Auch keine Liebe auf den zweiten Blick: „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ in der Ultimate Edition

Das Aufeinandertreffen der beiden legendären DC-Ikonen war für mich eine der größten Enttäuschungen des aktuellen Jahres. Ich kann mich nur wiederholen: Hier stimmte einfach nichts. Wer möchte, darf sich meine Worte von damals gerne noch mal durchlesen (sind eh nicht so viele).

Als eine 30 Minuten längere Fassung angekündigt wurde, wuchs in mir die Hoffnung, dass diese einige der Schwachpunkte ausbessern würde. Zumindest sollten sich die zahlreichen Logiklöcher doch schließen lassen können. Und wie heißt es so schön: Jeder verdient eine zweite Chance.

Um es kurz zu machen: Auch die Ultimate Edition macht aus „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ keinen sehenswerten Film. Ja, gerade zu Beginn wird einiges detaillierter erklärt, aber der größte Mumpitz wird eh am Ende auf die Zuschauer losgelassen – und an diesem wurde auch in der Ultimate Edition nichts geändert. Hinzu kommt, dass die (nur mit viel gutem Willen als schlüssig zu bezeichnende) Geschichte nun noch länger braucht, um endlich Fahrt aufzunehmen.

Nein, „Batman v Superman: Dawn Of Justice“ und ich werden einfach keine Freunde. Die Ultimate Edition hat aus einer Enttäuschung lediglich eine Enttäuschung mit 30 Minuten längerer Laufzeit werden lassen. Schade eigentlich.

[Heimkino] Ein kurzes Fazit zu … „Tremors 5: Blutlinien“

Graboiden-Jäger Burt Gummer (Michael Gross) hält sich mehr schlecht als recht mit Überlebensvideos über Wasser. Als in einem südafrikanischen Tierschutzgebiet Arschknaller (ich kann nichts für diesen Namen, ehrlich nicht) gesichtet werden, bitten die Zuständigen Burt um Hilfe. Gemeinsam mit seinem neuen Kameramann Travis (Jamie Kennedy) reist der Monsterjäger nach Afrika und beginnt mit der Jagd auf die Graboiden und deren Artgenossen …

Was. Für. Ein. Scheiß. Stünde nicht in großen Buchstaben „Tremors“ auf dem Cover, ich würde diesen Film glatt für die neueste Syfy-Produktion halten. Zugegeben, seit dem grandiosen Erstling hat die Qualität eh stetig abgenommen, doch atmete bislang jeder Teil der Serie den Geist des Originals. Mal mehr, mal wenig stark. Im nunmehr fünften Teil ist davon absolut nichts mehr zu spüren. Und was noch viel schlimmer ist: Die (CGI-)Monster haben nur noch mit viel gutem Willen Ähnlichkeit mit den aus Teil 1 bis 4 bekannten Kreaturen, sehen absolut beliebig aus und lassen jeglichen Charme vermissen. Als Fan der Reihe fühle ich mich diesbezüglich fast ein wenig verarscht. Na gut … ich fühle mich verarscht!

Dass die Figuren uninteressant sind, die Dialoge jeglichen Wortwitz vermissen lassen, Schnitt und Kameraarbeit stümperhaft wirken und die langweilige Inszenierung keinerlei Spannung aufkommen lässt, kommt als i-Tüpfelchen noch oben drauf. Und wieso brüllen die Graboiden neuerdings noch lächerlicher als der Hai in „Der weiße Hai IV – Die Abrechnung“?

Mein Rat: Finger weg und lieber noch mal den ersten Teil schauen!

Meine Wertung: 2/10

[Heimkino] Ein kurzes Fazit zu … „Cooties“

Durch den Verzehr verseuchter Hähnchen-Nuggets verwandeln sich die Kinder einer kleinen Grundschule in mörderische Zombies. Während die kleinen Racker auf dem Schulhof ihrem Bewegungsdrang und ihrer Lust nach frischem Fleisch nachgehen, verbarrikadieren sich die wenigen überlebenden Lehrer (u.a. Elijah Wood, Rainn Wilson und Leigh Whannell) in den endlich mal stillen Klassenzimmern. Doch auf Dauer können auch diese keinen Schutz vor den äußerst aktiven Kindern bieten …

Machen wir es kurz: „Cooties“ beginnt witzig. Sehr witzig. Die skurrilen Lehrer sind herrlich überzeichnet, die Dialoge irgendwas zwischen amüsant und total gaga, und wenn die Kinder erst mal loslegen, kommen auch ein wenig Spannung und Blut ins Spiel. Leider jedoch wirklich nur ein wenig. Insgesamt bleibt „Cooties“ erstaunlich harm- und zahnlos und schöpft seine zweifellos vorhandenen Möglichkeiten nur in den seltensten Fällen aus. Spätestens wenn dem Film dann mit zunehmender Laufzeit auch noch die Ideen ausgehen und man als Zuschauer vom abrupten Ende überrascht wird, weiß man trotz der unterhaltsamen ersten Hälfte und einem durchaus sympathischen Gesamteindruck nicht mehr so recht, was man von dem Film denn nun halten soll. Zumindest ging es mir so.

