Archiv der Kategorie ‘Blu-ray Disc‘

 
 

Nachgefasst: "John Rambo" auf Blu-ray Disc

Nachdem ich Stallones Kinoversion seines Action-Feuerwerks für Otto-Normalgucker eine 6/10 und für Fans eine 8/10 bescheinigt hatte und mich seitdem auf die ungeschnittene Heimkinoversion freute, trudelte diese gestern endlich in Form eines schicken Steelbooks bei mir ein.

Der Film

Auch wenn der Film der gleiche wie im Kino ist, ungeschnitten ist er definitiv nicht derselbe. Selbstverständlich gelten immer noch dieselben Kritikpunkte aus meiner Review vom 23.02.2008 (dürftige Handlung, blasse Charaktere), doch weist vorallem die finale Schlacht ungeschnitten eine wesentlich packendere Dynamik auf, als es noch in der Kinoversion der Fall war. Deswegen werte ich den Film um jeweils einen Punkt auf.

Meine Wertung: 7/10
Meine Wertung für Fans: 9/10

Das Bild

Gut, aber nicht erstklassig, das trifft es ziemlich genau. Ich bin auf diesem Gebiet ja bekanntlich kein Profi, aber wenn ich raten müsste, würde ich vermuten, dass versucht wurde, das Filmkorn zu minimieren. Das Resultat ist fehlende Schärfe. Allerdings klingt das jetzt schlimmer, als es tatsächlich ist, denn das Bild ist wie gesagt immer noch gut und einer modernen Blu-ray Disc durchaus würdig.
In einigen Szenen tritt übrigens ein leichtes Ruckeln auf, welches man besonders bei ca. 43:30 erkennen kann. Dabei handelt es sich mitnichten um einen Fehler, sondern um ein gewolltes Stilmittel, welches auch im Kino zu sehen war.

Meine Wertung: 7/10

Der Ton

Nur ein Wort: Hammer! Dem Ton ist es zu verdanken, dass ich mir den Film gestern im Laufe des Tages dreimal angeschaut habe (keine Kommentare bitte). So brachial wie John Rambos Auftritt in Birma kam noch kein Film in meinem Heimkino daher, wobei vorallem das Finale perfekt als Demonstration für die Surround-Boxen und den Subwoofer geeignet ist. Gleichzeitig sind die (wenigen) Dia- und Monologe perfekt abgemischt und jederzeit gut zu verstehen. Klasse!

Meine Wertung: 10/10

Mein Fazit

Die perfekte Scheibe, um es sich lebenslang mit den Nachbarn zu verscherzen. Wer sich auch nur ansatzweise für Actionfilme interessiert und einen Blu-ray-Disc-Player sowie eine Surround-Anlage besitzt, kommt um die Anschaffung nicht herum.

“Iron Man” erscheint am 01.10.2008 ungekürzt auf Blu-ray Disc und DVD

Gute Neuigkeiten: Lief der überaus sehenswerte “Iron Man” im Kino leider nur in einer um ca. 4 Minuten gekürzten Fassung, wird er zumindest im Heimkino ungeschnitten zu bewundern sein.

Aber Vorsicht: Neben der ungekürzten und ab 16 Jahren freigegebenen US-Fassung wird (zumindest auf DVD) auch die geschnittene deutsche Kinofassung erscheinen. Also Finger weg, sobald ihr eine 12er-Freigabe auf dem Cover entdeckt!

Daheim gesehen: The Contract

Ich mag John Cusack. Und ich mag Morgan Freeman. Und Survival-Thriller mag ich erst recht. Also müsste ich einen Survival-Thriller mit John Cusack und Morgan Freeman in den Hauptrollen doch eigentlich lieben, richtig? Falsch …

Worum geht’s

Profikiller Frank Carden (Morgan Freeman) wird in einen Autounfall verwickelt und landet im Krankenhaus. Zu seinem Unglück wird die örtliche Polizei ihrem schlechten Ruf nicht gerecht, findet seine wahre Identität heraus und beschließt, ihn dem FBI zu übergeben. Doch Franks Kollegen starten einen Befreiungsversuch, in dessen Verlauf Frank mitsamt des Wagens in einen Fluss stürzt. Aufgesammelt wird er von Ray (John Cusack) und dessen Sohn Chris (Jamie Anderson), die in den Wäldern gerade zum Camping aufbrechen wollten. Obwohl Frank ihn vor ihren Verfolgern warnt, beschließt Ray, den Profikiller nicht laufen zu lassen, sondern ihn den Behörden zu übergeben …

