Angeschaut: The Void (2016)

Würdet ihr mich fragen, welche Horrorfilme mich am stärksten geprägt haben, kämen als Antwort bekannte Klassiker wie „Tanz der Teufel“, „Hellraiser“, „A Nightmare On Elm Street“, „Halloween“, „Poltergeist“ – also all jene Genrebeiträge, über die Jugendliche heute nur noch kichern oder den Kopf schütteln. Ich hingegen liebe diese Filme nach wie vor und freue mich über jeden aktuellen Film, der auch nur ansatzweise den Geist dieser Ära atmet. Dementsprechend gespannt war ich auf den ab morgen erhältlichen „The Void“, dessen Trailer all das zu vereinen schien, was mir an den alten Filmen gefiel. Ob ich mich zu recht gefreut habe oder am Ende enttäuscht wurde, erfahrt ihr wie immer … jetzt.

Worum geht’s

Sheriff Carter (Aaron Poole) will seine nächtliche Streife gerade beenden, als ihm ein Unbekannter direkt vors Auto stolpert. Da der Mann schwere Verletzungen aufweist, bringt Carter ihn in das nächstgelegene Krankenhaus, welches nach einem Brand kurz vor der Schließung steht und deshalb nur noch notdürftig besetzt ist. Kaum ist Carter mit dem Fremden angekommen, bricht im Krankenhaus die Hölle los. Eine Krankenschwester tötet einen der Patienten, schneidet sich selbst die Haut von dem Gesicht und verwandelt sich in ein schleimiges Tentakelmonster. Vor dem Krankenhaus versammeln sich vermummte Gestalten, die die Eingeschlossenen äußerst brutal daran hindern, das Krankenhaus zu verlassen. Und dann ist da noch der Keller …

Meine Meinung

In praktisch jeder Meinung zu „The Void“ fallen die Namen John Carpenter und Clive Barker. Und jetzt, nachdem ich den Film gesehen habe, verstehe ich auch, wieso. Ein zusammengewürfelter Haufen, der sich in einer Extremsituation dem Bösen entgegenstellen muss – praktisch die komplette erste Hälfte des Films ist typischer John-Carpenter-Stoff. In der zweiten Hälfte wird „The Void“ dann blutiger, abartiger, surrealer – und ähnelt immer mehr einer Geschichte von Clive Barker. Und das ist bitte absolut positiv zu verstehen. Zwar lassen sich die Regisseure Jeremy Gillespie und Steven Kostanski eindeutig von den großen Vorbildern inspirieren, folgen gleichzeitig aber auch eigenen Pfaden, so dass „The Void“ niemals zum reinen Abklatsch gerät. Der Film erzählt vielleicht keine gänzlich neue, aber auch keine allzu ausgelutschte Geschichte. Und das ohne unnötigen Humor, mit erfrischender Härte und in ebenso abstoßenden wie ästhetischen Bildern.

Passend dazu fallen auch die Effekte herrlich altmodisch aus. Hier gibt es keine CGI, sondern echte Masken, echtes Kunstblut – oder anders formuliert: echte Handarbeit. Und bei allem Respekt, den ich modernen CGI-Künslern durchaus entgegenbringe: Die handgemachten Effekte aus „The Void“ übertreffen die üblichen CGI-Effekte moderner Horrorfilme um Längen. Weil sie einfach natürlicher wirken. Echter. Und ekliger. Trotz des vermutlich recht überschaubaren Budgets.

Ist „The Void“ also ein modernes Meisterwerk? So weit würde ich dann doch nicht gehen, denn der Film leistet sich auch seine Schwächen. Zum Beispiel bei der Geschichte, die zum Ende hin immer abstruser wird und dem Zuschauer einiges an Phantasie und Toleranz abverlangt. Auch wenn die Handlung durchaus einem roten Faden folgt, wirft das Geschehen mit der Zeit mehr Fragen auf, als es beantwortet – und lässt somit reichlich Platz für eine eigene Interpretation. Gut, Horrorfans, die wie ich mit Filmen aus den Achtzigern groß geworden sind, sind so was gewohnt. Das heutige Publikum hingegen, welches gefühlt für jede Kleinigkeit eine Erklärung benötigt, dürfte sich damit vermutlich eher schwer tun.

Auch bei den Charakteren, die leider recht blass bleiben, wäre mehr drin gewesen. Menschliche Hintergründe werden zwar angedeutet, aber leider nur oberflächlich betrachtet. Mit der Konsequenz, dass echte Anteilnahme am Schicksal der einzelnen Figuren eher ausbleibt.

Nichtsdestoweniger kann ich „The Void“ jedem Horrorfan wärmstens ans Herz legen. Und mal ganz ehrlich: Schwächen hatten und haben auch unsere geliebten Klassiker von damals. Das macht sie aber nicht zu schlechteren Filmen.

Mein Fazit

Herrlich altmodischer Horrorfilm im Stil der Achtziger, der zwar keine neuen Maßstäbe setzt, Fans des Genres (und des Jahrzehnts) aber in Verzückung versetzen dürfte.

Meine Wertung: 8/10

Jetzt auch auf Deutsch: Der erste Trailer zu „Thor: Tag der Entscheidung“ ist da!

