#Horrorctober-Film Nr. 4: „The Return“ (2006)

So, es wird Zeit, auch hier im Blog kurz über die restlichen im #Horrorctober geschauten Filme zu schreiben. Falls ihr regelmäßig meine Facebook-Seite besucht, dürften euch die Texte bekannt vorkommen – auch wenn ich hier zwei drei Sätze mehr verliere. Im Zweifel gilt: Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts Neues zu lesen!

Seit Jahren war Joanna (Sarah Michelle Gellar) nicht mehr zu Hause, nun besucht sie aus beruflichen Gründen ihren Heimatort. Kaum angekommen, wird die junge Frau von rätselhaften Visionen geplagt. Als sich die merkwürdigen Geschehnisse häufen und auf verdrängte Erlebnisse aus ihrer Kindheit hindeuten, beginnt Joanna nachzuforschen – und stößt auf ein düsteres Geheimnis …

Wer nichts erwartet, kann entweder bestätigt oder positiv überrascht werden. Im Fall von „The Return“ wurde ich definitiv positiv überrascht. Denn auch wenn die Geschichte dieses Mysterythrillers etwas umständlich erzählt wird, so ist der Film doch sehr atmosphärisch geraten, schick gefilmt und inhaltlich deutlich interessanter als erwartet. Auch wenn „The Return“ dessen Qualität nicht erreicht, so lässt er sich doch ein wenig mit dem grandiosen „Echoes – Stimmen aus der Zwischenwelt“ vergleichen. Falls du diesen mochtest, gib „The Return“ ruhig eine Chance. Und solltest du diesen noch nicht kennen, hast du hiermit gleich zwei Empfehlungen von mir bekommen.

Meine Wertung: 7/10

Angeschaut: „Ghost Movie 2“ (2014)

Obwohl ich es selbstverständlich besser wusste, habe ich mir am Wochenende die Found-Footage-Parodie „Ghost Movie 2“ angeschaut. Zu meiner Verteidigung: Ich war gerade erst mehrere Tage krank und bin vermutlich noch immer nicht komplett zurechnungsfähig. Anders lässt es sich nicht rational erklären, wieso ich mir das angetan habe …

Worum geht’s

Malcolms (Marlon Wayans) Freundin Kisha (Essence Atkins) ist noch immer von einem Dämon besessen. Nur mit Hilfe seines Kumpels Ray Ray (Affion Crockett) schafft Malcolm es, ihr zu entkommen. Ein Jahr später zieht Malcolm mit seiner neuen Freundin Megan (Jaime Pressly) und deren beiden Kindern Wyatt (Steele Stebbins) und Becky (Ashley Rickards) in ein gemeinsames Haus. Während Malcolm auf dem Dachboden eine Kiste mit unheimlichen Super-8-Filmen findet und Wyatt nur noch mit seinem unsichtbaren Freund Toni spielt, entwickelt Becky eine Besessenheit für eine mysteriöse Holzkiste. Und dann ist da noch die unheimliche Puppe Abigail …

Meine Meinung

Neben „Paranormal Activity“ werden in „Ghost Movie 2“ bekannte Horrorfilme wie „Annabelle“ bzw. „Conjuring – Die Heimsuchung“, „Sinister“, „Possession – Das Dunkle in dir“ und „Mama“ durch den Kakao gezogen. Beziehungsweise wird versucht, die Filme durch den Kakao zu ziehen. Denn wie bereits der Vorgänger ist auch „Ghost Movie 2“ vieles, aber hauptsächlich eines: nicht lustig.

Um euch einen guten Vergleich zu ermöglichen, werde ich das ganze Elend auch dieses Mal visualisieren. Wie bereits bei meiner Review zum Vorgänger „Ghost Movie“ habe ich auch dieses Mal jede einzelne der insgesamt 86 Minuten des Films für euch festgehalten. Es gelten dieselben Regeln:

„+++“ steht für einen zwerchfellerschütternden Brüller

„++“ für einen durchschnittlichen Lacher.

„+“ für einen leichten Grinser.

