Kurz abgehakt: Headshot (2016)

Verwirrt und ohne Erinnerungen an seine Vergangenheit erwacht ein junger Mann (Iko Uwais) in einem Krankenhaus. Von der Ärztin Ailin (Chelsea Islan) erfährt er, dass er am Strand mit einer Schussverletzung am Kopf gefunden wurde. Als Auftragskiller im Krankenhaus auftauchen, sich nach einem Unbekannten mit einer Kopfverletzung erkundigen und kurz darauf die Jagd auf ihn eröffnen, stellt das vermeintliche Opfer fest, dass es mit körperlichen Auseinandersetzungen überraschend gut umzugehen weiß …

Ihr mögt handgemachte Action, die bereits beim Zusehen so richtig schmerzt? Ihr seid Martial Arts gegenüber grundsätzlich nicht abgeneigt? Story und Figuren sind für euch im Ausnahmefall auch mal nur bedingt von Bedeutung? Oder anders gefragt: Ihr mochtet den Actionknaller „The Raid“ und dessen grandiose Fortsetzung? Dann gebt auf jeden Fall auch „Headshot“ eine Chance!

Zugegeben, mit den beiden übergroßen Vorbildern kann der Film definitiv nicht mithalten. So ist die Geschichte zwar durchaus brauchbar, bietet aber auch keinerlei Überraschungen und dient insbesondere in der zweiten Hälfte lediglich dazu, die seeehr langen Kämpfe einigermaßen sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Diese fallen erfreulich bodenständig und enorm brutal aus (eine Indizierung dürfte nur eine Frage der Zeit sein), liegen inszenatorisch aber mindestens zwei Stufen unter den perfekt choreografierten Actionszenen, die Regisseur Gareth Evans in den „The Raid“-Filmen auf die Leinwand gezaubert hat.

Spaß bereitet die Chose aber allemal – sofern ich bei brechenden Knochen und unzähligen Opfern überhaupt von „Spaß“ reden darf. Was ich eigentlich sagen möchte: Als Fan harter Actionfilme macht ihr mit „Headshot“ definitiv nichts verkehrt, auch wenn ich das auf dem Cover prangende „Der beste Actionfilm des Jahres“ so nicht unterschreiben möchte.

Meine Wertung: 6/10

Kurz abgehakt: Underworld: Blood Wars (2016)

Seit sie sich aus Liebe gegen ihre eigene Art gewandt und zwei der Ältesten getötet hat, lebt Selene (Kate Beckinsale) ein Leben als Ausgestoßene. Als sich die Lykaner unter der Führung des charismatischen Marius (Tobias Menzies) neu formieren, benötigt der Rat des Östlichen Ordens jedoch Selenes Hilfe, um die jungen, unerfahren Vampire auf die bevorstehende Schlacht vorzubereiten. Selene willigt ein, nicht ahnend, dass Ratsmitglied Semira (Lara Pulver) eigene Interessen verfolgt …

Nachdem sich der unmittelbare Vorgänger „Underworld Awakening“ thematisch ein wenig von den bisherigen Filmen entfernte, heißt es nun wieder zurück zum Ursprung der Serie. Die Menschen spielen keine Rolle mehr, von der Endzeitatmosphäre ist nichts mehr zu spüren und die beinahe ausgerotteten Vampire und Lykaner erfreuen sich (nicht nur zahlenmäßig) bester Gesundheit. Dafür gibt es wieder mehr Liebschaften, Intrigen und Verrat – was zwar durchaus interessant ist, die Geschichte aber auch etwas inkonsequent fortsetzt. Immerhin tauchen so gut wie alle noch lebenden Figuren (und sei es nur in Erwähnungen) wieder auf, so dass zumindest diesbezüglich Kontinuität bewiesen wird.

