Catherine (Julianne Moore) vermutet, dass ihr Mann David (Liam Neeson) sie betrügt – und setzt die Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried) auf ihn an. Chloe soll David verführen und Catherine so Gewissheit verschaffen. Schon bald berichtet Chloe von ersten Erfolgen. Je mehr Details sie erfährt, umso faszinierter ist Catherine von der Affäre ihres Mannes. Und von Chloe …
Meine Meinung in aller Kürze
Wer sich “Chloe” aufgrund des Trailers anschauen möchte und einen Thriller erwartet, sollte seine Erwartungshaltung korrigieren. Auch wenn die Grundidee als Thriller durchaus funktionieren würde, handelt es sich bei “Chloe” um ein ruhig erzähltes Beziehungsdrama. Ein Drama, dessen zentrale Themen Liebe, Begierde, Eifersucht und Vertrauen lauten und das dank der tollen Leistung von Julianne Moore und vor allem Amanda Seyfried mehr als nur zu überzeugen weiß. Lediglich das deplatziert wirkende Finale, in dem der Film dann doch noch zum Thriller mutiert und die Geschichte sowie die Charakterentwicklung zu einem unbefriedigenden Ende führt, zerrt negativ an dem Gesamtbild.
Aus der auf Shutter Island liegenden Nervenheilanstalt ist eine Patientin entflohen. Da sich niemand erklären kann, wie und wohin die gewaltbereite Frau aus ihrer geschlossenen Zelle entkommen konnte, werden die Marshalls Teddy Daniels (Leonardo DiCaprio) und Chuck Aule (Mark Ruffalo) auf den Fall angesetzt. Auf Shutter Island angekommen, wird ihnen schnell klar, dass sowohl die leitenden Ärzte als auch die Angestellten nicht mit offenen Karten spielen …
Meine Meinung in aller Kürze
Vielleicht hatte ich einfach nur einen guten Tag, aber bereits nach 15 Minuten (ungelogen, ich habe extra auf die Uhr geschaut) war für mich klar, in welche Richtung sich “Shutter Island” bewegen würde. 15 Minuten rätseln, gefolgt von 123 Minuten, in denen ich darum bettelte, dass es nicht so kommen würde, wie ich vermutete. Doch all das Betteln half nichts: Es kam so. 123 Minuten Vorhersehbarkeit. Immerhin: 123 Minuten hübsch gefilmte und gut gespielte Vorhersehbarkeit, in denen vor allem Mark Ruffalo zu überzeugen weiß. Äußerst bedauerlich, dass Regisseur Martin Scorsese es nicht geschafft hat, dem an sich düsteren Stoff mehr Spannung und Dramatik zu verleihen. So bleibt “Shutter Island” lediglich ein durchschnittlicher Mystery-Thriller mit guten Darstellern, der den aufmerksamen Zuschauer kaum überraschen und wie mich sogar langweilen dürfte.