Innenminister Friedrich fordert das Ende der Anonymität für Blogger – und beweist dadurch seine Inkompetenz
Wie SPIEGEL ONLINE heute berichtet, fordert Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) als Konsequenz der Anschläge in Norwegen das Ende der Anonymität für Blogger. Und schon steht die Netzgemeinde wieder Kopf und diskutiert fleißig über den Sinn und Unsinn von Pseudonymen und Klarnamen.
Was unter dieser Debatte leider unterzugehen droht, ist die offensichtliche Ahnungslosigkeit unseres Innenministers, denn: Das, was der werte Herr Friedrich fordert, gibt es schon längst in Form der Impressumspflicht. Und dieses Impressum muss mindestens Name und Anschrift des Blogbetreibers enthalten. Dass sich daran freilich nicht jeder Blogger hält, ist eine andere Geschichte.
Das eigentlich Tragische ist in meinen Augen also nicht die Forderung Friedrichs nach dem Ende der Anonymität für Blogger, sondern die Tatsache, dass er ein Gesetz fordert, welches bereits existiert. Inkompetenz in seiner reinsten Form.
Zu schade, dass die Aufregung über die Klarnamensdebatte diese Inkompetenz so stark überschattet …


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