Meine Meinung

Schade. Wirklich sehr sehr schade. Der Film hätte wirklich Potential gehabt. Er hätte uns ein spannendes Psychoduell zwischen Freeman und Cusack bieten können. Und eine spannende Katz-und-Maus-Jagd durch die Wälder. Und eine spannende Verschwörungsgeschichte rund um Franks Auftrag samt des dazugehörigen Auftraggebers. Doch “The Contract” liefert nicht einmal eines davon. Sicher, alles wird irgendwie angedeutet, aber nichts wird konsequent bis zum Ende geführt. Die Dialoge zwischen Frank und Ray liegen irgendwo zwischen “ganz nett” und “absolut belanglos”, was besonders bei zwei großartigen Schauspielern wie Freeman und Cusack auf ganzer Linie enttäuscht. Die Actionszenen im Wald wurden zwar solide inszeniert (von dem Hubschrauberabsturz abgesehen, der wirkte auf mich eher lächerlich), sind aber keineswegs packend und zudem zu rar gesät, um den Actionfan bei der Stange zu halten. Bleibt noch Franks Auftrag und die dazugehörige Verschwörung, von der der Zuschauer leider nur erfährt, dass es sie gibt, nicht aber, wieso es sie gibt, was sich hinter ihr verbirgt und wer noch alles an ihr beteiligt ist.

Aber vielleicht ist das auch alles so gewollt, um dem Film einen realistischen Touch zu verleihen: Über Verschwörungen wird man niemals alles erfahren, ein Lehrer wird auch in Ausnahmesituationen niemals zum Ersatz-Rambo mutieren und zu oscarverdächtigen Dialogen wird es in solch einer Situation im wahren Leben vermutlich auch nie kommen. Zu schade, dass die Realität und der Unterhaltungsfaktor oft so weit voneinander entfernt liegen.

Bevor ich hier falsch verstanden werde: “The Contract” ist beileibe kein schlechter Film geworden. Freeman und Cusack spielen ebenso solide wie die Nebendarsteller und als Gesamtwerk betrachtet bleibt der Film interessant genug, dass man nicht nach der Fernbedienung schielt, um dem Treiben vorzeitig ein Ende zu bereiten. Allerdings ist er gemessen an dem, was alles möglich gewesen wäre, eine herbe Enttäuschung.

Mein Fazit

Mittelmäßiger Survival-Thriller, der zu viel Potential verschenkt und sich nahtlos in die Reihe der “Kann-man-mal-gucken-muss-man-aber-nicht-Filme” einreiht. Fans dürfen durchaus einen Blick riskieren, sollten aber nicht zu viel erwarten.

"John Rambo" erscheint ungekürzt auf DVD und Blu-ray Disc

YIPEAH, JUHU und überhaupt: Wie Schnittberichte.com berichtet, hat die ungeschnittene R-Rated-Fassung von "John Rambo" die begehrte SPIO/JK-Plakette erhalten. Einer ungekürzten Auswertung auf DVD und Blu-ray Disc steht somit nichts mehr im Wege!

Das Leben kann so schön sein. Und manchmal ist es das sogar!

1. Quartal 2008 – Ein Rückblick

Zugegeben, ich war die letzten Monate schreibfaul. Vielleicht sogar zu schreibfaul. Aber was soll’s, ich will mich nicht rechtfertigen, so ist es halt manchmal im Leben. Trotz meiner Faulheit habe ich natürlich den einen oder anderen Film geschaut und dachte mir, bevor das nächste Quartal beginnt, könnte ich wenigstens kurz … sehr kurz … 20-Grad-minus-kurz über diese Filme berichten. Noch folgende Reviews zu diesen Filmen sind deswegen nicht automatisch ausgeschlossen …

Im Kino gesehen:

Der Nebel

Gelungene Stephen-King-Verfilmung mit etwas künstlich wirkenden Effekten, aber einer gelungene Atmosphäre und dem bösesten Ende seit “Arlington Road”.

Cloverfield

“Blair Witch Project” trifft “Godzilla”. Interessanter Mix, dem trotz guter Effekte und motivierter Darsteller irgendwie der letzte Schliff fehlt.

