinden seiner Eltern lässt Peter keine Ruhe. Seine Ermittlungen führen ihn Schritt für Schritt in Richtung Oscorp. Dort hat inzwischen Peters Jugendfreund Harry Osborn (Dane DeHaan) die Leitung übernommen. Harry leidet unter derselben tödlichen Krankheit, die bereits seinem Vater Norman das Leben kostete und hofft, dass ihm dessen Forschungen das Leben retten können. Harry vermutet, dass die Lösung in Spider-Mans Blut liegen könnte. Um dieses zu bekommen, verbündet er sich mit Max Dillon (Jamie Foxx), der seit einem schweren Unfall die Fähigkeit besitzt, Elektrizität zu absorbieren und für seine Zwecke zu nutzen …

Meine Meinung

Puh, es ist gar nicht einfach, zu beschreiben, worum es in “The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro” geht, ohne zu viel zu schreiben und vor allem zu viel zu verraten. Und damit komme ich ohne große Umschweife auch gleich zu dem großen Problem, das ich mit dem Film habe: Er ist, trotz seiner Laufzeit von immerhin 142 Minuten, einfach viel zu überladen. Im Laufe des Films werden so viele Handlungsstränge aufgebaut, dass irgendwann nicht mehr klar ist, worum es nun eigentlich genau geht. Das Schicksal von Peters Eltern und Oscorps Beteiligung daran? Harrys tödliche Krankheit und dessen Suche nach einer Heilung? Max Dillons tragische Verwandlung vom unbedeutenden Niemand zum Superschurken Electro? Die Beziehung zwischen Peter und Gwen, die unter Peters Doppelleben zu leiden hat? Oder geht es doch eher um den generellen Umgang mit Macht, Verantwortung und Trauer? Letztlich hängt wie so oft zwar alles irgendwie zusammen, doch dadurch, dass versucht wird, so viele Handlungsstränge gleichberechtigt unter einen Hut zu bringen, scheitert der Film an seiner eigenen, allerdings nur scheinbaren, Komplexität. Denn letztlich bleibt der Film ironischerweise erschreckend oberflächlich. Besonders deutlich wird dies an den beiden Superschurken, deren Entstehung nicht nur viel zu schnell vonstattengeht, sondern die auch jegliche charakterliche Tiefe vermissen lassen. Beide werden als tragische Figuren eingeführt, dann wird einfach ein Schalter umgelegt und klick, ist die Figur abgrundtief böse. Für die inneren Kämpfe, die einen Superschurken üblicherweise nach dessen Verwandlung begleiten, ist hier schlicht kein Platz. Ganz ehrlich, das haben der erste Teil und vor allem Sam Raimi in seiner Trilogie wesentlich besser hinbekommen.

Doch versteht mich bitte nicht falsch, “The Amazing Spider-Man 2: Rise Of Electro” ist kein Totalausfall. Der Film ist sogar äußerst unterhaltsam. Die Action wurde spektakulär inszeniert, ist tricktechnisch auf dem neuesten Stand und bietet einige wirklich beeindruckende Schauwerte. Der Humoranteil wurde deutlich ausgebaut und bietet genau die richtige Mischung aus Spider-Mans typischen Albernheiten und gelungener Situationskomik. Die Darsteller, allen voran natürlich Andrew Garfield als Peter Parker und Emma Stone als Gwen Stacy, passen nach wie vor wie die Faust aufs Auge. Und dank seiner zahlreichen Handlungsstränge und Nebenkriegsschauplätze ist sichergestellt, dass immer irgendwo irgendwas passiert und der Film trotz seiner Laufzeit nie langweilig wird.

Und dennoch ist der Film nicht viel mehr als ein Sammelsurium vieler gelungener Einzelszenen, die für sich betrachtet durchaus unterhaltsam und interessant sind, aber leider niemals so recht ineinander greifen und ein großes Ganzes ergeben wollen. Ich hoffe, dass der für 2016 bereits angekündigte “The Amazing Spider-Man 3″ eine bessere Mischung findet.

Mein Fazit

Unterhaltsame Comicverfilmung mit sympathischen Darstellern und beeindruckenden Effekten, die mehr erzählen will, als es die Laufzeit zulässt. Und letztlich genau daran scheitert.

Meine Wertung: 6/10

Trailer ohne Ende: Auch von “Edge Of Tomorrow” gibt’s etwas Neues zu sehen

Meine Güte, da schaue ich mir mal ein paar Tage lang keine Trailer an und dann hauen die Studios in dieser kurzen Zeit einen nach dem anderen raus. Unter anderem hat auch Doug Limans “Edge Of Tomorrow”, in dem Tom Cruise und Emily Blunt immer wieder denselben verlustreichen Tag im Kampf gegen Aliens erleben müssen, einen neuen Trailer spendiert bekommen. Und dieser sieht, wie bereits der erste Trailer, verdammt interessant aus!

Den 29.05. sollte ich mir schon mal frei halten …

Johnny Depp im Cyberspace: Neuer “Transcendence”-Trailer erschienen!

Zugegeben, die Besetzung kann mit Johnny Depp, Rebecca Hall, Morgan Freeman, Cillian Murphy, Paul Bettany und Kate Mara mehr als nur punkten, aber ein Mensch, der in einen Computer kopiert und von dort aus zur Gefahr für die Menschheit wird? Das klingt eher nach typischem 90er-Jahre-Cyber-Trash.

Optisch wird der Film sicherlich ansprechend sein. Und unterhaltsam bestimmt auch. Aber ob ich die Geschichte ernst nehmen kann, wage ich derzeit noch stark zu bezweifeln.

Ab dem 24.04. wissen wir mehr …