Monatsarchiv für Oktober 2011

 
 

Piranha 3DD – der Unsinn naht mit großen Zähnen. Und Brüsten.

Bereits “Piranha 3D” war hanebüchener, aber schwer unterhaltsamer Blödsinn. Und beim zweiten Teil scheinen die Macher noch eine Schippe Absurdität draufzulegen. Was mich als Fan hanebüchener, aber schwer unterhaltsamer Absurditäten natürlich freut. Piranhas, große Brüste, David Hasselhoff und Ving Rhames mit Gewehren als Beinprothesen – mehr kann man von solch einer Fortsetzung wirklich nicht erwarten!

Im Kino gesehen: Contagion

Für gleich zwei Filme hat es mich letzten Freitag ins CinemaxX getrieben. Und wie es der Zufall will, habe ich derzeit sogar die Zeit, beiden Filmen eine Review zu widmen. Die gestrige Review zum 2011er “Fright Night” war der erste Streich. Und der zweite folgt sogleich …

Worum geht’s

Geschäftsfrau Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) kehrt mit einer erkältungsähnlichen Erkrankung von einer Dienstreise zurück. Während Beths Ehemann Mitch (Matt Damon) verschont bleibt, steckt sich ihr Sohn an. Wenige Tage später sind Mutter und Sohn tot. Rasend schnell greift die Krankheit auf verschiedenen Teilen der Welt um sich. Während der Blogger und selbsternannte Enthüllungsjournalist Alan Krumwiede (Jude Law) vermeintliche Fakten sammelt, arbeitet die CDC unter der Leitung von Dr. Ellis Cheever (Laurence Fishburne) daran, die Quelle der Krankheit und ein Heilmittel zu finden …

Meine Meinung

Matt Damon, Gwyneth Paltrow, Laurence Fishburne, Jude Law, Kate Winslet – nein, an prominenten Darstellern mangelt es Regisseur Steven Soderbergh wahrlich nicht. Und wenn es eines gibt, was man über “Contagion” sagen kann, dann, dass der Film bis in die kleinste Nebenrolle außerordentlich gut besetzt ist und die Darsteller ihre Figuren authentisch mit Leben füllen.

Authentisch sind auch die Geschichte und die Inszenierung des Films. Jedenfalls so weit man dies als Außenstehender beurteilen kann. Ruhig und ohne sich der Effekthascherei hinzugeben, vereint Soderbergh diverse Handlungsstränge und Schicksale zu einem großen Ganzen. Und genau in dieser Inszenierung liegt der Knackpunkt des Films, der über Gefallen und Nichtgefallen entscheidet. “Contagion” wirkt aufgrund seiner ruhigen und distanzierten Art zuweilen eher wie eine Dokumentation im Spielfilmgewand. Für einen Thriller fehlt der Geschichte die nötige Spannung, für ein Drama gehen einem die Figuren nicht nahe genug. Was freilich nicht bedeutet, dass der Film langweilig ist. Die Geschichte und die Figuren bleiben durchaus stets interessant. Sie haben es jedoch nicht geschafft, mich richtig zu packen und mitfiebern zu lassen.

Mein Fazit

Gut gespielter, äußerst ruhig inszenierter Seuchenfilm, dessen Genre sich nicht eindeutig bestimmen lässt. Wer einen zweiten “Outbreak” erwartet, könnte eventuell enttäuscht werden.

Meine Wertung: 6/10

Im Kino gesehen: Fright Night (2011)

Die Geschichte moderner Remakes ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Oft haftet ihnen der Ruf an, pure Geldschneiderei, eine Misshandlung des Originals oder im günstigsten Fall einfach nur unnötig zu sein. Dass es sich zum Beispiel auch bei 80er-Jahre-Klassikern wie David Cronenbergs “Die Fliege” oder John Carpenters “Das Ding aus einer anderen Welt” lediglich um Remakes handelt, wird dabei gerne vergessen oder unter den Tisch gekehrt. Wie so oft gilt: Es gibt gute und schlechte Filme, fähige und unfähige Regisseure – und Geschichten, die durch mehrfache Erzählung gewinnen und verlieren. Ob die 2011er-Version von “Fright Night” zu den Gewinnern oder zu den Verlierern gehört, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest …

Worum geht’s

Charmant und gutaussehend, so präsentiert sich der neue Nachbar Jerry (Colin Farrell) dem jungen Charley Brewster (Anton Yelchin) und dessen Mutter Jane (Toni Collette). Nur Charleys Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse) ahnt, dass Jerrys Freundlichkeit lediglich Fassade ist. Als Ed eines Morgens nicht in der Schule erscheint, beginnt Charley zu recherchieren und muss erkennen, dass es sich bei Jerry um einen Vampir handelt. Und dass Jerry Mitwisser nicht toleriert …

Meine Meinung

Das Original “Fright Night – Die rabenschwarze Nacht” aus dem Jahr 1985 ist einer jener Filme, die ich als Jugendlicher geliebt habe, die mir auch heute noch unglaublich Spaß machen, die aber dennoch inzwischen ein wenig angestaubt wirken. Die 2011er-Version wirkt da natürlich um einiges frischer und unheimlicher. Und bringt neben der modernen Inszenierung zum Glück auch inhaltlich genug eigene Ideen mit ein, um dem Original erfolgreich die Stirn zu bieten. Dass Tom Holland, Regisseur des Originals, sich am Drehbuch des Remakes beteiligt hat, dürfte als großer Gewinn zu werten sein.

