Monatsarchiv für August 2007

 
 

Bitte nicht lesen: CineKie reimt…

Der gute konna hat einen neuen Wettbewerb gestartet: Poetrystars – Reim Dich oder ich fress Dich! Um zu zeigen, dass auch Kinosesselfurzer wie ich trotz der medialen Dauerberieselung durchaus noch in der Lage sind, den einen oder anderen minderwertigen Reim zu erschaffen, habe ich meiner nicht vorhandenen Kreativität freien Lauf gelassen. Für etwaige beim oder nach dem Lesen auftretende Folgeschäden übernehme ich keinerlei Verantwortung…

Ich nenne dieses wunderschöne Gedicht:

Nur ein Hobby

Seit Jahren schon, ich kann euch sagen,
muss ich den größten Mist ertragen.

Schau Action, Horror und auch Dramen,
ihr könnt es sicher schon erahnen:

Müll…ist überall dabei,
dennoch bleib ich Filmen treu.

Ich schau sie an, auch wenn ich weiß,
dieser Film ist großer Scheiß.

Wie, werdet ihr euch sicher fragen,
wie kann er diesen Mist ertragen?

Wieso, um alles in der Welt,
opfert er seine Zeit, auch wenn’s ihn quält?

Nun, die Antwort ist ganz leicht:
Weil’s mein Hobby ist, das reicht.

Und unter uns, ganz im Vertrauen,
auch schlechte Filme muss man schauen.

Denn nur so, das ist ganz klar,
nimmt man Filme richtig wahr.

So ist im Vergleich mit Uwe Boll,
selbst ein Film von Spielberg toll.

Und außerdem, vergesst das nicht,
mach ich das doch nicht nur für mich:

All die Reviews, die ich schreib,
schreib ich für euch, und das mit Freud!

Um euch zu warnen vor den Schlechten,
um euch zu leiten zu den Rechten.

Mein Dank gilt euch, ihr Kommentatoren,
ihr zeigt mir, dass meine Mühen sich lohnen.

Und so wünsche ich euch weiterhin viel Spaß,
mit allem, was ich auf diesem Blog verfass!

Kurz und knapp: Chucky’s Baby

Auch wenn Chucky und Tiffany im Vorgänger getötet wurden, lebt die Frucht ihrer Liebe in Form von Glen weiter. Dieser fristet ein trostloses Dasein als Freak in einem Wanderzirkus. Doch eines Tages sieht er im Fernsehen einen Drehbericht über den neuesten Chucky-Film und erkennt in den „Hauptdarstellern“ seine Eltern wieder. Also begibt er sich nach Hollywood und erweckt Chucky und Tiffany erneut zum Leben. Diese begeben sich sofort auf die Suche nach passenden Körpern. Fündig werden sie bei Jennifer Tilly und Redman…

Nach dem äußerst gelungenen vierten Teil konnte es eigentlich nur bergab gehen. Und das tut es mit „Chucky’s Baby“ auch. Es fängt schon beim Titel an: Deppenapostroph, ich hör dir tapsen. Wann hat sich bloß eingebürgert, vor jedem „s“ ein Apostroph zu setzen, und sei es noch so falsch? Egal, denn über die Qualität des Film’s sagt da’s ja zum Glück nicht’s au’s. Obwohl: In diesem Fall schon.

Kennt ihr den Unterschied zwischen „gut gemeint“ und „gut gemacht“? Falls nicht, schaut euch einfach „Chucky’s Baby“ an, dann kennt ihr ihn. Im Endeffekt enthält der Film alle Zutaten, die auch „Chucky und seine Braut“ auszeichnen, doch irgendwie will das alles hier nicht zusammenpassen. Der Film wirkt wie ein großes Puzzle, dessen einzelne Teile einfach nicht ineinander greifen wollen.

Die Anspielungen auf andere Filme (u.a. „Halloween“, „Psycho“ und „Glen Or Glenda“) wirken aufgesetzt und das Hollywood-Setting wird nicht im Geringsten ausgenutzt. Dass es besser geht, hat Wes Craven in seinem letzten Nightmare-Film bewiesen.

Außerdem begehen die Macher den großen Fehler, die einzige sympathische Figur des Films sterben zu lassen. Und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass es keine Figur gibt, der man die Daumen drücken möchte, wurde mit Glen ein so dermaßen nervender Charakter eingeführt, dass sich mir die Nackenhaare kräuseln.

