Monatsarchiv für Februar 2009

 
 

Kurzreview: Das Hundehotel

Worum geht’s

Um streunende Hunde vor der Einschläferung durch die städtischen Hundefänger zu retten, fangen die beiden Geschwister und Vollwaisen Andi (Emma Roberts) und Bruce (Jake T. Austin) jeden herrenlosen Hund ein, den sie auf der Straße finden. Um die Hunde zu beschäftigen, funktionieren Andi und Bruce zusammen mit ihren Freunden Dave (Johnny Simmons), Heather (Kyla Pratt) und Mark (Troy Gentile) ein leerstehendes Hotel zu einem Vergnügungspark für Hunde um …

Meine Meinung

Es ist schon erstaunlich, wie gut mich “Das Hundehotel” unterhalten konnte. Und das liegt nicht ausschließlich daran, dass ich von dem Film nichts erwartet hatte! Äußerst phantasievoll und zuweilen richtig märchenhaft inszeniert, erzählt der Film zwar keine neue Geschichte, kann dafür aber mit sympathischen Jungdarstellern und vor allem grandios dressierten Hunden punkten. Es ist schwer in Worte zu fassen, was die Tiere alles vollbringen – das muss man wirklich gesehen haben. Mein persönliches Highlight ist eine Flirtszene inkl. eines abschließenden Zungenkusses.
Dass der Film Werte wie Familiensinn, Freundschaft und Verantwortungsbewusstsein predigt, stets kindgerecht bleibt und beim Happy End ein wenig zu dick aufträgt, verzeihe ich ihm aufgrund der angepeilten Zielgruppe ohne mit der Wimper zu zucken.

Mein Fazit

Unterhaltsamer Film für die ganze Familie, bei dem die tollen Hunde den menschlichen Darstellern komplett die Schau stehlen. Ein Muss für (Kind gebliebene) Hundeliebhaber und solche, die es werden wollen.

Meine Wertung: 6/10

Kinowoche 26.02. bis 04.03.2009: Was ich schaue und was ich darüber denke

Der seltsame Fall des Benjamin Button

Noch immer nicht gesehen, ist der Film diese Woche nun endlich fällig. Und meine Erwartungen sind hoch. Hoffentlich nicht zu hoch …

The Wrestler

Mickey Rourkes gefeierte Auferstehung. Und die stets wundervolle Marisa Tomei spielt auch mit. Was kann da schon schief gehen?

Underworld: Aufstand der Lykaner

Okay, Kate Beckinsale spielt nicht mit, aber Rhona Mitra ist ja auch nett anzuschauen. Mehr als eine anspruchslose Action-Fantasy-Mischung in düsterer Optik erwarte ich ohnehin nicht.

Hexe Lilli, der Drache und das magische Buch

Ein Film, den ich nur aus zwei Gründen schaue: Wegen Michael Mittermeier und meiner Kino-Flatrate.

Mord ist mein Geschäft, Liebling

Ein Film, den ich nur aus zwei Gründen schaue: Wegen Nora Tschirner (ihr seht mich schmachten) und meiner Kino-Flatrate.

Vorbilder

Wenn der Film so niveaulos wie der Trailer ausfällt, werde ich mich angemessen unterhalten fühlen. Denn mehr als platte Witze erhoffe ich mir davon gar nicht erst …

Der Vorleser

Der Film, für den Kate Winslet ihren ersten Oscar erhalten hat. Wollen wir doch mal schauen, ob er ihr zu Recht verliehen wurde. Wenn nur David Kross nicht mitspielen würde …

Das wär’s, diese Filme stehen auf meinem Kinoplan. Ein kurzes Fazit werde ich per Twitter direkt aus dem Kino heraus jeweils kurz nach dem Schauen veröffentlichen. Die vollständigen (Kurz-)Reviews folgen dann je nach Zeit (und Lust).

Kurzreview: Der Ja-Sager

der_ja-sager_plakat Worum geht’s

Seit seine Ex-Frau ihn verlassen hat, igelt Carl Allen (Jim Carrey) sich in seiner Wohnung ein und lässt das Leben an sich vorbeiziehen. Um nicht auch noch seinen besten Freund Peter (Bradley Cooper) zu vergraulen, nimmt Carl an einem Seminar teil, das ihn zurück ins Leben führen soll. Ab sofort muss er zu jeder sich ihm bietenden Gelegenheit „Ja“ sagen, was ihm die chaotischsten Situationen beschert …

Meine Meinung

Zu sagen, dass diese Komödie nicht originell ist, wäre noch geschmeichelt. Aber das macht nichts, denn dank teils absurd-witziger Ideen und gut aufgelegter Darsteller wird „Der Ja-Sager“ trotz der von Anfang bis Ende vorhersehbaren Geschichte nie langweilig. Während Jim Carrey wie in besten „Der Dummschwätzer“-Zeiten über die Leinwand blödelt, überzeugt vor allem Zooey Deschanel als schrullige und absolut liebenswerte Love Interest. Sehr schön, dass die Chemie zwischen ihr und Carrey nicht nur in den lustigen, sondern auch in den ruhigen Momenten stimmt.

