Ursprünglich wollte ich diese kurze Review bereits am Montag geschrieben haben, doch irgendwie wollte mich die Muse an diesem Tag nicht küssen. Aus Montag wurde Dienstag. Aus Dienstag Mittwoch. Aus Mittwoch Donnerstag. Und ehe ich so richtig begriff, was hier gerade passiert, war auch schon der Freitag angebrochen. Doch wie heißt es so schön: Was lange währt, wird endlich gut fertig.

Worum geht’s

Der Gangsterboss Tama hat das oberste Stockwerk eines unübersichtlichen Appartementblocks für sich beansprucht und herrscht von dort mit skrupelloser Gewalt. Um das brutale Treiben ein für alle Mal zu beenden und Tama sowie seine Gang zu verhaften, wird ein Sondereinsatzkommando zu dem Gebäude geschickt. Der Plan sieht vor, sich still Stockwerk für Stockwerk nach oben durchzuschlagen. Im sechsten Stock wird die Eliteeinheit jedoch von Tamas Männern entdeckt und in einem blutigen Kampf gnadenlos dezimiert. Lediglich fünf Polizisten überleben und stehen nun einer gewaltigen Übermacht gegenüber. Unter ihnen befindet sich auch der junge Rama (Iko Uwais), dessen Überlebenswille lediglich von seinen Kampffähigkeiten übertroffen wird. Und der für diesen Einsatz ganz persönliche Gründe hat …

Meine Meinung

Yeah, genau so einen Film habe ich mal wieder gebraucht! „The Raid“ ist exakt auf ein spezielles Publikum ausgerichtet, befriedigt dessen Bedürfnisse nahezu perfekt und versucht gar nicht erst, sich bei dem restlichen Publikum anzubiedern. Charakterzeichnung? Fehlanzeige. Story? Nicht der Rede wert. Action? Praktisch ununterbrochen! „The Raid“ bietet sowohl blutige Schießereien als auch, sobald die Munition erst mal aufgebraucht ist, beeindruckende Kämpfe, die mit Messern und Fäusten ausgetragen werden. Diese Kämpfe sind hart, schnell, kompromisslos – und dürften dem einen oder anderen in ihrer Gewaltdarstellung wohl schon einen Schritt zu weit gehen. Wer sich jedoch auf den hohen Härtegrad einlässt, wird mit Martial Arts belohnt, wie es sie schon lange nicht mehr zu sehen gab. Besonders der finale Kampf zwischen Rama, Andi und Mad Dog ist schlicht fantastisch und ein Fest für Fans.

Und ja, bei solch einer gelungenen Action verzeihe ich es auch gerne, dass die Story auf einen Bierdeckel passt, die unnötige Familiengeschichte arg deplatziert wirkt und die Darsteller außerhalb der Actionszenen nicht so recht überzeugen können (freundlich ausgedrückt).

Die Blu-ray

Das Bild ist recht dunkel, wirkt leicht unscharf und stellenweise arg verrauscht. Allerdings entspricht es damit exakt dem Bild, das ich aus dem Kino in Erinnerung hatte. Dies sehe ich also als Stilmittel an. Kritisieren muss ich allerdings die unregelmäßig auftretenden Kompressionsartefakte, welche einer aktuellen Blu-ray-Veröffentlichung definitiv nicht würdig sind.

Am Ton hingegen lässt sich nicht viel bemängeln. Die (wenigen) Dialoge sind gut zu verstehen, der Raumklang kommt gut zur Geltung und die kräftigen Bässe unterstützen die Actionszenen mit ordentlichem Druck. So soll es sein!

Mein Fazit

„The Raid“ ist ein multipler Martial-Arts-Orgasmus mit zahlreichen Höhepunkten. Zumindest aus Action-Sicht betrachtet. Dass der Film bei der Story und den Figuren schwächelt, lässt sich nicht leugnen. Doch tut dies dem Spaß keinen echten Abbruch und sorgt lediglich für leichte Abzüge in der B-Note.

Meine Wertung: 8/10

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