[Kino] Ein kurzes Fazit zu „Batman v Superman: Dawn of Justice“

Seit Superman (Henry Cavill) und Zod (Michael Shannon) im Kampf halb Metropolis in Schutt und Asche gelegt haben, sucht Batman (Ben Affleck) nach einer Möglichkeit, den Mann aus Stahl in seine Schranken weisen zu können. Dessen eigenmächtiges Treiben in Gotham bleibt wiederum Superman nicht verborgen, dem die Selbstjustiz der Fledermaus ein Dorn im Auge ist. Aufgestachelt von Lex Luthor (Jesse Eisenberg) und der öffentlichen Hysterie, droht der Streit zwischen den beiden ungleichen Superhelden zu eskalieren …

Respekt! Zack Snyder hat es tatsächlich geschafft, seinen bereits durchschnittlichen „Man Of Steel“ noch mal zu unterbieten. Und das deutlich. Bei „Batman v Superman“ stimmt wirklich gar nichts. Die Geschichte wirkt wie ein Flickwerk, dessen Handlungsstränge nie wirklich ineinander greifen. Völlig unkoordiniert wird von Szene zu Szene gesprungen, um die (dürftige) Handlung irgendwie voranzutreiben. Wieso, weshalb, warum etwas passiert oder Figuren etwas tun, diese Frage darf man sich als Zuschauer nicht stellen. Tut man dies aus Naivität oder alter Gewohnheit dennoch, öffnen sich Logiklöcher, die größer sind als die Ich-gucke-immer-betrübt-Furchen auf Supermans Stirn.

Immerhin wurde die Action grundsätzlich solide inszeniert, auch wenn erinnerungswürdige Momente einmal mehr komplett fehlen. Dass die Actionszenen teilweise recht hektisch und unübersichtlich geschnitten sind und sich die Action im Finale in einem CGI-Overkill entlädt, war bereits bei „Man Of Steel“ so – und dementsprechend auch hier zu erwarten. Kann man mögen. Ich tue es nicht.

Aber es gibt auch kleine Hoffnungsschimmer am Horizont: Ben Affleck macht seine Sache als leicht psychopathischer Batman verdammt gut (auch wenn ich die klobige Metallrüstung nach wie vor lächerlich finde) und Gal Gadot ist als Wonder Woman trotz nur kurzer Auftritte eine Wucht. Die geplanten Solo-Filme der beiden dürfen also gerne kommen. Zu schade, dass alle anderen Figuren komplett verschenkt wirken und Jesse Eisenberg als hippeliger Lex Luthor eine ziemliche Fehlbesetzung ist.

Meine Wertung: 3/10

[Kino] Ein kurzes Fazit zu „Tschiller: Off Duty“

Als Lenny Tschiller (Luna Schweiger) erfährt, dass der Mörder ihrer Mother, Firat Astan (Erdal Yildiz), der eigentlich in einem türkischen Prison sitzen sollte, auf freiem Fuß ist, travelt sie heimlich in die Türkei, um das Law in die eigene Hand zu nehmen. Doch ihr Plan schlägt fehl und Lenny landet in den Hands russischer Organhändler. Jetzt kann sie nur noch ihr Bad-Ass-Vater Nick (Til Schweiger) rescuen!

Ich weiß, ich bin ein bisschen late, but better late than never! Dass Til Schweiger das Publikum spaltet, ist ebenso wenig new wie die Tatsache, dass deutsche Genrefilme es im Cinema schwer haben. Und so stürzte „Tschiller: Off Duty“ dort nicht nur ab, er schaffte gar nicht erst den Anstieg. Dabei ist Christian Alvarts Action Movie gar nicht so bad wie befürchtet. Lässt man sich auf Til Schweiger als Action Hero und die, zugegeben, recht dämliche Story mitsamt ihrer Logiklöcher ein, erwarten einen überraschend kurzweilige 140 Minutes. Zwar gibt es auch die eine oder andere Length, doch insgesamt überwiegen die unterhaltsamen Momente dank solider inszenierter (und mit Blick auf das Budget mehr als überzeugender) Action und vielen, mal gewollten, mal unfreiwillig funny Scenes. Ganz ehrlich: Da habe ich schon wesentlich miesere Filme im Kino gewatched.