Mein Fazit

Nette Komödie für zwischendurch nach allzu bekanntem Muster, die mit zwei sympathischen Hauptdarstellern punkten kann. Kein Hit, aber genau das Richtige für einen anspruchslos-unterhaltsamen Filmabend.

Meine Wertung: 6/10

Oscar 2009 – Die Gewinner

5:55 Uhr am Montag. Draußen wird es in Kürze hell. Die 81. Oscar-Verleihung ist vorbei. Sympathisch war sie, doch in Erinnerung bleiben wird sie nicht. Trotz eines toll singen- und tanzenden Hugh Jackman.

Gewinner des Abends ist mit acht Oscars der Film “Slumdog Millionär” von Danny Boyle. Mit drei Oscars weit abgeschlagen dahinter: David Finchers “Der seltsame Fall des Benjamin Button”. Jeweils zwei Oscars konnten “Milk” und “The Dark Knight” ergattern.

Die einzelnen Gewinner findet ihr unten aufgelistet – ich geh jetzt erst mal schlafen. So langsam werde ich doch tatsächlich müde …

Bester Film: “Slumdog Millionär”
Beste Regie: Danny Boyle – “Slumdog Millionär”

Bester Hauptdarsteller: Sean Penn – “Milk”
Beste Hauptdarstellerin: Kate Winslet – “Der Vorleser”

Bester Nebendarsteller: Heath Ledger – “The Dark Knight”
Beste Nebendarstellerin: Penelope Cruz – “Vicky Cristina Barcelona”

Bestes Originaldrehbuch: Dustin Lance Black – “Milk”
Bestes adaptiertes Drehbuch: Simon Beaufoy – “Slumdog Millionär”

Bester Animationsfilm: “WALL-E”
Bester animierter Kurzfilm: “Tsumiki no le”

Bester Dokumentarfilm: “Man On Wire”
Bester Dokumentar-Kurzfilm: “Smile Pinki”

Bester Kurzfilm: “Spielzeugland”

Bester fremdsprachiger Film: “Okuribito”

Bestes Szenenbild: “Der seltsame Fall des Benjamin Button”
Bestes Kostümdesign: “Die Herzogin”
Bestes Make-Up: “Der seltsame Fall des Benjamin Button”

Beste Kamera: “Slumdog Millionär”
Bester Schnitt: “Slumdog Millionär”
Beste visuelle Effekte: “Der seltsame Fall des Benjamin Button”

Beste Musik: “Slumdog Millionär”
Bester Song: “Slumdog Millionär”

Bester Ton: “Slumdog Millionär”
Bester Tonschnitt: “The Dark Knight”

Mini-Review: Effi Briest

effi_briest_plakat Worum geht’s

Preußen, spätes 19. Jahrhundert. Die siebzehnjährige Effi Briest (Julia Jentsch) heiratet auf Wunsch ihrer Eltern den fast 20 Jahre älteren Geert von Instetten (Sebastian Koch). Glück findet sie jedoch in einer Affäre mit dem lebensfrohen Major von Crampas (Misel Maticevic). Eine Affäre mit Folgen …

Meine Meinung

Der Film beginnt bedrückend und optisch höchst atmosphärisch. Die gesellschaftlichen Zwänge und ihre Auswirkungen auf die jungen Effi fesseln und berühren. Doch je länger der Film lief und je weiter die Handlung voran schritt, umso mehr verlor ich das Interesse an dem Schicksal der Figuren. Zu unsympathisch sind sie gezeichnet, zu belanglos sind ihre Erlebnisse inszeniert. Lediglich das Ende, welches von Theodor Fontanes Roman abweicht, konnte mich wieder überzeugen. Erstaunlich, wie viel Symbolik im Anzünden einer Zigarette stecken kann …

Mein Fazit

Solide inszenierte Romanverfilmung mit guten Darstellern und gelungenen Anfangs- und Schlussminuten, die mich im Mittelteil jedoch nicht zu überzeugen wusste.

Meine Wertung: 5/10