Auch wenn ich es schade finde, dass „Underworld: Blood Wars“ sich vom eingeschlagenen Kurs des Vorgängers wieder entfernt, hatte ich durchaus meinen Spaß mit dem Film. Die Figuren bekommen wieder etwas mehr Tiefe, die Geschichte schlägt einige nette Haken (und wandelt mit der Einführung eines mystischen Volkes ziemlich stark auf Fantasy-Pfaden) und auch die Action wurde erneut stimmig inszeniert. Auch wenn sie, wie bereits im Vorgänger, teilweise etwas zu künstlich wirkt und zuweilen an ein Videospiel erinnert.

Dennoch bin ich der Meinung, dass die „Underworld“-Reihe nun so langsam ihr Ende finden sollte. Das Ende von „Blood Wars“ deutet noch mindestens einen weiteren Ausflug in die Welt der Vampire und Lykaner an – vielleicht wird die Chance auf einen würdigen Abschluss ja genutzt …

Meine Wertung: 6/10

Kurz abgehakt: Wrong Turn 6: Last Resort (2014)

Traurig ist’s, muss einer sterben, blutig wird’s, kann man was erben. In „Wrong Turn 6: Last Resort“ verschlägt es Danny (Anthony Ilott) und seine Freunde aufgrund einer mysteriösen Erbschaft in ein tief im Wald gelegenes Ferien-Resort. Dort wartet jedoch nicht nur die versprochene Erbschaft auf Danny, sondern auch ein Familientreffen der etwas anderen Art. Danny gehört nämlich einer ganz speziellen Blutlinie an – und ist für seine noch lebenden Verwandten von besonderer Bedeutung …

Rob Schmidts 2003 entstandener „Wrong Turn“ ist auch heute noch ein durchaus spannender Backwood-Slasher mit gelungener Atmosphäre und überraschend guter Besetzung. Was danach kam, ist dann allerdings kaum der Rede wert. Der nunmehr sechste Teil der Reihe hat außer jeder Menge Blut und (zugegeben schönen) Brüsten so gut wie gar nichts mehr zu bieten. Spannung? Fehlanzeige! Sympathische Charaktere! Guter Witz! Eine interessante Geschichte? Nun, zwar bietet der Film tatsächlich so etwas wie eine Handlung, doch ist diese so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass sich einem die Nackenhaare kräuseln. Immerhin gibt es reichlich Gore – und Sex. Um genau zu sein so viel Sex, dass ich mich zeitweise fragte, ob ich hier noch einen Horrorfilm oder nicht doch schon einen Softporno schaue. Sehenswert ist der Film deswegen aber noch lange nicht.

Wirklich schade, wie sich diese Reihe entwickelt hat …

Meine Wertung: 3/10

Auch keine Liebe auf den zweiten Blick: „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ in der Ultimate Edition

Das Aufeinandertreffen der beiden legendären DC-Ikonen war für mich eine der größten Enttäuschungen des aktuellen Jahres. Ich kann mich nur wiederholen: Hier stimmte einfach nichts. Wer möchte, darf sich meine Worte von damals gerne noch mal durchlesen (sind eh nicht so viele).

Als eine 30 Minuten längere Fassung angekündigt wurde, wuchs in mir die Hoffnung, dass diese einige der Schwachpunkte ausbessern würde. Zumindest sollten sich die zahlreichen Logiklöcher doch schließen lassen können. Und wie heißt es so schön: Jeder verdient eine zweite Chance.

Um es kurz zu machen: Auch die Ultimate Edition macht aus „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ keinen sehenswerten Film. Ja, gerade zu Beginn wird einiges detaillierter erklärt, aber der größte Mumpitz wird eh am Ende auf die Zuschauer losgelassen – und an diesem wurde auch in der Ultimate Edition nichts geändert. Hinzu kommt, dass die (nur mit viel gutem Willen als schlüssig zu bezeichnende) Geschichte nun noch länger braucht, um endlich Fahrt aufzunehmen.

