Der Terminator ist zurück. Und mit ihm eine alternative Zeitlinie, die zwar viele Anspielungen auf die ersten beiden Teile der Reihe ermöglicht, gleichzeitig aber keinen rechten Sinn ergeben mag und zahlreiche offene Fragen zurücklässt, über die vermutlich besser nicht nachgedacht werden sollte. Und auch wenn es durchaus kurzweilig und unterhaltsam ist, Arnold Schwarzenegger, Emilia Clarke und Jai Courtney als Terminator, Sarah Connor und Kyle Reese durch bekannte Szenen mit unbekanntem Ausgang wandeln zu sehen, spannend oder gar packend ist das Geschehen zu keiner Zeit. Die relevanten Twists wurden bereits allesamt in den Trailern ver(b)raten, die übertriebene und teilweise künstlich wirkende Action lässt „Terminator: Genisys“ zeitweise wie ein Videospiel wirken und der immer wieder eingestreute Humor sowie der menschelnde Terminator sorgen zwar durchaus für einige Lacher, wirken gleichzeitig aber auch arg deplatziert. Von der ursprünglich düsteren und ausweglosen Atmosphäre ist nichts, aber wirklich gar nichts mehr übrig.

Spätestens nach diesem Film sollten auch die letzten Nörgler anerkennen, dass Jonathan Mostow mit „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ einen würdigen und den vermutlich letzten „echten“ Terminator-Film abgeliefert hat. Ja, auch hier gibt es unpassenden Humor (übrigens ebenso in „Terminator 2“), aber der Grundtenor stimmt und die größtenteils handgemachte Action war und ist auch heute noch beeindruckend. Mit „Terminator: Genisys“ hingegen ist die Reihe nun endgültig in Hollywoods glattgebügelter, jugendfreier Bombast-Action-Ecke angekommen. Zu schade, dass ihr Vater auf Pandora gestrandet und nicht bereit ist, sie aus dieser Ecke abzuholen und wieder dahin zu führen, wo sie hingehört.

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