Bereits vor fünf Wochen wurde der Trailer auf Englisch veröffentlicht, heute folgte nun endlich die deutsche Version. Falls auch ihr euch fragt, wieso das Übersetzen der gefühlt 20 Wörter so lange gedauert hat: Ich vermute, dass die äußerst kreative und qualitativ hochwertige Umbenennung von „Thor: Ragnarok“ in das doch gleich wesentlich stimmigere „Thor: Tag der Entscheidung“ dahinter steckt. Ein guter, deutscher Titel braucht nun mal seine fünf Wochen …

Sei’s drum, der Trailer macht natürlich trotz der sinnlosen Änderung des Filmtitels Spaß – und lässt auf ein extrem launiges Spektakel hoffen.

Kurz abgehakt: Underworld Awakening (2012)

Seit die Menschheit von der Existenz von Vampiren und Lykanern weiß, macht die Regierung unerbittlich Jagd auf die beiden Rassen. Bei einer der zahlreichen Säuberungsaktionen wird Selene (Kate Beckinsale) von Michael (Scott Speedman) getrennt, gerät in Gefangenschaft und landet schließlich als Versuchsobjekt im Labor des Wissenschaftlers Dr. Jacob Lane (Stephen Rea). Erst 12 Jahre später gelingt Selene die Flucht und begibt sich sofort auf die Suche nach Michael. Dabei trifft sie auf das junge Mädchen Eve (India Eisley), das wie Michael ein Hybrid aus Vampir und Lykaner ist …

Nachdem das Prequel „Aufstand der Lykaner“ ohne sie auskommen musste, kehrte Kate Beckinsale 2012 mit der Fortsetzung „Awakening“ in das Underworld-Universum zurück. Leider kann diese dennoch nicht an die Qualität der von Len Wiseman inszenierten „Underworld“ und „Underworld: Evolution“ anknüpfen. Die Action fällt zwar durchaus temporeich und überraschend blutig aus, wirkt oft aber auch recht künstlich und längst nicht so packend wie in den unmittelbaren Vorgängern. Auch lassen die Atmosphäre und die Figuren etwas zu wünschen übrig, was angesichts des düsteren Endzeitszenarios und der immer wieder durchblitzenden, durchaus dramatischen Schicksale schon eine kleine Enttäuschung ist. Dafür gibt es im Verlauf der Geschichte eine nette Wendung, die ich so in der Tat nicht erwartet hatte – und die leider auch die einzige Überraschung bleiben soll.

Versteht mich bitte nicht falsch, schlecht ist „Underworld Awakening“ nicht. Nur halt auch nicht so gut, wie er hätte sein können. Als kurzweiliger, anspruchsloser Actionfilm mit Horrorelementen funktioniert „Underworld Awakening“ durchaus. Und kann zudem mit Kate Beckinsale in der Hauptrolle und einem Lied von Evanescence (yeah!) im Abspann glänzen. Da reicht es mir dann auch, von dem Film nicht begeistert, sondern mit dem Resultat einfach „nur“ zufrieden zu sein.

Meine Wertung: 6/10

Trailer zum Horrorthriller „The Disappointments Room“ erschienen

Ich verzichte an dieser Stelle auf ein enttäuschendes Wortspiel und weise lediglich darauf hin, dass für den am 9. Juni erscheinenden Horrorthriller „The Disappointments Room“ nun der deutsche Trailer veröffentlicht wurde.

Eigentlich wäre mir das (erst recht bei der unterdurchschnittlichen IMDb-Bewertung) gar keine Erwähnung wert, aber zwei Kleinigkeiten lassen mich dann doch aufhorchen: Zum einen hat D.J. Caruso, dessen Filme mir bislang alle gefielen (wobei ich „xXx: Die Rückkehr des Xander Cage“ noch nicht gesehen habe), Regie geführt. Und zum anderen, und das ist noch viel wichtiger, spielt Kate Beckinsale die Hauptrolle. Und an Kate führt für mich einfach kein Weg vorbei …

I Will Always Love You: Trailer zu „The Hitman’s Bodyguard“ erschienen

Dagegen sehen Whitney Houston und Kevin Costner ganz schön alt aus: In Patrick Hughes‘ offensichtlich ziemlich durchgeknallter Actionkomödie „The Hitman’s Bodyguard“ muss Leibwächter Ryan Reynolds den Auftragskiller Samuel L. Jackson beschützen – was auch hier nicht ohne Reibereien verläuft.

Ehrlich gesagt hatte ich von dem Film bislang noch gar nichts mitbekommen, musste dafür beim Trailer aber eben Tränen lachen. Ganz ehrlich, „The Hitman’s Bodyguard“ scheint genau meinen Nerv zu treffen! Hoffentlich funktioniert die Chose auch als kompletter Film …

Übrig bleiben am Ende zwei Fragen:

1. Wieso heißt der Film bei uns „Killer’s Bodyguard (sind wir hier in Deutschland wirklich zu blöd für das Wort „Hitman“)?

2. Werden auch Ryan Reynolds und Samuel L. Jackson sich am Ende finden? Der Romantiker in mir hofft es natürlich …

Ich bin gespannt!

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