Archiv der Kategorie ‘Z wie Sonstiges‘

 
 

Wie immer grandios: Oliver Kalkofe präsentiert die wahre Presseerklärung von Christian Wulff

Bereits seit den Neunzigern bin ich ein großer Fan von Oliver Kalkofe und ihm seiner Mattscheibe. Kalkis politisch so herrlich unkorrekte Art hat es mir einfach angetan. Und so traurig ich darüber bin, dass die Mattscheibe schon viel zu lange nicht mehr im TV läuft (wo bleibt eigentlich die vor Jahren angekündigte neue Staffel?), so froh bin ich, dass der gute Olli sich auch so ab und an zu Wort meldet. Wie in dem folgenden Live-Auftritt, in dem er die wahre Presseerklärung von Christian Wulff präsentiert. Viel Spaß!

Guttenberg-Weisheit des Tages: Wer etwas Dummes tut, ohne dumm zu sein, kann es folglich nicht getan haben

Man stelle sich den folgenden Dialog in einer Gerichtsverhandlung vor:

"Angeklagter, haben Sie Ihre Frau ermordet?"
"Aber Herr Richter, wenn ich das getan hätte, dann doch nie so offensichtlich. Nein, sie ist selbst 27 mal ins Küchenmesser gefallen. Das war ein Unfall."
"Das klingt plausibel. Freispruch!"

Absurd? Nicht, wenn man der Logik Karl-Theodor zu Guttenbergs folgt. Eine vorsätzliche Täuschung weist dieser nämlich nach wie vor von sich und stellt zu seiner Verteidigung fest:

"Wenn ich die Absicht gehabt hätte zu täuschen, dann hätte ich mich niemals so plump und dumm angestellt, wie es an einigen Stellen dieser Arbeit der Fall ist."

Diese Aussage beinhaltet zwar eine bestechende Logik, ist aber natürlich dennoch nichts anderes als ein weiterer Versuch, seine Mitmenschen für dumm zu verkaufen. Und zeigt einmal mehr, wessen Geistes Kind Karl-Theodor zu Guttenberg ist …

Quelle: Spiegel Online

Windows Phone 7: Das Update auf Windows Phone 7.5 (“Mango”) manuell anstoßen

Microsoft hat damit begonnen, Windows Phone 7.5 aka Mango auszurollen. Sollte euch das Update noch nicht angeboten werden, könnt ihr den Vorgang wie folgt manuell anstoßen:

1. Aktiviert den Flugzeugmodus eures Windows Phones.
2. Startet Zune.
3. Verbindet euer Windows Phone mit eurem Computer.
4. Startet in Zune die Update-Suche.
5. Trennt während der Suche die Internetverbindung (z.B. WLAN ausschalten)

Das Mango-Update wird nun gefunden. Stellt die Internetverbindung zu eurem Computer wieder her und installiert das Update, indem ihr mit OK bestätigt.

Und nun entschuldigt mich: Ich muss mal eben mein Dell Venue Pro auf Windows Phone 7.5 aktualisieren …

R.I.P. webOS! Bye bye, HP! (2. Update vom 31.08.2011)

Als HP-Nutzer und webOS-Fan hat man es derzeit nicht leicht. Wie ihr vielleicht bereits mitbekommen habt, hat HP überraschend beschlossen, keine weiteren webOS-Geräte mehr zu produzieren. Das TouchPad und das Veer werden eingestellt, dass Pre 3 wird, von ein paar bereits ausgelieferten Exemplaren abgesehen, laut Medienberichten gar nicht erst offiziell erscheinen. An webOS selbst möchte HP zwar in irgendeiner Form festhalten, aber machen wir uns nichts vor: Dieser Schritt dürfte das Ende von webOS als Smartphone- und Tablet-Plattform bedeuten. R.I.P.! Es war eine wirklich schöne Zeit mit dir!

Prinzipiell würde mich das gar nicht sonderlich aufregen. Wenn nicht … ja wenn HP nicht großspurig verkündet hätte, webOS mit ganzer Kraft zum Erfolg führen zu wollen. Von einem zum Sieg führenden Marathon war die Rede. Was HP unter einem Marathon versteht, wissen wir nun.