Auch auf Seiten der Darsteller gibt es keinen Grund zur Klage. Colin Farrell erreicht zwar niemals die erotische Ausstrahlung eines Chris Sarandon (der in einem gelungenen Gastauftritt zu sehen ist), punktet dafür aber mit einer gesunden Portion Coolness und kommt zudem um einiges finsterer daher als der 85er-Jerry. Während Anton Yelchin den jugendlichen Helden wider Willen gewohnt sympathisch spielt, überzeugt David Tennant als Vampirjäger Peter Vincent mit versoffen-coolen Sprüchen. Lediglich Christopher Mintz-Plasse übertreibt es bei seiner Darstellung ein wenig, bleibt aber vom Nervfaktor weiter hinter Stephen Geoffreys’ 85er-Ed zurück.

Wo viel Licht, da auch viel Schatten. Und dieses Sprichwort ist hier wörtlich zu nehmen. Der Film ist stellenweise so dunkel, dass sich nur erahnen lässt, was gerade auf der Leinwand geschieht. Meiner Vermutung nach ist dies der 3D-Technik geschuldet, die hier mal wieder völlig verschenkt wird und auf die gut hätte verzichtet werden können. Einen Vorteil hat die Finsternis jedoch: Die teils unterirdischen CGI-Effekte kommen dadurch weniger negativ zur Geltung. Besonders Jerrys Vampirgestalt regt mehr zum Kopfschütteln als zum Gruseln an, was den Spaß insgesamt aber zum Glück nur geringfügig trübt.

Mein Fazit

Gelungenes Remake mit guten Darstellern und witzig-düsterer Atmosphäre, aber teils arg künstlichen Effekten und unnötigem 3D-Ballast. Steht insgesamt auf einer Stufe mit dem Original.

Meine Wertung: 7/10

Online-Banking-Trojaner SpyEye ändert Mobilfunknummer im smsTAN-Verfahren

Wie heise security heute berichtet, ist eine neue Variante des Online-Banking-Trojaners SpyEye entdeckt worden. Diese ist in der Lage, die beim Kreditinstitut hinterlegte Mobilfunknummer von smsTAN-Nutzern zu ändern. Der Angreifer ist danach in der Lage, sich die TANs an die eigene Nummer senden zu lassen.

Wie funktioniert der Angriff?

Im ersten Schritt wird der Rechner des Online-Banking-Teilnehmers auf üblichem Weg mit dem SpyEye-Trojaner infiziert. Ruft der Teilnehmer danach die Online-Banking-Seite seines Kreditinstitutes auf, wird er aufgefordert, sich für neue Schutzfunktionen zu registrieren. Hierzu soll der Teilnehmer von seinem Institut eine neue SIM-Karte erhalten, dessen dazugehörige Mobilfunknummer nun freigeschaltet werden müsse. Der Online-Banking-Nutzer erhält daraufhin eine SMS mit einer TAN, um die Registrierung der neuen Mobilfunknummer zu bestätigen.

Wie kann ich mich schützen?

Neben den allgemeinen Regeln zum Schutz vor Schadsoftware (Sicherheitsupdates, Firewall, Virenscanner, …) hilft beim smsTAN-Verfahren vor allem ein gesundes Misstrauen.

Egal was auf eurem Computerbildschirm steht, maßgeblich ist immer der Inhalt der SMS. Wenn ihr aufgefordert werdet, eine Mobilfunknummer zu bestätigen, die euch nicht gehört, sollten bei euch sämtliche Alarmglocken klingeln. Und zwar so laut, dass ihr dieser Aufforderung nicht nachkommt (dasselbe gilt übrigens auch für angebliche Testüberweisungen, die ihr zur Verifikation mit einer per SMS zugeschickten TAN bestätigen sollt).

Was soll ich tun, wenn mir solch eine Meldung angezeigt wird?

Wie immer gilt: Nicht in Panik geraten! Ein wenig ärgern dürft ihr euch allerdings schon, da aktuellen Trojanern mit Bordmitteln nicht mehr beizukommen ist und ihr um eine Neuinstallation eures Systems nicht herumkommen werdet. Hierzu muss die Festplatte formatiert und, ganz wichtig, der MBR (Master Boot Record) eurer Festplatte überschrieben werden. Danach könnt ihr das Betriebssystem mitsamt aller Anwendungen neu installieren.

Selbstverständlich solltet ihr auch euer Kreditinstitut informieren und euren Online-Banking-Zugang unverzüglich sperren lassen.

Frage an die Filmliebhaber: In welcher Reihenfolge schaut ihr Filme einer Filmreihe?

Ich stehe derzeit vor der folgenden, mich seit Tagen beschäftigenden und äußerst komplexen Frage: In welcher Reihenfolge schaut man die Filme einer Filmreihe?

Ich z.B. möchte die “Fast & Furious”-Reihe schauen. Und während jeder normal denkende Mensch einfach die Box öffnet und einen Film nach dem anderen schaut, verzweifle ich an der folgenden Entscheidung: Schaue ich die Filme in der Reihenfolge ihrer Kinoveröffentlichung oder in der, bezogen auf die Geschichte, chronologisch korrekten Reihenfolge? Kurz gesagt: Schaue ich “Tokyo Drift” an dritter Stelle oder zuletzt?

Da ich mir nicht vorstellen kann, der einzige Filmliebhaber auf diesem Planeten zu sein, der sonst keine Probleme hat, und dem deswegen die Zeit gegeben ist, über so etwas nachzudenken: Wie handhabt ihr das? In welcher Reihenfolge schaut ihr Filmreihen wie “Fast & Furious”? Oder “Underworld”? Oder “Cube”? Oder gar “Star Wars”? Und warum gerade in dieser Reihenfolge?

Ich bin gespannt …