Und „—“ steht schlussendlich erneut für eine Minute, in der ich gelangweilt und ohne den Anflug eines Grinsens im Gesicht auf das Ende des Films gewartet habe.

Seid ihr bereit? Los geht’s! Erneut!

— — — — — (Minute 1-5)
+ — — — — (Minute 6-10)
— — + — — (Minute 11-15)
— — — — — (Minute 16-20)
— — — — — (Minute 21-25)
— — — — — (Minute 26-30)
— — — — — (Minute 31-35)
— — — — — (Minute 36-40)
— — — — — (Minute 41-45)
— — — — — (Minute 46-50)
— — — — — (Minute 51-55)
— — — — — (Minute 56-60)
— — — — — (Minute 61-65)
— — — — — (Minute 66-70)
+ — — — — (Minute 71-75)
— — — — — (Minute 76-80)
— — — — — (Minute 81-85)
— (die 86. und abermals glücklicherweise letzte Minute)

Wow, ich musste grinsen! Satte drei Mal! Entweder sind den Machern tatsächlich ein paar Pointen eingefallen – oder es lag am Fieber. Ich werde den Film aber definitiv kein zweites Mal schauen, um das für euch herauszufinden …

Mein Fazit

„Ghost Movie“ war mies. Einfach nur mies. Und auch „Ghost Movie 2“ ist alles andere als eine gelungene Komödie. Die Witze sind einfallslos und oftmals so weit unterhalb der Gürtellinie, dass der Film größtenteils einfach nur unfassbar peinlich ist. Zum Glück ist daraus keine Trilogie geworden …

Meine Wertung: 2/10

Happy Deathday! Vier Blogger stellen ihren Lieblings-Slasher vor!

Passend zum #Horrorctober wurde ich letzten Monat gefragt, ob ich Lust hätte, anlässlich des Kinostarts der Slasher-Komödie „Happy Deathday“ an einem weiteren Blogger-Special teilzunehmen. Und obwohl meine Kinoauszeit immer noch anhält, konnte ich nicht widerstehen. Aus drei Gründen:

1. Grund: Der Trailer zu „Happy Deathday“ lässt einen richtig spaßigen Film vermuten! In einer Mischung aus „Und täglich grüßt das Murmeltier“ und einem x-beliebigen Slasher erwacht die junge Studentin Tree (Jessica Rothe) jeden Morgen erneut an ihrem Geburtstag, nur um am Abend von einem maskierten Killer ermordet zu werden. Wird sie ihren eigenen Mord aufklären können? Ich weiß es nicht, finde die Idee aber verdammt witzig. Und dass Christopher Landon, auf dessen Kappe die gelungene Gute-Laune-Zombie-Komödie „Scouts vs. Zombies – Handbuch zur Zombie-Apokalypse“ geht, Regie geführt hat, lässt mich hoffen, dass auch „Happy Deathday“ ein kurzweiliger und unterhaltsamer Spaß sein wird.

2. Grund: Ich darf meinen Lieblings-Slasher vorstellen. Und ich nutze einfach viel zu gerne jede Gelegenheit, um ein wenig von Wes Cravens Meisterwerk „Scream“ zu schwärmen.

„Was willst du?“
„Ich will sehen, wie du von innen aussiehst.“

Falls ihr „Scream“ aus unentschuldbaren Gründen nicht kennen solltet: In diesem macht, haltet euch fest, ein maskierter Killer (das Ghostface-Kostüm habt ihr garantiert schon mal gesehen) Jagd auf Teenager. Klingt belanglos, hat aber ein gesamtes Genre aus der Versenkung geholt. Regisseur Wes Craven und Drehbuchautor Kevin Williamson machen sich sämtliche Klischees der Slasher-Filme zu Nutze und spielen so dermaßen geschickt mit den Erwartungen des Publikums, dass sowohl Slasher- als auch Thriller- und (schwarzhumorige) Komödienfreunde voll auf ihre Kosten kommen. „Scream“ funktioniert sowohl als extrem spannender Thriller, bei dem man ständig rätselt, wer denn nun der Killer ist, als auch als Hommage und Parodie des Horrorgenres. Ein wahres Meisterwerk, gewürzt mit sympathischen Figuren, sarkastischen Dialogen und toller (Rock-)Musik im Hintergrund. Die drei Fortsetzungen können hier zwar nicht ganz mithalten, ergeben insgesamt aber dennoch eine runde Filmreihe und sind ebenfalls absolut sehenswert.