I Am Legend

Will Smith im Kampf gegen die Belanglosigkeit und die künstlichsten CGI-Monster seit “Die Mumie kehrt zurück”. Kann man sehen, muss man aber nicht. Erst recht nicht im Kino.

Das Vermächtnis des geheimen Buches

Unterhaltsame Fortsetzung, die allerdings nicht ganz die Qualität des Vorgängers erreicht. Heimliche Stars des Films bleiben Justin Bartha und Nicolas Cages Perücke.

Saw IV

Belanglose Fortsetzung, bei der nur die ersten 10 und die letzten 15 Minuten wirklich zu gefallen wissen. Dennoch rechne ich den Machern hoch an, dass sie die Geschichte weiter ausbauen, statt sie einfach nur zu kopieren.

27 Dresses

Belanglose (erschreckend, wie oft dieses Wort hier heute fällt) Komödie mit einer bezaubernden Katherine Heigl und einer nicht minder süßen Malin Akerman. Erneut ein Film, den man definitiv nicht im Kino gesehen haben muss.

Sweeney Todd

Bitterböses Musical mit einer genialen Besetzung und einer grandiosen Ausstattung. Nur schade, dass mich die Musik, von zwei Liedern abgesehen, nicht fesseln konnte …

Meine Frau, die Spartaner und ich

Besser als “Date Movie” und “Epic Movie”, aber meilenweit von Klassikern wie “Hot Shots” entfernt. Vielleicht muss man wirklich Amerikaner sein, um diesem speziellen Humor etwas abgewinnen zu können.

10.000 B.C.

Belanglose (da, schon wieder dieses Wort) Mischung aus Abenteuer, Action und Fantasy, die bei mir einfach nicht funktioniert hat. Zudem wirken die coolen Sprüche des Helden deplaziert.

Die Welle

Sehenswertes (endlich!) Drama mit einem tollen Jürgen Vogel. Besonders erschreckend ist für mich, dass ich mich nicht davon los sprechen könnte, ebenfalls einer solchen Gruppendynamik zu verfallen.

No Country For Old Men

Grandiose Mischung aus Thriller und Drama mit trockenem Humor und einer angemessenen Portion Kaltschnäuzigkeit. Für das Massenpublikum vermutlich zu ruhig und unkonventionell.

Zu Hause gesehen:

Pumpkinhead – Asche zu Asche

Gut gemeinte, aber leider schlecht umgesetzte Fortsetzung des Kult-Horrorstreifens aus den Achtzigern. Auf die miesen CGI-Effekte hätte durchaus verzichtet werden dürfen.

Jungfrau (40), männlich, sucht

Liebenswerte Komödie, die mit sympathischen Darstellern und schlüpfrigen Witzen, aber auch mit leisen und nachdenklich stimmenden Tönen punkten kann.

Pans Labyrinth

Faszinierendes wie verstörendes Märchen, bei dem der Horror wie so oft vom Menschen ausgeht. Tolle Darsteller, tolle Ausstattung, tolle Geschichte, toller Film!

Verführung einer Fremden

Ja, Halle Berry ist verdammt attraktiv. Und ja, Bruce Willis ist verdammt cool. Aber nein, der Film trotzdem nicht sehenswert, sondern spannungslos und uninteressant.

Déjàvu – Wettlauf gegen die Zeit

Interessanter Zeitreisefilm, bei dem man nicht nach Logik suchen sollte. Mit einem konsequenteren Ende hätte daraus durchaus etwas Großes werden können. Ist es aber nicht.

World Trade Center

Der beste Beweis dafür, dass ein brisantes Thema, gute Darsteller und ein fähiger Regisseur noch lange keinen guten Film ergeben müssen. Okay, schlecht ist er auch nicht, aber irgendwie … belanglos.

Wyatt Earp

Endlich gesehen und für akzeptabel befunden. Allerdings hätte der Film auch gut 30 Minuten kürzer und der finale Showdown ein wenig länger ausfallen dürfen. Für Western-Freunde dennoch einen Blick wert.

Dörte’s Dancing

Meine Güte, da musste ich ja sogar bei “Meine Frau, die Spartaner und ich” häufiger lachen. Selten dämlicher Versuch einer Parodie, der beweist, dass mein und der typisch deutsche Humor nicht miteinander kompatibel sind.

So, das dürften alle Filme gewesen sein, die ich in diesem Jahr zum ersten Mal gesehen habe. Auf geht’s ins nächste Quartal …


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