Im Kino gesehen: The Fighters

the_fighters_plakat Gewalt ist keine Lösung. Ich denke jeder von uns wird diesen Satz schon einmal gehört haben. Doch so lobenswert diese Einstellung auch sein mag, die Realisten unter uns wissen, dass Gewalt sehr wohl eine Lösung darstellen kann. Wenn auch die denkbar schlechteste. Alle, die mich aufgrund dieser Aussage jetzt für einen gewaltverherrlichenden Deppen halten, können gleich aufhören zu lesen. Glaubt mir: „The Fighters“ ist eh nichts für euch … Worum geht’s Damit sein jüngerer Bruder ein Tennis-Stipendium annehmen kann, ziehen Jake (Sean Faris), Charlie (Wyatt Smith) und deren Mutter (Leslie Hope) ins sonnige Florida. Gleich am ersten Tag an seiner neuen Highschool beobachtet Jake eine Prügelei, die sich als organisierter Kampf mit Zuschauern entpuppt. Durch ein Amateurvideo, das Jake dabei zeigt, wie er einen Footballspieler verprügelt, gerät er in das Interesse des Lokalmatadors Ryan (Cam Gigandet). Von dessen Freundin Baja (Amber Heard) wird Jake auf eine Party gelockt und dort vor versammelter Gesellschaft von Ryan brutal zusammengeschlagen. Durch seinen neuen Freund Max (Evan Peters) erfährt Jake von dem Kampfsportmeister Roqua (Djimon Hounsou). Und beginnt mit dem Training … Meine Meinung Wer jetzt glaubt, aufgrund des eben gelesenen Absatzes voraussagen zu können, wie der Film sich entwickeln und ausgehen wird, der liegt völlig … richtig. „The Fighters“ folgt exakt dem aus Filmen wie „Karate Kid“ oder „Karate Tiger“ bekanntem Schema, ohne auch nur ansatzweise eigene Akzente zu setzen. Nur zwei Punkte unterscheiden „Never Back Down“ (wie der Film im Original heißt – zum Glück wurde der Titel eingedeutscht) von den guten alten Kampfsportfilmen aus den 80ern: Die Verlegung in die heutige Zeit und der Versuch, ihm einen Hauch von Drama unterzujubeln. the_fighters_szene_1 Dass der Film im Hier und Jetzt spielt, weiß dabei durchaus zu gefallen – schließlich ist die Bikinimode von heute der aus den 80ern haushoch überlegen. Und da es in Florida bekannterweise ausschließlich attraktive junge Frauen gibt, die den Großteil ihrer Zeit im Bikini verbringen, ist dies für „The Fighters“ ein echter Vorteil. Der Versuch, dem Film durch Jakes Verlust des Vaters und Roquas Verlust des Bruders Tiefe zu verleihen, kann hingegen nur als gescheitert bezeichnet werden. Ebenso wie die aufgesetzt wirkende Liebesgeschichte zwischen Jake und Baja bremsen diese Szenen den Film nur unnötig aus, ohne die Geschichte in irgendeiner Form voran zu treiben. Dafür können die Trainings- und auch die Kampfszenen auf ganzer Linie überzeugen, auch wenn letztere ruhig ein wenig zahlreicher hätten ausfallen dürfen. Abgesehen vom Finale bietet der Film, wie die großen Vorbilder, nur zwei drei kleinere Schlägereien, die eigentlich nicht der Rede wert sind. Während die Trainingseinheiten durch fetzige Musik, knackige Methoden und diverse Rocky-Anspielungen gut unterhalten, begeistern die Kampfszenen durch eine gelungene Choreographie und eine angemessene Härte. Allerdings fällt es aufgrund der recht schnellen Schnitte manchmal schwer, dem Geschehen zu folgen. Die Darsteller spielen und kämpfen passabel, qualifizieren sich jedoch nicht unbedingt für eine große Hollywood-Karriere. Außerdem muss ich zugeben, dass der an sich großartige Djimon Hounsou etwas verschenkt wirkt und sexy Amber Heard eigentlich nicht viel mehr macht als gut auszusehen. Verdammt gut auszusehen, möchte ich anmerken. Doch wenn ich ganz ehrlich bin, reicht mir das für diese Art von Film vollkommen aus. the_fighters_szene_2 Mein Fazit Zugegeben, einen Innovationspreis wird „The Fighters“ sicherlich nicht gewinnen. Dennoch stellt er durchaus solide Unterhaltung für Kampfsportfans dar und weiß dank guter Trainings- und Kampfszenen zu unterhalten. Auch wenn manche (Gut)Menschen den Film aufgrund seiner Thematik (Stichwort „Killervideos“) und der Aussage, dass Gewalt sehr wohl eine (unschöne) Lösung sein kann, sicherlich lieber auf dem Scheiterhaufen sehen würden … Meine Wertung: 6/10

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Im Kino gesehen: Superhero Movie

Sehr gute Parodien: „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“, „Hot Shots! Der 2. Versuch“. Gute Parodien:  „Loaded Weapon 1“, „Spaceballs“. Überdurchschnittliche Parodien: „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“, „Hot Shots!“, „Crazy Instinct“, „Scary Movie“, „Scary Movie 3“. Durchschnittliche Parodien: „Scary Movie 4“, „Dracula – Tot aber glücklich“. Unterdurchschnittliche Parodien: „Scary Movie 2“, „Nicht noch ein Teenie-Film!“ Schlechte Parodie: „Meine Frau, die Spartaner und ich“. Grottenschlechte Parodien: „Date Movie“, „Epic Movie“.

