Monatsarchiv für August 2011

 
 

Dell Venue Pro: Windows Phone mit vollwertiger QWERTZ-Tastatur für 199,- Euro

Wer gerade auf der Suche nach einem aktuellen und hochwertigen Smartphone ist, für solch ein Gerät jedoch keinen Kleinkredit aufnehmen möchte, wird derzeit bei Media Markt fündig: Für günstige 199,- Euro bekommt ihr dort das Windows Phone Dell Venue Pro. Die Ausstattung des Smartphones liegt mit einem 4,1”-AMOLED-Display, 16 GB Speicher und einer nach unten ausschiebbaren QWERTZ-Tastatur deutlich über dem aktuellen Windows-Phone-Durchschnitt.

Im Vergleich zu meinem HTC 7 Pro bestätigt sich dann auch, was ich zwar schon oft gelesen habe, aber nie so recht glauben konnte bzw. wollte: Das AMOLED-Display des Venue Pro schlägt das SLCD-Display des 7 Pro um Längen. Die Farbbrillanz ist beim Venue Pro einfach fantastisch und kein Vergleich zu den blassen Farben des HTC-Displays.

Auch gibt es von mir ein Lob für die nahezu perfekte QWERTZ-Tastatur, auf der das Tippen endlich wieder Spaß macht. Da kann selbst die durchaus gute Tastatur des 7 Pro nicht mithalten.

Mein Fazit: Zuschlagen, solange das Angebot gilt. Zumal das große Mango-Update für Windows Phone 7 bereits in den Startlöchern steht …

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Der Skandal, der ein Triumph des Rechtsstaates ist

Dem verurteilten Kindermörder Magnus Gäfgen wurde wegen unangemessener Verhörmethoden eine Entschädigung in Höhe von 3.000,- Euro zugesprochen. Und die Empörung ist gewaltig. Auch wenn ich die Reaktionen aus emotionaler Sicht nachvollziehen kann, frage ich: Was wäre die Alternative zu diesem Urteil gewesen? Folter zu legitimieren?

Aber, mögen einige jetzt anmerken, es wurde doch gar nicht gefoltert. Die Folter wurde lediglich angedroht. Ja, das mag sein. Doch würden wir Drohungen wie diese dulden, wo zögen wir die Grenze? Dürfte der Staat zum Beispiel einem Verdächtigen mit der Ermordung seiner Frau oder gar seiner Kinder drohen, um an benötigte Informationen zu gelangen?

Ganz ehrlich: Ich kann die Polizisten verstehen. Und wer weiß, vielleicht hätte ich in deren Situation ähnlich gehandelt. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Folter (ebenso wie die Androhung von Folter) rechtsstaatswidrig ist.

In Fällen wie diesem mag es uns schwer fallen, dies als Gewinn zu betrachten, aber in einem Rechtsstaat gibt es Grenzen, die aus gutem Grund nicht überschritten werden dürfen. Fielen diese Grenzen, würde dies das Ende unseres Rechtsstaates einläuten …

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HP TouchPad: webOS 3.0.2 ist da!

update_webos_302 Zwar nicht mehr im Juli, aber immerhin nahe dran: Mit minimaler Verspätung hat HP gestern Nacht das Update auf webOS 3.0.2 für das TouchPad freigegeben. Das Systemupdate “bietet Verbesserungen in den folgenden Bereichen: Kalender, E-Mail, Musik, Fotos & Videos, Text Assist, Internetbrowser, webOS-System und Sicherheit”.

Offensichtliche Änderungen sind mir bislang nicht ins Auge gesprungen. Zu meiner Verteidigung sei gesagt, dass ich das Update um 4 Uhr morgens installiert habe und mich dabei mehr oder weniger im Halbschlaf befand (ein Wunder, dass ich an die Screenshots gedacht habe). Vielleicht fällt mir in den kommenden Tagen ja die eine oder andere Änderung auf …

Eine Liste aller Änderungen findet ihr im webOS Blog.

P.S.: Ach ja, die Facebook-App wurde übrigens auch mit einer Aktualisierung beglückt …

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Von allen guten Geistern verlassen: “Insidious”

Ich mag Gruselfilme. Durch “Poltergeist” zum Beispiel bin ich zum Horrorfan geworden. Und ja, ich unterscheide zwischen gepflegtem Grusel und blankem Horror. Auch wenn der Übergang oft (blutrot) fließend ist. Bei “Insidious” handelt es sich um einen klassischen Gruselfilm, der sich inhaltlich am ehesten mit dem von mir noch immer favorisierten “Poltergeist” vergleichen lässt. Ob der Film auch die Qualität von Steven Spielbergs Tobe Hoopers Klassiker erreicht, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Worum geht’s

Frisch im neuen Heim eingezogen, sieht sich die junge Familie Lambert (Patrick Wilson, Rose Byrne) mit merkwürdigen Phänomenen wie sich selbst öffnenden Türen und geisterhaften Schatten konfrontiert. Als Sohnemann Dalton (Ty Simpkins) nach einem Sturz in ein unerklärbares Koma fällt, gerät die Situation im Haus zunehmend außer Kontrolle …

Meine Meinung

Um die Vergleichsfrage gleich zu Beginn zu klären: Nein, an “Poltergeist” reicht “Insidious” nicht heran. Zumindest qualitativ. Inhaltlich hingegen kommt der Film dem großen Vorbild beängstigend nahe. Spätestens wenn die verzweifelte Familie Unterstützung durch eine übersinnlich begabte Dame und deren beiden Assistenten erhält, nimmt die Ähnlichkeit schon beinahe gespenstische Ausmaße an. Diese Ähnlichkeit ist es dann auch, durch die der Film an Reiz verliert. Von zwei drei Ausnahmen abgesehen, bietet “Insidious” nämlich leider nichts, was nicht schon früher in dem einen oder anderen Film verarbeitet worden wäre.

Dass mir “Insidious” dennoch überdurchschnittlich gut gefallen hat, liegt dann auch weniger an dem Inhalt als an der unheimlichen Atmosphäre und den gelungenen Schreckmomenten. Wieder einmal bestätigt sich, dass knarzendes Holz und plötzlich auftauchende Gestalten zu den effektivsten Methoden gehören, einen Gruselfilm mit untotem Leben zu füllen. Besonders die effektiv platzierten und perfekt auf Surround ausgelegten Toneffekte wissen bei “Insidious” zu begeistern und ließen mir mehrmals einen Schauer über den Rücken laufen. Respekt!

Mein Fazit

Inhaltlich überraschungsarmer Gruselfilm, der mit düsterer Atmosphäre und grandioser Klangkulisse punktet und glücklicherweise auf deplatzierten Humor sowie auf unnötige Gewalteskapaden verzichtet.

Meine Wertung: 7/10

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