Monatsarchiv für Juli 2008

 
 

“The Fighters” im Kino … kastriert? *Update*

Sollte dieser Foreneintrag der Wahrheit entsprechen, und daran habe ich keine großen Zweifel, hat Concorde nach “Iron Man” und “Der unglaubliche Hulk” erneut zugeschlagen und mit “The Fighters” den nächsten Film kürzen lassen, um eine niedrigere Altersfreigabe zu erreichen.

Schauen wir mal, was für Informationen in den nächsten Stunden ans Tageslicht kommen. Sollte sich bestätigen, dass Concorde nichts aus dem Hulk-Debakel gelernt hat, plädiere ich dafür, dieser Firma das Verleihrecht zu entziehen …

*Update* 09.08.2008

Ich habe von Concorde zwar auch nach über einer Woche noch keine Antwort auf meine Nachfrage erhalten, aber dafür hat Schnittberichte.com neue Informationen: “The Fighters” wird ohne Jugendfreigabe und ungeschnitten in den Kinos laufen.

Na bitte, es geht doch. Damit hat Concorde einen Kinobesucher mehr.

Tropic Thunder: Fake-Webseiten gestartet

Am 18.09.2008 startet die von mir heiß erwartete Komödie “Tropic Thunder” von und mit Ben Stiller in den Kinos – und die Macher ziehen wirklich alle Register, um den Film dem Publikum schmackhaft zu machen:

Tugg Speedman – The Official Site
Kirk Lazarus – The Official Site

Panda Relocation Foundation
Make Pretty Skin Clinic

Hoffentlich gesellen sich zu den Seiten auch noch die angekündigten Trailer hinzu. Ich möchte unbedingt bewegte Bilder aus “Scorcher 6 – Global Meltdown” und “Satan’s Alley” sehen! :D

Im Kino gesehen: Akte X – Jenseits der Wahrheit

Ob ihr es glaubt oder nicht: In jungen Jahren sah ich Fox Mulder sehr ähnlich. Heute, etliche Jahre, zahlreiche graue Haare und ein Doppelkinn (für das sich meine Kollegen extra den Doppelkinn-Blues haben einfallen lassen) später, ist von dieser Ähnlichkeit nicht mehr viel zu sehen. Dennoch fühle ich mich mit Fox Mulder nach wie vor verbunden, zumal “Akte X” auch heute noch eine meiner Lieblingsserien ist. Dementsprechend groß war auch meine Freude über einen neuen Kinofilm. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden und wie stark sich Mulders neue Synchronstimme auf den Filmgenuss auswirkt, erfahrt ihr … jetzt:

Worum geht’s

Sechs Jahre sind vergangen, seit Fox Mulder (David Duchovny) für den angeblichen Mord an einem Regierungsangestellten vor Gericht gestellt wurde, mit Hilfe seiner Freunde floh und untertauchte. Dana Scully (Gillian Anderson) hat das FBI verlassen, arbeitet inzwischen als Ärztin in einem katholischen Krankenhaus und versucht dort verzweifelt, das Leben des todkranken Christian zu retten. Kurz vor einer wichtigen Entscheidung über Christians weitere Behandlung erscheint das FBI und bittet Scully um Hilfe. Im US-Bundesstaat Virginia ist eine FBI-Agentin verschwunden und sollte mit Hilfe des hellseherisch begabten Pater Joe (Billy Connolly) gefunden werden. Doch statt der Agentin wurde im Schnee lediglich ein abgetrennter Arm gefunden, der nicht der vermissten Person gehörte. Agentin Dakota Whitney (Amanda Peet) ist sich sicher, diesen Fall nur mit Mulders Hilfe lösen zu können …

Meine Meinung

Zuerst ein unschönes Detail: Der deutsche Titel “Jenseits der Wahrheit” ist extrem unpassend. Ganz im Gegensatz zum Originaltitel “I Want To Believe”, der im wahrsten Sinne des Wortes Programm ist und exakt den Inhalt des Films widerspiegelt. Denn wenn es etwas gibt, worum sich der Film dreht, dann ist es der Glaube. Der Glaube an Hoffnung. Der Glaube an Vergebung. Der Glaube an Bestimmung. Der Glaube an Gott.

Nun eine enttäuschende Nachricht: “Jenseits der Wahrheit” ist nicht mehr als eine solide Doppelfolge, die ohne weiteres auch im TV hätte ausgestrahlt werden können. Aber auch nicht weniger. Der zu lösende Fall ist solide, aber nicht herausragend. Spannung und Atmosphäre sind vorhanden, können jedoch längst nicht mit den Top-Folgen der Serie mithalten. Zumal besonders in der ersten Hälfte die eine oder andere Länge vorhanden ist, der Mystery-Anteil sich auf ein Minimum beschränkt und die Thriller-Elemente geringer als erwartet ausfallen. Stattdessen wird in dem, von einer kurzen Verfolgungsjagd zu Fuß abgesehen, ruhig inszenierten Film viel Wert auf die oben bereits genannten Glaubensfragen und auf die Beziehung zwischen Mulder und Scully gelegt, was sicherlich nicht jedem Zuschauer schmecken wird.

Nun eine schlechte Nachricht: Der Verzicht auf Mulders gewohnte Synchronstimme ist ein herber Verlust für den Film. Auch wenn Johannes Berenz sich bemüht und durchaus eine professionelle Leistung abgeliefert hat, die neue Stimme passt einfach nicht. Zu jung klingt sie. Zu weich. Zu unmännlich. Das ist nicht Fox Mulder. Sehr traurig, was hier aus Geiz und Gier verschenkt wurde.