Meine Wertung: 5/10

Ein kurzes Fazit zu … „Tusk“

Auf der Suche nach schrägen Geschichten für seinen Podcast trifft der überhebliche Wallace (Justin Long) in Kanada auf den kauzigen Einsiedler Howard Howe (Michael Parks). Nach einem anfänglich netten Plausch entpuppt sich der charismatische Seebär jedoch als Serienkiller, der Menschen in sein Haus lockt, um sie dort zu betäuben und aus ihnen in seinem Keller ein menschliches Walross zu erschaffen. Während Howe mit seiner Operation an Wallace beginnt, machen sich Ally (Genesis Rodriguez) und Teddy (Haley Joel Osment) auf die Suche nach ihrem Freund. Unterstützt werden sie dabei von dem ehemaligen Polizisten Guy Lapointe (Johnny Depp), der Howe schon seit einer halben Ewigkeit auf der Spur ist …

Seine zahlreichen Kritiker können Kevin Smith („Clerks – Die Ladenhüter“, „Dogma“, „Red State“) vieles vorwerfen, nur eines nicht: Dass seine Filme gewöhnlich seien. Dies alleine ist allerdings noch lange kein Qualitätsmerkmal. Und so reiht sich auch die schwarzhumorige Horrorgroteske „Tusk“ in die lange Liste von Smith-Filmen ein, die das Publikum gewaltig spalten. Mit „Tusk“ macht Kevin Smith es selbst seinen Fans wahrlich nicht leicht. Die Figuren sind gewohnt schräg, dabei jedoch ungewöhnlich nervig und unsympathisch. Die Dialoge wirken aufgeblasen und unnötig in die Länge gezogen. Ehrlich gesagt hinterlässt die gesamte Inszenierung einen zuweilen arg holprigen Eindruck und lässt in ihrer Gänze kein echtes Konzept erkennen. Und doch fand ich den Film in all seiner Absurdität auf seine ganz spezielle Art unterhaltsam und faszinierend – auch wenn ich, spätestens beim Anblick des skurrilen Geschöpfes, nicht wusste, ob ich nun lachen oder mich kopfschüttelnd abwenden soll.

Fest steht, dass Kevin Smith sein Ding gnadenlos durchzieht und sich, zumindest Stand heute, nicht verbiegen lässt, nur um das Massenpublikum besser erreichen zu können. Dafür, und für das bitterböse Ende von „Tusk“, hat der Mann meinen Respekt.

Ein kurzes Fazit zu … „Fear Island“

Fünf Freunde und ein blinder Passagier verbringen das Wochenende in einer Waldhütte auf einer einsamen Insel. Am Ende des Wochenendes ist nur noch Jenna (Haylie Duff) am Leben und wird schwer verstört von der Polizei aufgelesen. Detective Armory (Martin Cummins) steht vor einem Rätsel. Zumal sich Jennas Aussagen im Lauf der Befragung immer häufiger zu widersprechen scheinen …

„Fear Island“ möchte nicht nur ein schnöder Slasher, sondern auch ein spannender Thriller mit raffinierter Mindfuck-Auflösung sein. Und scheitert an beidem. Für einen Slasher ist der Film schlicht zu harmlos und nicht blutig genug, für einen raffinierten Thriller ist das Geschehen viel zu vorhersehbar. Letztlich kommen als Täter nur die üblichen Verdächtigen in Frage – und diese sind es dann auch.

Immerhin ist die Inszenierung ganz solide. Zumindest optisch, denn Spannung wird in diesem Zusammenhang eher aus grammatikalischen Gründen groß geschrieben. Wirklich furchteinflößend sind hingegen die Darsteller, die, abgesehen von Lucy Hale („Scream 4“) und Aaron Ashmore (bitte nicht mit seinem Bruder Shawn verwechseln), allesamt einfach nur grausig und völlig überzogen spielen. Was auch schon wieder irgendwie unterhaltsam ist.

Im TV nachgeholt und gleich wieder vergessen: „Die Bestimmung – Divergent“

Anlässlich der derzeit in unseren Kinos laufenden Fortsetzung habe ich nun endlich „Die Bestimmung – Divergent“ nachgeholt. Mein ursprünglicher Plan sah vor, unmittelbar danach ins Kino zu eilen und dort „Die Bestimmung – Insurgent“ zu schauen. Doch es sollte anders kommen. Denn leider ist „Divergent“ so belanglos, dass ich danach so gar keine Lust mehr verspürte, den zweiten Teil zu schauen. Zumindest nicht im Kino.

An der Geschichte rund um die jugendliche Tris (Shailene Woodley), die als Unbestimmte eine Gefahr für das durch und durch auf Planung ausgelegte System darstellt, und schließlich einer tödlichen Verschwörung auf die Spur kommt, liegt dies freilich nicht. Diese ist zwar nicht besonders originell und auch ein wenig unglaubwürdig, aber durchaus interessant genug, um einen Film bzw. eine Filmreihe zu tragen. Die Macher haben es jedoch leider nicht geschafft, neben der durchaus gelungenen Optik auch so etwas wie Spannung einzufangen. Das Geschehen dümpelt bis zum Finale recht ereignislos vor sich hin, konzentriert sich zu sehr auf Tris‘ Ausbildung und vernachlässigt dabei die fürs bessere Verständnis erforderlichen Hintergründe. Dadurch bleibt nicht nur die Geschichte erschreckend oberflächlich, auch den Figuren fehlt es an jeglicher Tiefe. Und so nimmt man es höchstens mit einem Achselzucken zur Kenntnis, wenn einige davon, teilweise auf durchaus tragische Art, aus dem Skript scheiden.

Positiv anzumerken ist, dass die Actionszenen, auch wenn sie eine gewisse Härte vermissen lassen, durchaus ansprechend inszeniert sind. Allerdings können diese den Film nicht vor der totalen Belanglosigkeit retten.

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