Damit wäre die Frage nach meinem Geschmack geklärt und die Review zu „Superhero Movie“ kann beginnen.

Worum geht’s

Rick Riker (Drake Bell) ist ein Loser. Und unsterblich in seine hübsche Nachbarin Jill Johnson (Sara Paxton) verliebt. Während eines Schulausflugs wird Rick von einer genmanipulierten Libelle gebissen und mutiert daraufhin zum Superhelden Dragonfly. Und der passende Gegenspieler ist auch nicht fern, denn nach einem missglückten Selbstexperiment muss der zum Superschurken Hourglass mutierte Wissenschaftler Lou Landers (Christopher McDonald) pro Tag einen Menschen töten, um am Leben bleiben zu können. Nur einer kann ich stoppen. Vielleicht.

Meine Meinung

Die Filmkenner und Englischprofis unter euch werden es vielleicht bereits erraten haben: Bei „Superhero Movie“ handelt es sich um eine Parodie auf Superhelden-Filme. Und die echten Profis haben eventuell sogar erkannt, dass als Grundgerüst der erste Spider-Man-Film herhalten durfte bzw. musste. Ein wenig Hohn und Spott bekommen zwar auch die X-Men und die Fantastic Four ab, doch ist deren Anteil so gering, dass er kaum erwähnenswert ist.

Kaum erwähnenswert ist auch die Anzahl der gelungenen Gags. Zugegeben: Ein paar Mal musste ich tatsächlich laut lachen, aber die meisten Pointen entlockten mir gerade mal ein müdes Schmunzeln. Wenn überhaupt. Zu viele Szenen sind vorhersehbar oder werden einfach überstrapaziert und verlieren dadurch jeglichen Charme. Als Beispiel sei an dieser Stelle eine Szene genannt, in der Rick analog zu Peter Parker an seiner Zimmerdecke hängt, während der Bösewicht unter ihm steht und ihn sucht. Statt einer blutenden Wunde ist es bei Rick eine volle Blase, die ihn verraten könnte. Statt diese bis dato gelungene Szene nach dem ersten Strahl enden zu lassen, wird das erlösende Laufenlassen gefühlte 37-mal wiederholt. Laaangweilig.

Im Gegensatz zu solch ausufernden Fäkalwitzen sind die zum Glück ebenfalls vorhandenen Slapstick-Szenen recht gut gelungen, glänzen allerdings nicht unbedingt durch Originalität.

Ein kleiner Lichtblick sind eine Handvoll Anspielungen auf die Dummheit Naivität der Web-2.0-Generation und Leslie Nielsen als Onkel Albert sowie Brent Spiner als Lous Handlanger Dr. Strom. Auch wenn Nielsen nicht viel mehr machen darf als seine bekanntesten Nackte-Kanone-Witze zu wiederholen, macht es immer noch Spaß, dem alten Haudegen bei seinen Kalauern zuzuschauen.

Die Schauspieler vertreten die gesamte Bandbreite darstellerischen Könnens: Von belanglos (Drake Bell) über belanglos, aber routiniert (Leslie Nielsen, Brent Spiner) bis hin zu belanglos, da unterfordert (Christopher McDonald) und belanglos, aber immerhin hübsch anzusehen (Sara Paxton) ist wirklich alles dabei.

Mein Fazit

„Superhero Movie“ ist zum Glück kein Totalausfall geworden, reicht längst nicht an solche Gurken wie „Date Movie“ oder „Epic Movie“ heran und reiht sich irgendwo zwischen „Scary Movie 2“ und „Nicht noch ein Teenie-Film!“ ein. Spätestens sechs Monate nach der DVD-Veröffentlichung wird sich vermutlich niemand mehr an diesen Film erinnern. Und ich kann es niemandem verübeln.

Meine Wertung: 4/10

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Ghostbusters 3 – kommt er oder kommt er nicht?

Schon seit Jahren wird heftig über eine Rückkehr der in Ehren ergrauten Geisterjäger spekuliert. Mein letzter Stand war, dass die bereits vorhandene Story als Videospiel erzählt werden sollte, da Bill Murray einer Fortsetzung in Form eines Kinofilms eine Absage erteilt hatte. Doch wie MovieMaze nun berichtet, hat sich diese ablehnende Haltung wohl gewandelt: Sowohl Bill Murray als auch Dan Aykroyd, Harold Ramis und Ernie Hudson sollen ihre Bereitschaft signalisiert haben, für einen dritten Kinofilm zur Verfügung zu stehen. Wie heißt es doch immer so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt …

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