Also, solltet ihr „Scream“ noch nicht kennen: ANGUCKEN! JETZT!

3. Grund: Ich darf (in Kooperation mit Universal Pictures) wieder etwas verlosen! Und zwar eine „Happy Deathday“-College-Jacke und ein dazugehöriges Filmposter:

Was ihr dafür tun müsst? Ganz einfach, verratet mir in den Kommentaren euren Lieblings-Slasher – gerne auch mit Begründung (ist aber natürlich kein Muss).

Das Gewinnspiel endet am Sonntag, den 26.11. um 23:59 Uhr, den Gewinner werde ich wie gehabt über random.org ermitteln. Die Teilnahme ist nur innerhalb Deutschlands möglich und der Rechtsweg wie immer ausgeschlossen.

Viel Glück!

Ach ja, und schaut bitte auch bei meinen drei Blogger-Kollegen vorbei:

Kino7.de
Mind Your Own F*** Business
We Want Media

Zwingt uns nicht, euch einen maskierten Killer auf den Hals zu hetzen …

Angeschaut: „The Warriors Gate“ (2016)

Wie ich vor ein paar Tagen bereits schrieb, bin ich trotz „fortgeschrittenen“ Alters ein Freund von Filmen, in denen, ich zitiere mich mal ganz frech selbst, „Kinder oder Teenager ein (gerne auch abstruses) Abenteuer erleben, dabei über sich hinauswachsen und am Ende als Held dastehen“. Kennt ihr zum Beispiel „Sidekicks“ mit Jonathan Brandis und Chuck Norris? Oder „The Forbidden Kingdom“ mit Michael Angarano, Jet Li und Jackie Chan? Beides sicherlich keine Filme, die in die Geschichte eingegangen sind – aber diesen einen Nerv bei mir treffen, der sie für mich sympathisch macht. Ob auch der von Luc Besson produzierte „The Warriors Gate“ solch ein Film ist, erfahrt ihr, ihr ahnt es schon, genau jetzt …

Worum geht’s

Das Leben des Teenagers Jack (Uriah Shelton) ist derzeit alles andere als einfach. Da die Geschäfte schlecht laufen, stehen er und seine Mutter Annie (Sienna Guillory) vor dem finanziellen Aus und kurz davor, das Dach über dem Kopf zu verlieren. Außerdem wird Jack beinahe täglich von seinen Mitschülern, insbesondere von dem Schläger Travis (Dakota Daulby) und dessen Gang, gemobbt. Halt findet Jack lediglich bei seinem väterlichen Freund Mr. Chang (Henry Mah), in dessen Laden er nach der Schule arbeitet. Als Jack in Mr. Changs Keller ein altes Familienerbstück entdeckt, bekommt er dieses als Dank für seine gute Arbeit geschenkt und nimmt es mit zu sich nach Hause. In der Nacht steht plötzlich der chinesische Krieger Zhoo (Mark Chao) an Jacks Bett. Auf der Suche nach einem Beschützer für die Prinzessin Su Lin (Ni Ni) ist Zhoo über Mr. Changs Familienerbstück in Jacks Welt gelangt – und hält Jack für den legendären Krieger Black Knight, Jacks unbesiegten Videospielcharakter. Obwohl Jack das Missverständnis aufklären kann, lässt Zhoo die Prinzessin vorerst in Jacks Obhut. Als am nächsten Tag auch barbarische Krieger durch das Portal in Jacks Welt gelangen und Su Lin entführen, um sie ihrem Anführer Arun (Dave Bautista) zu übergeben, springt Jack hinterher …

