Ich mag Gruselfilme. Durch “Poltergeist” zum Beispiel bin ich zum Horrorfan geworden. Und ja, ich unterscheide zwischen gepflegtem Grusel und blankem Horror. Auch wenn der Übergang oft (blutrot) fließend ist. Bei “Insidious” handelt es sich um einen klassischen Gruselfilm, der sich inhaltlich am ehesten mit dem von mir noch immer favorisierten “Poltergeist” vergleichen lässt. Ob der Film auch die Qualität von Steven Spielbergs Tobe Hoopers Klassiker erreicht, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Worum geht’s

Frisch im neuen Heim eingezogen, sieht sich die junge Familie Lambert (Patrick Wilson, Rose Byrne) mit merkwürdigen Phänomenen wie sich selbst öffnenden Türen und geisterhaften Schatten konfrontiert. Als Sohnemann Dalton (Ty Simpkins) nach einem Sturz in ein unerklärbares Koma fällt, gerät die Situation im Haus zunehmend außer Kontrolle …

Meine Meinung

Um die Vergleichsfrage gleich zu Beginn zu klären: Nein, an “Poltergeist” reicht “Insidious” nicht heran. Zumindest qualitativ. Inhaltlich hingegen kommt der Film dem großen Vorbild beängstigend nahe. Spätestens wenn die verzweifelte Familie Unterstützung durch eine übersinnlich begabte Dame und deren beiden Assistenten erhält, nimmt die Ähnlichkeit schon beinahe gespenstische Ausmaße an. Diese Ähnlichkeit ist es dann auch, durch die der Film an Reiz verliert. Von zwei drei Ausnahmen abgesehen, bietet “Insidious” nämlich leider nichts, was nicht schon früher in dem einen oder anderen Film verarbeitet worden wäre.

Dass mir “Insidious” dennoch überdurchschnittlich gut gefallen hat, liegt dann auch weniger an dem Inhalt als an der unheimlichen Atmosphäre und den gelungenen Schreckmomenten. Wieder einmal bestätigt sich, dass knarzendes Holz und plötzlich auftauchende Gestalten zu den effektivsten Methoden gehören, einen Gruselfilm mit untotem Leben zu füllen. Besonders die effektiv platzierten und perfekt auf Surround ausgelegten Toneffekte wissen bei “Insidious” zu begeistern und ließen mir mehrmals einen Schauer über den Rücken laufen. Respekt!

Mein Fazit

Inhaltlich überraschungsarmer Gruselfilm, der mit düsterer Atmosphäre und grandioser Klangkulisse punktet und glücklicherweise auf deplatzierten Humor sowie auf unnötige Gewalteskapaden verzichtet.

Meine Wertung: 7/10

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