Auch wenn Chucky und Tiffany im Vorgänger getötet wurden, lebt die Frucht ihrer Liebe in Form von Glen weiter. Dieser fristet ein trostloses Dasein als Freak in einem Wanderzirkus. Doch eines Tages sieht er im Fernsehen einen Drehbericht über den neuesten Chucky-Film und erkennt in den „Hauptdarstellern“ seine Eltern wieder. Also begibt er sich nach Hollywood und erweckt Chucky und Tiffany erneut zum Leben. Diese begeben sich sofort auf die Suche nach passenden Körpern. Fündig werden sie bei Jennifer Tilly und Redman…

Nach dem äußerst gelungenen vierten Teil konnte es eigentlich nur bergab gehen. Und das tut es mit „Chucky’s Baby“ auch. Es fängt schon beim Titel an: Deppenapostroph, ich hör dir tapsen. Wann hat sich bloß eingebürgert, vor jedem „s“ ein Apostroph zu setzen, und sei es noch so falsch? Egal, denn über die Qualität des Film’s sagt da’s ja zum Glück nicht’s au’s. Obwohl: In diesem Fall schon.

Kennt ihr den Unterschied zwischen „gut gemeint“ und „gut gemacht“? Falls nicht, schaut euch einfach „Chucky’s Baby“ an, dann kennt ihr ihn. Im Endeffekt enthält der Film alle Zutaten, die auch „Chucky und seine Braut“ auszeichnen, doch irgendwie will das alles hier nicht zusammenpassen. Der Film wirkt wie ein großes Puzzle, dessen einzelne Teile einfach nicht ineinander greifen wollen.

Die Anspielungen auf andere Filme (u.a. „Halloween“, „Psycho“ und „Glen Or Glenda“) wirken aufgesetzt und das Hollywood-Setting wird nicht im Geringsten ausgenutzt. Dass es besser geht, hat Wes Craven in seinem letzten Nightmare-Film bewiesen.

Außerdem begehen die Macher den großen Fehler, die einzige sympathische Figur des Films sterben zu lassen. Und als wäre es nicht schon schlimm genug, dass es keine Figur gibt, der man die Daumen drücken möchte, wurde mit Glen ein so dermaßen nervender Charakter eingeführt, dass sich mir die Nackenhaare kräuseln.

Dennoch ist der Film besser als der langweilige dritte Teil. Dies verdankt er zum einen den gelungenen Todesszenen und zum anderen einer gut aufgelegten Jennifer Tilly, die mit sichtlicher Freude und einer gesunden Selbstironie mit ihrem Image in Hollywood spielt.

Trotzdem: Besonders wenn man zuvor den vierten Teil gesehen hat, enttäuscht „Chucky’s Baby“ auf ganzer Linie. Mehr als eine 5/10 ist mir der Film definitiv nicht wert.

Und somit habe ich es geschafft: Fünf Filme am Stück, lediglich unterbrochen von der jeweiligen Review. Und ich kann euch sagen: Das war doch anstrengender als ich dachte! Und weil das so anstrengend war, gehe ich jetzt auch ins Bett – morgen mache ich das Gleiche dann mit der James-Bond-Reihe… 😉

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