Meine Meinung

Ich geb’s zu: Ich bin positiv überrascht. „The Warriors Gate“ ist nicht nur ganz okay, sondern richtig, also so richtig richtig unterhaltsam! Was nicht nur an den durchweg sympathischen Figuren liegt, sondern insbesondere auch daran, dass der Film sich selbst absolut nicht ernst nimmt und wesentlich humorvoller ist, als ich angenommen hätte. Speziell der von Dave Bautista gespielte Oberschurke Arun und dessen Handlanger Brutus („wir brauchen ein Zeichen“) sind eine helle Freude und sorgen mit ihren Dialogen und Running Gags für jede Menge Spaß. Zugegeben, manchmal wird auch ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, so dass der Film ins Alberne abdriftet, aber mit Blick auf die Zielgruppe der Jüngeren und Junggebliebenen ist das absolut verschmerzbar.

Mit Blick auf eben diese Zielgruppe wurde auch die Action inszeniert. Blut gibt es hier dementsprechend keines zu sehen, das Geschehen bleibt stets familiengerecht. Dennoch ist die Action aufgrund der gelungenen Choreografie und der hochwertigen Ausstattung schick anzusehen, auch wenn echte Highlights leider ausbleiben. Für einen lockeren Einstieg in die Welt der historischen Martial-Arts-Filme ist „The Warriors Gate“ auf jeden Fall durchaus geeignet.

Etwas enttäuschend fallen hingegen die CGI-Effekte aus. Insbesondere der verzauberte Brutus sieht arg künstlich aus und will auch gar nicht so recht in diesen Film passen, der ansonsten mit Computereffekten recht sparsam umgeht. Aber gut, irgendwas ist ja immer.

Wo ich gerade bei „irgendwas ist ja immer“ bin: Dass die Geschichte keinerlei Überraschungen parat hält und stur nach bekanntem Schema abläuft, muss ich vermutlich gar nicht erst erwähnen. Dem Spaß-Faktor tut dies zum Glück keinen Abbruch. Im Gegenteil, manchmal ist man ja auch froh darüber, genau das zu bekommen, was man erwartet.

Mein Fazit

Familiengerechtes Martial-Arts-Fantasy-Abenteuer mit sympathischen Figuren, jugendfreier Action und viel Humor. Stellenweise etwas albern, aber stets unterhaltsam.

Meine Wertung: 7/10

P.S.: Falls ihr jetzt Lust auf den Film bekommen habt (was ich doch sehr hoffe): Noch bis zum 22.10. habt ihr die Chance, den Film bei mir auf Blu-ray oder DVD zu gewinnen!

#Horrorctober-Film Nr. 3: „Cabin Fever: The New Outbreak“ (2016)

Fünf unsympathische Vollidioten möchten ein Wochenende im Wald verbringen, infizieren sich mit einem fleischfressenden Virus und benehmen sich so lange egoistisch und dämlich, bis das Blut auch aus der letzten Körperöffnung suppt.

„Cabin Fever: The New Outbreak“ ist ein Remake des gerade mal 15 Jahre alten Regiedebüts von Eli Roth – und diesem (schon nicht sonderlich anspruchsvollen Werk) in sämtlichen Aspekten klar unterlegen. Die Hauptfiguren sind noch nerviger. Die Nebenfiguren sind noch unglaubwürdiger. Die Darsteller sind noch untalentierter (oder geben sich zumindest alle Mühe, untalentiert zu wirken). Und die Dialoge sind noch dümmer. Hinzu kommt ein stets unpassend dröhnender Score, der vermutlich nur aus einem einzigen Grund so laut wummert, nämlich um dem bemitleidenswerten Zuschauer die Gnade des Einschlafens zu verwehren. Nein, hier stimmt wirklich gar nichts. Und mehr möchte ich zu dieser als Film getarnten Zeitverschwendung auch nicht schreiben.

Meine Wertung: 2/10 (einen Gnadenpunkt gibt’s für die ganz brauchbaren Masken, einen für Nadine Crockers Augenbrauen)

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