Dennoch ist der Film besser als der langweilige dritte Teil. Dies verdankt er zum einen den gelungenen Todesszenen und zum anderen einer gut aufgelegten Jennifer Tilly, die mit sichtlicher Freude und einer gesunden Selbstironie mit ihrem Image in Hollywood spielt.

Trotzdem: Besonders wenn man zuvor den vierten Teil gesehen hat, enttäuscht „Chucky’s Baby“ auf ganzer Linie. Mehr als eine 5/10 ist mir der Film definitiv nicht wert.

Und somit habe ich es geschafft: Fünf Filme am Stück, lediglich unterbrochen von der jeweiligen Review. Und ich kann euch sagen: Das war doch anstrengender als ich dachte! Und weil das so anstrengend war, gehe ich jetzt auch ins Bett – morgen mache ich das Gleiche dann mit der James-Bond-Reihe… ;-)

Kurz und knapp: Chucky und seine Braut

Zwei Jahre nach den Ereignissen des dritten Teils bringt Chuckys Ex-Freundin Tiffany (Jennifer Tilly) die von der Polizei beschlagnahmte Puppe in ihren Besitz. Mit Hilfe des Buches „Voodoo für Dummies“ holt sie ihren ehemaligen Geliebten zurück ins Leben. Chucky zeigt sich auf seine Art erkenntlich, tötet Tiffany und transferiert ihre Seele in den Körper einer weiblichen Puppe. Um wieder menschliche Gestalt annehmen zu können, benötigen die beiden ein Medaillon, das Herz von Damballa, welches zusammen mit Chuckys menschlichen Überresten begraben wurde. Doch um dorthin zu gelangen, benötigen Chucky und Tiffany die Hilfe des jungen Pärchens Jesse (Nick Stabile) und Jade (Katherine Heigl)…

Hei, was für eine Gaudi! Nicht ohne Grund ist „Chucky und seine Braut“ meine Lieblingsepisode der Serie. Nehmen sich die ersten drei Teile noch weitestgehend ernst, steht beim vierten Teil der Spaß an erster Stelle. Wie so oft gilt: Willst du etwas besser machen, brauchst du die richtige Frau an deiner Seite. Und Tiffany ist das Beste, was der Chucky-Reihe passieren konnte. Die Dialoge zwischen ihr und Chucky sind ebenso makaber wie die originellen Todesarten, welche zwar wesentlich blutiger als in den Vorgängern ausfallen, aufgrund der humorvollen Inszenierung aber dennoch eher zum Lachen als zum Gruseln animieren. Spätestens wenn Chucky und Tiffany sich ihren Gelüsten, und damit meine ich nicht das Töten, hingeben, weiß auch der letzte Zuschauer, dass die Macher den Film nicht als harten Horrorschocker verstanden wissen wollen.

Als I-Tüpfelchen gibt es unzählige Anspielungen auf andere Horrorfilme (u.a. gibt es Verweise auf „Hellraiser“, „Freitag, der 13.“ und „A Nightmare On Elm Street“) sowie auf die eigene Serie. So antwortet Chucky auf die Frage, wie das alles geschehen konnte „Das ist eine lange Geschichte. Wäre dies ein Film, bräuchte man bestimmt drei oder vier Teile, um das alles zu erzählen.“. Anspruchslos, aber witzig.

Die Tricktechniker durften sich erneut austoben und leisten wieder einmal hervorragende Arbeit. Die Mimik der Puppen wurde nochmal verfeinert und die Ergebnisse des blutigen Treibens dem Jahrzehnt angepasst.

„Chucky und seine Braut“ unterscheidet sich immens von den Vorgängern, läutet eine neue Ära der Reihe ein und setzt sich mit wohl verdienten 9/10 Punkten an die Spitze. Solch eine Frischzellenkur würde auch anderen Horrorreihen mehr als gut tun.

