Lange 3 ½ Wochen hat es gedauert, doch seit gestern halte ich nun endlich meinen ersten Blu-ray-Player, auch unter dem irreführenden Namen „PlayStation 3“ bekannt, in meinen Händen. Und ich muss zugeben: Ein schönes Gerät.

Aufgrund der langen Lieferzeit konnte ich mich in den letzten Wochen seelenruhig mit Blu-ray Discs und Zubehör, wie zum Beispiel der PS3-Fernbedienung, eindecken. Als die Konsole gestern eintraf, warteten die Filme „Casino Royale“, „Into The Blue“, „Ultraviolet“, „Alien vs. Predator“ und „Ghost Rider“ bereits begierig darauf, von mir geschaut zu werden.

Die Inbetriebnahme der Konsole war schnell erledigt: Auspacken, anschließen, einschalten, Konfiguration durchführen, Firmware-Update ziehen, fertig. Insgesamt hat mich die komplette Prozedur ca. 30 Minuten gekostet.

Da ich auch eine Xbox 360 (welche ich sogar zum Spielen benutze) samt Xbox 360 HD-DVD-Player mein Eigen nenne, bleibt ein Vergleich der beiden Systeme nicht aus:

Was die Bildqualität angeht, brauchen sich beide Systeme nicht voreinander zu verstecken. Egal ob HD DVD oder Blu-ray Disc, ob VC-1- oder MPEG-2-kodiert, ob HDMI-, Komponenten- oder VGA-Kabel, beide Geräte zaubern gestochen scharfe, unglaublich detaillierte und zutiefst farbenfrohe Bilder auf den Fernseher. So und nicht anders müssen Filme in den eigenen vier Wänden und der heutigen Zeit aussehen.

Tontechnisch gesehen gewinnt bei mir die Xbox 360. Da mein Receiver kein PCM-Signal verarbeiten kann, muss ich mich bei der PlayStation 3 meist mit Dolby Digital zufrieden geben. Die Xbox 360 hingegen konvertiert die höherwertigen HD-Tonsignale in ein DTS-Signal, welches eine höhere Bitrate als Dolby Digital aufweist und mir einen Tick dynamischer vorkommt. Falls auch die PS3 solch eine Funktion bietet, bin ich für einen kleinen Hinweis darauf, wo ich diese Einstellung finden kann, sehr dankbar.

Bei der Bedienung muss man ganz klar zwischen Player und Media Center bzw. Spielekonsole unterscheiden. Gibt als aufgrund der gelungenen Fernbedienungen beim Einsatz als Player keinen Gewinner, sieht dies bei anderer Nutzung freilich ganz anders aus. Das Dashboard der Xbox 360 ist wesentlich strukturierter und übersichtlicher als die Cross Media Bar (XMB) der PlayStation 3, welche nicht nur auf den ersten Blick zu überladen wirkt.

Dafür punktet die PlayStation 3 bei der Lautstärke – und das gewaltig. Während ich die Lüfter der Xbox 360 im Filmbetrieb deutlich höre, schnurrt die PlayStation 3 so leise vor sich hin, dass ich mich schon in die Nähe der Konsole begeben muss, um sie hören zu können. Auch nach drei Filmen am Stück drehten die Lüfter gestern nicht auf, so dass die PS3 selbst in ruhigen Passagen niemals negativ auffiel. Daran sollte sich Microsoft definitiv ein Beispiel nehmen.

Auf die Optik der Geräte gehe ich nicht sonderlich ein. Welche Hardware einem mehr zusagt, ist definitiv Geschmacksache – mir persönlich gefällt das Design beider Geräte, auch wenn ich zugeben muss, dass die PS3 durch ihre glänzende Oberfläche einen höherwertigen Eindruck macht (dafür aber auch ein Staubfänger vor dem Herrn ist).

Insgesamt betrachtet schenken sich beide Geräte nicht viel und bieten ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis (Spielekonsole, HD-Player, Media Center). Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass ein entsprechendes Equipment nötig ist, um die zahlreichen Funktionen auch wirklich nutzen zu können (HD-Fernseher oder -Beamer, Surround-Anlage, DSL).

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