Und nun endlich eine gute Nachricht: Die X-Akten sind zurück. Sechs Töne. Mehr sind nicht nötig, um das alte Akte-X-Feeling wieder aufleben zu lassen. Schön zu wissen, dass die Akte-X-Titelmelodie auch heute noch eine Gänsehaut verursacht. Ein paar Minuten später erscheinen Mulder und Scully – und es ist, als wären sie niemals von der Bildfläche verschwunden. Etwas reifer sind sie geworden, aber keineswegs müde. Die Chemie zwischen den beiden ist noch immer einzigartig, Mulders trockene Sprüche sorgen nach wie vor für zahlreiche Schmunzler und Scullys innerer Kampf zwischen der Wissenschaftlerin und der gläubigen Katholikin gehört auch heute noch zum Interessantesten, was die Serienlandschaft je hervorgebracht hat. Zahlreiche Details wie an der Decke hängende Bleistifte und Verweise auf die bisherigen Geschehnisse sorgen gemeinsam mit dem einen oder anderen Gastauftritt zusätzlich dafür, dass man sich als alter Akte-X-Fan sofort heimisch fühlt. Toll!

Mein Fazit

“Akte X” habe ich erwartet, “Akte X” habe ich bekommen. Mit all den gewohnten Stärken und einigen bekannten Schwächen. Allerdings sollte man nicht mit den falschen Erwartungen in den Film gehen und auf einen mit Überraschungen gespickten Thriller hoffen, sondern sich auf eine solide Doppelfolge in Überlänge einstellen. Auch wenn ich mir insgeheim mehr erhofft hatte, bin ich durchaus zufrieden und hoffe auf weitere Akte-X-Kinofilme – dann aber bitte wieder mit Mulders richtiger Synchronstimme.

Meine Wertung: 6/10

Buffy – Im Bann der Dämonen: Staffel 8

Passend zu Joss Whedons aktuellem Projekt “Dr. Horrible’s Sing-Along Blog” hier eine weitere Neuigkeit Information zum Joss-Whedon-Universum, die besonders Fans von Buffy, Willow, Xander und Co. interessieren dürfte (sofern sie es nicht ohnehin schon wissen): Es gibt eine achte Staffel von “Buffy – Im Bann der Dämonen”.

Auch wenn nach der siebten Staffel bekanntlich das TV-Aus kam, hatte Buffy-Erfinder Whedon noch eine achte Staffel im Sinn. Und da er selbst bekennender Comic-Fan ist, passte er diese unverfilmte achte Staffel dem Medium Comic an, um den Fans so das zu geben, was sie wollen: Neue Geschichten rund um die attraktive Vampirjägerin.

Der erste Band der achten Staffel (”Die Rückkehr der Jägerin“) erschien im Februar 2008 (was ich vorletzte Woche durch Zufall erfahren habe) und enthält die Episoden “Der lange Weg nach Hause” und “Die Kette”. Band 2 (”Wie tötet man eine Jägerin“) erschien am 16.07. und befindet sich derzeit leider noch auf dem Postweg zu mir, weswegen ich nichts zu den enthaltenen Episoden sagen kann. Band 3 (”Wölfe“) wird am 20.11. erscheinen. Insgesamt sind acht Bände geplant.

Die Geschichte führt die TV-Staffeln nahtlos fort und setzt entsprechende Serienkenntnisse voraus: Buffy leitet inzwischen eine weltweit agierende Organisation aus Jägerinnen und gerät dadurch ins Visier des amerikanischen Militärs. Unterstützung erhält das Militär von zwei bekannten Gesichtern, die noch eine alte Rechnung mit Buffy und vorallem Willow zu begleichen haben …

Da ich sonst eher selten Comics lese, maße ich mir nicht an, die Zeichnungen beurteilen zu können. Dessen ungeachtet kann ich sagen, dass mir die Bilder durchaus gefallen, ich mir für die Charaktere jedoch eine größere Ähnlichkeit mit den TV-Darstellern gewünscht hätte. Die Dialoge sind gewohnt locker, auch wenn sie zwangsläufig nie die Dynamik der Serie erreichen. Dennoch erkennt man in jeder Zeile Joss Whedons Handschrift und es macht einfach Spaß, durch die Seiten zu blättern und zu erfahren, wie sich das Leben von Buffy, Willow, Xander und den anderen Haudegen entwickelt. Für Fans von “Buffy – Im Bann der Dämonen” absolut empfehlenswert (wenn auch ein wenig teuer)!

Unnötig … unnötiger … "Scream 4"!

Wie Bloody-Disgusting berichtet, wird er tatsächlich kommen, der von wirklich niemanden heiß erwartete “Scream 4″.

Ich meine mal ehrlich: Die Geschichte ist abgeschlossen. Komplett abgeschlossen. Vollständig “fünf-Psychopathen-sind-mehr-als-genug” abgeschlossen”. Also was soll das? Ja ja, ich weiß: $$$.

Das Lustige daran ist, dass ich normalerweise der Letzte bin, der etwas gegen Fortsetzungen oder Remakes hat. Ganz im Ernst. Ich stehe denen sonst immer sehr aufgeschlossen gegenüber! Aber ein “Scream 4″ möchte ich dennoch nicht sehen. Weil ich die Scream-Trilogie liebe. Weil der dritte Teil ein gelungener Abschluss ist. Weil es eine Trilogie ist. Weil eine Trilogie aus drei und nicht aus vier Teilen besteht. Weil ein vierter Teil einfach unnötig ist, verdammt!

Dass ich mich 2010 dennoch schon im Kino sitzen sehe, muss ich nicht extra erwähnen, oder? Der Geist ist zwar willig, doch das Fleisch wird schwach sein …


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