Sehr gute Parodien: „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug“, „Hot Shots! Der 2. Versuch“. Gute Parodien:  „Loaded Weapon 1“, „Spaceballs“. Überdurchschnittliche Parodien: „Die unglaubliche Reise in einem verrückten Raumschiff“, „Hot Shots!“, „Crazy Instinct“, „Scary Movie“, „Scary Movie 3“. Durchschnittliche Parodien: „Scary Movie 4“, „Dracula – Tot aber glücklich“. Unterdurchschnittliche Parodien: „Scary Movie 2“, „Nicht noch ein Teenie-Film!“ Schlechte Parodie: „Meine Frau, die Spartaner und ich“. Grottenschlechte Parodien: „Date Movie“, „Epic Movie“.

Damit wäre die Frage nach meinem Geschmack geklärt und die Review zu „Superhero Movie“ kann beginnen.

Worum geht’s

Rick Riker (Drake Bell) ist ein Loser. Und unsterblich in seine hübsche Nachbarin Jill Johnson (Sara Paxton) verliebt. Während eines Schulausflugs wird Rick von einer genmanipulierten Libelle gebissen und mutiert daraufhin zum Superhelden Dragonfly. Und der passende Gegenspieler ist auch nicht fern, denn nach einem missglückten Selbstexperiment muss der zum Superschurken Hourglass mutierte Wissenschaftler Lou Landers (Christopher McDonald) pro Tag einen Menschen töten, um am Leben bleiben zu können. Nur einer kann ich stoppen. Vielleicht.

Meine Meinung

Die Filmkenner und Englischprofis unter euch werden es vielleicht bereits erraten haben: Bei „Superhero Movie“ handelt es sich um eine Parodie auf Superhelden-Filme. Und die echten Profis haben eventuell sogar erkannt, dass als Grundgerüst der erste Spider-Man-Film herhalten durfte bzw. musste. Ein wenig Hohn und Spott bekommen zwar auch die X-Men und die Fantastic Four ab, doch ist deren Anteil so gering, dass er kaum erwähnenswert ist.

Kaum erwähnenswert ist auch die Anzahl der gelungenen Gags. Zugegeben: Ein paar Mal musste ich tatsächlich laut lachen, aber die meisten Pointen entlockten mir gerade mal ein müdes Schmunzeln. Wenn überhaupt. Zu viele Szenen sind vorhersehbar oder werden einfach überstrapaziert und verlieren dadurch jeglichen Charme. Als Beispiel sei an dieser Stelle eine Szene genannt, in der Rick analog zu Peter Parker an seiner Zimmerdecke hängt, während der Bösewicht unter ihm steht und ihn sucht. Statt einer blutenden Wunde ist es bei Rick eine volle Blase, die ihn verraten könnte. Statt diese bis dato gelungene Szene nach dem ersten Strahl enden zu lassen, wird das erlösende Laufenlassen gefühlte 37-mal wiederholt. Laaangweilig.

Im Gegensatz zu solch ausufernden Fäkalwitzen sind die zum Glück ebenfalls vorhandenen Slapstick-Szenen recht gut gelungen, glänzen allerdings nicht unbedingt durch Originalität.

Ein kleiner Lichtblick sind eine Handvoll Anspielungen auf die Dummheit Naivität der Web-2.0-Generation und Leslie Nielsen als Onkel Albert sowie Brent Spiner als Lous Handlanger Dr. Strom. Auch wenn Nielsen nicht viel mehr machen darf als seine bekanntesten Nackte-Kanone-Witze zu wiederholen, macht es immer noch Spaß, dem alten Haudegen bei seinen Kalauern zuzuschauen.

Die Schauspieler vertreten die gesamte Bandbreite darstellerischen Könnens: Von belanglos (Drake Bell) über belanglos, aber routiniert (Leslie Nielsen, Brent Spiner) bis hin zu belanglos, da unterfordert (Christopher McDonald) und belanglos, aber immerhin hübsch anzusehen (Sara Paxton) ist wirklich alles dabei.

Mein Fazit

„Superhero Movie“ ist zum Glück kein Totalausfall geworden, reicht längst nicht an solche Gurken wie „Date Movie“ oder „Epic Movie“ heran und reiht sich irgendwo zwischen „Scary Movie 2“ und „Nicht noch ein Teenie-Film!“ ein. Spätestens sechs Monate nach der DVD-Veröffentlichung wird sich vermutlich niemand mehr an diesen Film erinnern. Und ich kann es niemandem verübeln.

Meine Wertung: 4/10

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