Wie das S-CERT (Computer-Notfallteam der Sparkassen-Finanzgruppe) meldet, finden derzeit vereinzelte Angriffe auf das chipTAN-Verfahren statt. Die Angriffe richten sich gegen Nutzer der Browser Internet Explorer und Mozilla Firefox.
Wie läuft der Angriff ab?
Der Banking-Trojaner wird auf eurem Rechner aktiv, sobald ihr euch im Online-Banking anmeldet. Während im Hintergrund eine betrügerische Überweisung erzeugt wird, erhaltet ihr auf dem Bildschirm die Aufforderung, euer Konto zu entsperren oder euren TAN-Generator neu zu synchronisieren. Folgt ihr den Anweisungen, erzeugt die angeforderte TAN und gebt diese im entsprechenden Feld ein, bestätigt ihr damit die betrügerische Überweisung.
Woran erkenne ich den Angriff?
Kurz und knapp: An den Texten, die auf dem Display eures TAN-Generators angezeigt werden. Dort werden euch, wie für eine Überweisung notwendig, zur Kontrolle die Empfänger-Kontonummer bzw. –IBAN und der Betrag der betrügerischen Überweisung angezeigt. Wie immer gilt es also, die Augen aufmerksam auf den TAN-Generator zu richten und sich nicht auf das zu verlassen, was euch auf dem Computerbildschirm angezeigt wird.
Was tue ich, wenn ich einen Angriff feststelle?
Ganz wichtig: Tief durchatmen und nicht in Panik geraten. Und natürlich keine TAN eingeben! Stattdessen solltet ihr euren Online-Banking-Zugang unverzüglich sperren lassen und die Kontoumsätze gemeinsam mit eurem Kundenberater kontrollieren.
Danach solltet ihr euren Rechner bereinigen. Aus beruflicher Erfahrung kann ich sagen, dass es hierzu grundsätzlich nicht reicht, einen Virenscan durchlaufen zu lassen! Stattdessen sollte die Festplatte formatiert und der MBR (Master Boot Record) überschrieben werden. Danach ist das System neu zu installieren (Datensicherung nicht vergessen!).
Und dann solltet ihr euch die Frage stellen, wie es überhaupt dazu kommen konnte, dass euer System mit einem Banking-Trojaner infiziert wurde …