Wenn es allerdings etwas gibt, was mir ziemlich auf die Nerves ging, dann der sinnlose Einsatz des (d)englischen Speechens. So etwas ist weder cool noch funny, sondern einfach nur silly. Aber vielleicht habe ich auch einfach nur zu wenig Ahnung von der Craft …

Meine Wertung: 5/10

Neuer „The First Avenger: Civil War“-Trailer erschienen

Am 28. April startet das Superheldenspektakel „The First Avenger: Civil War“ in unseren Kinos, gestern wurde noch mal flugs ein neuer Trailer veröffentlicht. Und dieser hat es definitiv in sich! Zu sehen, wie sich die über viele Filme lieb gewonnenen Helden entzweien, bricht mir zwar einerseits das Herz, sorgt andererseits aber auch für das bis jetzt wohl spannendste Kapitel des inzwischen überaus komplexen Marvel-Universums.

Ich bin mehr als gespannt auf die künftige Entwicklung. Und entgegen der allgemeinen Meinung finde ich auch das neue Spider-Man-Kostüm sehr gelungen!

In diesem Sinne viel Spaß mit dem Trailer.

Ach ja, und übrigens: #TeamCap!

[Kino] (K)Ein kurzes Fazit zu „The Hateful 8“

Ein Schneesturm zwingt den Kopfgeldjäger John Ruth (Kurt Russel) und dessen Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh) dazu, die Fahrt nach Red Rock zu unterbrechen und in Minnies Miederwarenladen auf besseres Wetter zu warten. Auf dem Weg zur Herberge treffen die Reisenden auf den Kopfgeldjäger Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson) und den künftigen Sheriff Chris Mannix (Walton Goggins) – und auch im Laden selbst haben sich bereits mehrere Personen (u.a. Michael Madsen und Tim Roth) eingefunden. Schon bald entwickeln sich erste Spannungen unter den Wartenden. Nicht zuletzt, da nicht jeder ist, wer er vorgibt zu sein …

Inzwischen hatte ich gut drei Wochen Zeit, mir Gedanken zu machen, was ich von Quentin Tarantinos neuestem Film halte. Und bin ehrlich gesagt keinen Schritt weitergekommen. Was Quentin Tarantino mir mit „The Hateful 8“ sagen möchte, habe ich bis heute nicht verstanden. Und werde es wohl auch nicht mehr verstehen. Vermutlich ist die politische Botschaft, die dem Film angeblich innewohnt, sehr gut versteckt. Womit ich einfach nur zu dumm für diesen Film wäre. Möglich ist das.

Mir persönlich wird „The Hateful 8“ daher am ehesten als Film mit tollen Darstellern, guter Kameraarbeit und hervorragender Musik, aber auch als Film mit wenig Handlung, unendlich lang(atmig)en Dialogen ohne Substanz und teils unpassend ekeliger Gewalt in Erinnerung bleiben. Aber wie gesagt: Das liegt garantiert nur an mir.

[Kino] Ein kurzes Fazit zu „Creed“

Um sich seinen Traum von einer Karriere als Profiboxer zu erfüllen, kündigt Adonis Johnson (Michael B. Jordan) seinen Job und zieht nach Philadelphia. Dort erhofft er sich Hilfe von dem ehemaligen Weltmeister Rocky Balboa (Sylvester Stallone). Rocky jedoch hat die Boxhandschuhe an den Nagel gehängt und mit dem Boxsport endgültig abgeschlossen. Doch Adonis ist hartnäckig. Und der Sohn von Rockys verstorbenem Freund Apollo Creed …

Rocky ist zurück! Und damit meine ich nicht zwingend Sylvester Stallone, sondern all das, was die Rocky-Filme seit jeher auszeichnet. Sympathische Figuren, so simple wie zutreffende Lebensweisheiten, flott inszenierte Trainingssequenzen und packende Kämpfe – „Creed“ bietet alles, was diese Filmreihe (zumindest Teil 1, 2 und 6) so großartig macht und verpackt es in eine einerseits altmodische, gleichzeitig aber auch moderne Inszenierung. Insbesondere Adonis‘ erster Profiboxkampf, den die Kamera ohne sichtbaren Schnitt und zwischen den Kontrahenten umherfliegend begleitet, beeindruckt ungemein und bleibt lange in Erinnerung.

Dasselbe gilt für die Leistung des talentierten Michael B. Jordan. Und natürlich insbesondere für Sylvester Stallone, der die Rolle seines Lebens mit genau der richtigen Mischung aus Gelassenheit, Melancholie und Kampfgeist spielt. Die Chemie zwischen den beiden stimmt ab der ersten Minute, so dass die unvermeidliche Staffelübergabe nicht traurig stimmt, sondern hoffnungsvoll in Richtung „Creed 2“ blicken lässt.

Möchte man zwingend etwas kritisieren, bleibt eigentlich nur die etwas innovationslose Geschichte übrig. Aber hey, auch diese gehört seit jeher zu den Rocky-Filmen …

Meine Wertung: 8/10

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