Liebe HP-Manager,

Produkte verspätet (bzw. im Fall des Pre 3 gar nicht) zu veröffentlichen, keine Werbung für diese Produkte zu machen und die Produkte nach nur zwei Monaten aufzugeben, ist kein Marathon. Das ist nicht mal ein Sprint. Was ihr gezeigt habt, ist höchstens ein Anlauf und ein sofortiges Stolpern.

Was bleibt, sind enttäuschte Kunden wie ich. Kunden, die sich ein TouchPad und vielleicht sogar ein Veer zugelegt haben. Kunden, die sich nun fragen, was aus ihren Geräten wird. Geräte, die auf das Internet ausgelegt sind und die ohne Pflege in Form von Updates schon bald nicht mehr vollständig nutzbar sein dürften (von etwaigen Sicherheitslücken ganz zu schweigen).

Ich hoffe, dass Ihr euch für naive Deppen treue Kunden wie mich etwas einfallen lassen werdet. Auf den versprochenen Gutschein in Höhe von 40,- Euro für den App Catalog verzichte ich hierbei freiwillig. Da nicht davon auszugehen ist, dass sich der App Catalog nun noch füllen wird, ist dieser Gutschein ohnehin wertlos.

Mein Vorschlag zur Güte: Ihr versorgt webOS weiterhin mit Updates (Sicherheitsupdates mindestens zwei Jahre), schickt jedem TouchPad-Besitzer einen Touchstone-Ständer (damit das TouchPad zur Not immer noch als digitaler Bilderrahmen verwendet werden kann) und legt jeweils noch ein Pre 3 oben drauf (verkaufen möchtet Ihr die Geräte ja eh nicht mehr).

Ganz ehrlich: Ich gehe nicht davon aus, von HP in irgendeiner Form unterstützt oder gar entschädigt zu werden. Ich werde meine webOS-Geräte also einfach weiter nutzen, bis sie nicht mehr meinen Anforderungen entsprechen und mich dann nach neuen Geräten umschauen. Dass diese noch mal von HP sein werden, darf nach dieser Farce allerdings stark bezweifelt werden …

Update vom 22.08.2011

Die webOS-Geräte werden von HP nun zum Ausverkaufspreis verscherbelt: Das HP Veer kostet nur noch 59,- Euro, das TouchPad mit 16 GB 99,- Euro und das TouchPad mit 32 GB 129,- Euro. Zur großen Überraschung wird auch das Pre3 angeboten – für sagenhafte 79,- Euro. Der HP-Shop ist inzwischen, vermutlich aufgrund des starken Ansturms, zusammengebrochen …

Update vom 31.08.2011

Meine negative Annahme im ursprünglichen Beitrag war, zumindest teilweise, unbegründet: HP lässt die treuen webOS-Kunden nicht im Regen stehen und erstattet Veer-, Pre3- und TouchPad-Käufern die Differenz zu dem Ausverkaufspreis. Den Antrag könnt ihr unter http://www.customer-satisfaction-715614.com/de/de/ ausfüllen.

Da ich zu den Glücklichen gehöre, die sich beim Ausverkauf ein Pre3 sichern konnten, bin ich nun im Besitz alles HP-webOS-Produkte. Bleibt zu hoffen, dass HP sich an seine Aussagen hält und webOS nicht doch noch komplett fallen lässt …

Innenminister Friedrich fordert das Ende der Anonymität für Blogger – und beweist dadurch seine Inkompetenz

Wie SPIEGEL ONLINE heute berichtet, fordert Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) als Konsequenz der Anschläge in Norwegen das Ende der Anonymität für Blogger. Und schon steht die Netzgemeinde wieder Kopf und diskutiert fleißig über den Sinn und Unsinn von Pseudonymen und Klarnamen.

Was unter dieser Debatte leider unterzugehen droht, ist die offensichtliche Ahnungslosigkeit unseres Innenministers, denn: Das, was der werte Herr Friedrich fordert, gibt es schon längst in Form der Impressumspflicht. Und dieses Impressum muss mindestens Name und Anschrift des Blogbetreibers enthalten. Dass sich daran freilich nicht jeder Blogger hält, ist eine andere Geschichte.

Das eigentlich Tragische ist in meinen Augen also nicht die Forderung Friedrichs nach dem Ende der Anonymität für Blogger, sondern die Tatsache, dass er ein Gesetz fordert, welches bereits existiert. Inkompetenz in seiner reinsten Form.

Zu schade, dass die Aufregung über die Klarnamensdebatte diese Inkompetenz so stark überschattet …