Inzwischen haben wir 0:20 Uhr und ich beginne müde zu werden. Werde ich auch den letzten Teil im Rahmen meines Chucky-Marathons schaffen? Schauen wir mal…

Kurz und knapp: Chucky 3

So, das war also der dritte Teil des biestigen Rotschopfs. Ich konnte mich nur noch daran erinnern, dass er in einer Militärschule spielt und eine attraktive Hauptdarstellerin zu bieten hat. Nachdem ich ihn eben frisch gesehen habe, weiß ich auch wieder, wieso das alles ist, woran ich mich erinnern konnte…

8 Jahre sind seit den letzten Geschehnissen vergangen. Andy hat sich im Laufe der Jahre zu einem ausgewachsenen Teenager entwickelt und besucht inzwischen eine Militärschule. Als es auf dem Gelände zu rätselhaften Unfällen mit Todesfolge kommt, weiß Andy, dass Chucky ihm erneut auf den Fersen ist…

„Chucky 3“ versucht gar nicht erst, eine Erklärungen dafür zu liefern, wieso der Serienmörder wieder unter den Lebenden weilt. Es ist halt einfach so, warum auch immer. Statt sich lange mit einer Vorgeschichte aufzuhalten, wird die Story unmittelbar nach dem Eröffnungsmord an die Militärschule verlegt. Prinzipiell ist das ja auch gut so und entspricht dem Stil der Vorgänger, doch leider ist das blutige Treiben dort trotz der kurzen Laufzeit so dermaßen langatmig inszeniert, dass man unweigerlich alle fünf Minuten auf die Uhr schaut. Erschwerend kommt hinzu, dass die Morde allesamt reichlich unspektakulär ausfallen. Ich würde sogar so weit gehen, sie als langweilig zu bezeichnen. Und von dem nervigen schwarzen Jungen fange ich lieber gar nicht erst an.

Immerhin befinden sich die Effekte auch im dritten Teil auf einem hohen Niveau. Und dank der oben bereits erwähnten attraktiven Darstellerin gibt es nicht nur etwas fürs männliche Auge, sondern auch die eine oder andere humorvolle Szene.

Insgesamt ist das aber deutlich zu wenig, weswegen der Film nur eine wohlwollende 4/10 erhält. Und damit kann er sich glücklich schätzen.

Drei Filme geschafft, zwei noch zu bewältigen. Weiter geht’s…

Kurz und knapp: Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück

Und da bin ich auch schon wieder, diesmal mit meiner Review zum zweiten Teil der Chucky-Reihe.

Die Fortsetzung schließt beinahe nahtlos an den Vorgänger an: Um den Aktionären des Herstellers zu beweisen, dass keine Killerpuppe für die Morde verantwortlich war, soll die original Chucky-Puppe restauriert werden. Kurz vor der Fertigstellung kommt es zu einem Kurzschluss, der einem der Mitarbeiter das Leben kostet und Chucky erneut erweckt. Um seinem Puppendasein zu entkommen und wieder menschliche Gestalt annehmen zu können, benötigt Chucky Andy, welcher inzwischen in einer Pflegefamilie lebt…

„Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück“ genießt bei mir einen kleinen Nostalgiebonus, stellt er doch meinen Einstand in Chuckys Welt dar. Objektiv betrachtet ist der Film jedoch leider einen Tick schwächer als das Original und lässt die unheimliche Atmosphäre des Erstlings völlig vermissen. Der Film ist dadurch weiß Gott nicht schlecht, ähnelt aber mehr einem Thriller als einem Horrorfilm. Zum Beispiel „tötet“ Chucky die Originalpuppe, vergräbt sie im Garten und nimmt so unbemerkt ihren Platz in der Familie ein, während die „Leiche“ unter der Schaukel auf ihre Entdeckung wartet. Typische Thrillerelemente wie diese sind zwar durchaus unterhaltsam, sorgen allerdings auch dafür, dass sich der Film trotz mininmal kürzerer Laufzeit länger anfühlt als das Original.

Punkten kann der Film durch dezente Anspielungen auf andere Horrorfilme, etwa wenn Chucky sich hinter der Hauptperson wie weiland Freddy Krueger unter einem weißen Bettlaken aufbäumt.

Die Effekte bewegen sich auf demselben hohen Niveau wie im Vorgänger, wobei besonders die Morde noch einen Tick ausgefeilter sind und nicht unbedingt als unblutig zu bezeichnen sind.

Alles in allem reicht es gerade noch für eine 7/10. Ohne den Nostalgiebonus würde ich dem Film vermutlich eine 6/10 geben.

Und nun zurück auf die Couch: Der dritte Teil, den ich zuletzt vor vielen vielen Jahren gesehen habe, wartet bereits auf mich…


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