Nein, „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ und ich werden einfach keine Freunde. Die Ultimate Edition hat aus einer Enttäuschung lediglich eine Enttäuschung mit 30 Minuten längerer Laufzeit werden lassen. Schade eigentlich.

[Heimkino] Ein kurzes Fazit zu … „Tremors 5: Blutlinien“

Graboiden-Jäger Burt Gummer (Michael Gross) hält sich mehr schlecht als recht mit Überlebensvideos über Wasser. Als in einem südafrikanischen Tierschutzgebiet Arschknaller (ich kann nichts für diesen Namen, ehrlich nicht) gesichtet werden, bitten die Zuständigen Burt um Hilfe. Gemeinsam mit seinem neuen Kameramann Travis (Jamie Kennedy) reist der Monsterjäger nach Afrika und beginnt mit der Jagd auf die Graboiden und deren Artgenossen …

Was. Für. Ein. Scheiß. Stünde nicht in großen Buchstaben „Tremors“ auf dem Cover, ich würde diesen Film glatt für die neueste Syfy-Produktion halten. Zugegeben, seit dem grandiosen Erstling hat die Qualität eh stetig abgenommen, doch atmete bislang jeder Teil der Serie den Geist des Originals. Mal mehr, mal wenig stark. Im nunmehr fünften Teil ist davon absolut nichts mehr zu spüren. Und was noch viel schlimmer ist: Die (CGI-)Monster haben nur noch mit viel gutem Willen Ähnlichkeit mit den aus Teil 1 bis 4 bekannten Kreaturen, sehen absolut beliebig aus und lassen jeglichen Charme vermissen. Als Fan der Reihe fühle ich mich diesbezüglich fast ein wenig verarscht. Na gut … ich fühle mich verarscht!

Dass die Figuren uninteressant sind, die Dialoge jeglichen Wortwitz vermissen lassen, Schnitt und Kameraarbeit stümperhaft wirken und die langweilige Inszenierung keinerlei Spannung aufkommen lässt, kommt als i-Tüpfelchen noch oben drauf. Und wieso brüllen die Graboiden neuerdings noch lächerlicher als der Hai in „Der weiße Hai IV – Die Abrechnung“?

Mein Rat: Finger weg und lieber noch mal den ersten Teil schauen!

Meine Wertung: 2/10

[Heimkino] Ein kurzes Fazit zu … „Cooties“

Durch den Verzehr verseuchter Hähnchen-Nuggets verwandeln sich die Kinder einer kleinen Grundschule in mörderische Zombies. Während die kleinen Racker auf dem Schulhof ihrem Bewegungsdrang und ihrer Lust nach frischem Fleisch nachgehen, verbarrikadieren sich die wenigen überlebenden Lehrer (u.a. Elijah Wood, Rainn Wilson und Leigh Whannell) in den endlich mal stillen Klassenzimmern. Doch auf Dauer können auch diese keinen Schutz vor den äußerst aktiven Kindern bieten …

Machen wir es kurz: „Cooties“ beginnt witzig. Sehr witzig. Die skurrilen Lehrer sind herrlich überzeichnet, die Dialoge irgendwas zwischen amüsant und total gaga, und wenn die Kinder erst mal loslegen, kommen auch ein wenig Spannung und Blut ins Spiel. Leider jedoch wirklich nur ein wenig. Insgesamt bleibt „Cooties“ erstaunlich harm- und zahnlos und schöpft seine zweifellos vorhandenen Möglichkeiten nur in den seltensten Fällen aus. Spätestens wenn dem Film dann mit zunehmender Laufzeit auch noch die Ideen ausgehen und man als Zuschauer vom abrupten Ende überrascht wird, weiß man trotz der unterhaltsamen ersten Hälfte und einem durchaus sympathischen Gesamteindruck nicht mehr so recht, was man von dem Film denn nun halten soll. Zumindest ging es mir so.

Meine Wertung: 5/10

%d Bloggern gefällt das: