Im Kino: Inception

Hauptplakat(494x700) Bei hoch gelobten und angeblich schwer zu verstehenden Filmen wie “Inception” oder davor “Shutter Island” frage ich mich immer, was eigentlich zuerst da war: Die seichte Kinounterhaltung oder der überforderte Kinozuschauer. Werden die Filme immer anspruchsloser, weil den Zuschauern nicht mehr zuzutrauen ist oder werden die Zuschauer immer unaufmerksamer, weil sie jahrelang darauf konditioniert wurden, ihr Gehirn beim Kauf der Kinokarten gleich mit abzugeben? Wir werden es vermutlich nie erfahren. Fakt ist, dass wir inzwischen einen Punkt erreicht haben, an dem Filme wie “Inception” als intelligente Meisterwerke bezeichnet werden. Und das nur, weil man ihnen aufmerksam folgen muss, um das Geschehen auf der Leinwand nachvollziehen zu können …

Worum geht’s

Eigentlich möchte Cobb (Leonardo DiCaprio) nur noch zurück zu seinen Kindern. Doch Cobb ist ein polizeilich gesuchter Mann. Und ein Dieb. Ein Spezialist, der in die Träume von Menschen eindringt, um ihnen dort deren Ideen und Geheimnisse zu stehlen. Um seine Akte gelöscht zu bekommen und wieder nach Hause zurückkehren zu können, nimmt Cobb einen Auftrag des einflussreichen Geschäftsmannes Saito (Ken Watanabe) an. Cobb soll in das Unterbewusstsein von Saitos Konkurrenten Robert Fischer (Cillian Murphy) eindringen. Dort soll er jedoch nichts stehlen, sondern etwas hinterlegen. Den Wunsch, das Unternehmen von Fischers im Sterben liegenden Vaters nach dessen Tod zu zerschlagen. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt Cobb einen Plan, um den Gedanken in Fischers Kopf zu platzieren …

Szenenbild_02(700x466) Meine Meinung

Ist “Inception” optisch gelungen? Auf jeden Fall. Können die Darsteller in “Inception” überzeugen? Jederzeit. Ist “Inception” intelligenter als der übliche Hollywood-Film? Mit Sicherheit. Ist “Inception” der Geniestreich, auf den die Filmwelt gewartet hat? Keineswegs. Für einen Geniestreich fällt “Inception” in seiner Laufzeit zu unausgewogen, in seinen Actionszenen zu eintönig, in seinen emotionalen Szenen zu kühl und als Gesamtkonstrukt letztlich auch nicht intelligent genug aus.

Die erste Hälfte des Films nutzt Regisseur Christopher Nolan beinahe ausschließlich für Erklärungen. Erklärungen, die nicht nur die Regeln des Films festlegen, sondern sicherlich auch dem Mainstream-Publikum geschuldet sind, um zu viel eigene Kopfarbeit von Anfang an auszuschließen. Weniger wäre hier definitiv mehr gewesen, zumal die Spannung unter den ausufernden Erklärungen merklich leidet.

Szenenbild_16(700x293) In der zweiten Hälfte dominiert dann die Action. Während ein hervorragend gefilmter Kampf in Schwerelosigkeit durchaus Begeisterung weckt, wirken die übrigen Actionszenen, die fast ausschließlich aus sich wiederholenden Schusswechseln mit bewaffneten Bodyguards bestehen, erschreckend uninspiriert.

Statt “nur” einen spannenden, wenn auch etwas vorhersehbaren Heist-Film im Science-Fiction-Gewand zu drehen, bringt Nolan zusätzlich die menschliche Psyche mit ins Spiel. Was sich beim Thema “Träume und Unterbewusstsein” natürlich durchaus anbietet. Leider wirken gerade diese Szenen extrem oberflächlich und viel zu distanziert, so dass sich keine Bindung an und kein Mitgefühl für die Charaktere entwickelt.

Szenenbild_17(700x293) Wer Angst hat, dem Film aufgrund seiner scheinbaren Komplexität nicht folgen zu können, sollte seine Furcht überwinden und dennoch beruhigt ins Kino gehen. Die unterschiedlichen Traumebenen sind deutlich voneinander abgegrenzt, so dass es kaum möglich ist, sich hier zu verirren. Alle weiteren Informationen zur Geschichte sollen an dieser Stelle ein Geheimnis bleiben, um den Kinospaß nicht zu trüben oder gar zu verderben …

Mein Fazit

Inhaltlich interessante und optisch ansprechende Mischung aus Heist, Action, Science-Fiction und Drama mit mehreren kleinen bis mittelgroßen Schönheitsfehlern, die keineswegs so intelligent ist, wie vielerorts berichtet wird.

Meine Wertung: 7/10

P.S.: Wer eine etwas anspruchsvollere, aber ebenfalls kritische Meinung zu “Inception” lesen möchte (ich selbst verstehe mich eher als das Fast-Food-Restaurant unter den Filmblogs), dem empfehle ich die Review meines “Kollegen” Flo Lieb in dessen Blog Symparanekronemoi.

Kurz und knapp: StreetDance 3D

Worum geht’s

Kurz vor den Streetdance-Meisterschaften wird die Tänzerin Carly (Nichola Burley) von ihrem Freund verlassen. Da dieser als Leader für die Choreographie der Tanzgruppe verantwortlich war und es dem Team zudem an einem Trainingsraum mangelt, bleibt Carly jedoch keine Zeit zum Trauern. Unerwartete Hilfe erhält die junge Tänzerin von der berühmten Ballettlehrerin Helena (Charlotte Rampling). Diese bietet der Streetdance-Gruppe an, einen Trainingsraum zur Verfügung zu stellen – sofern Carly sich bereit erklärt, im Zuge der Meisterschaftsvorbereitungen auch einige von Helenas ausgewählten Ballettschülern zu trainieren …

Meine Meinung in aller Kürze

Streetdance trifft auf Ballett – kann das funktionieren? Es kann! Auch wenn “StreetDance 3D” inhaltlich wenig bis gar nichts Neues zu bieten hat, kann der Film dank knackiger Darsteller (sowohl aus männlicher als auch aus weiblicher Sicht), hervorragend choreographierter Tanzszenen und einem stets vorhandenen Augenzwinkern überzeugen. Geschwächelt wird lediglich im Mittelteil, in dem der Tanz kurzzeitig in den Hintergrund tritt und den (zwischen)menschlichen Problemen weichen muss. Hier zeigt sich, dass die Darsteller sich eher darauf verstehen, ihre Körper(beherrschung) in Szene zu setzen als ihre Emotionen. Der starke Anfang und das tolle Finale lassen dies jedoch schnell in Vergessenheit geraten.

Ein besonderes Lob gebührt übrigens den 3D-Effekten, von dem der Film besonders in den Tanzszenen zu profitieren weiß. Auch wenn mich persönlich 3D so langsam zu nerven beginnt: In “StreetDance 3D” wird die dritte Dimension nahezu perfekt in den Film integriert.

Meine Wertung: 7/10

Kurz und knapp: Chloe

Worum geht’s

Catherine (Julianne Moore) vermutet, dass ihr Mann David (Liam Neeson) sie betrügt – und setzt die Prostituierte Chloe (Amanda Seyfried) auf ihn an. Chloe soll David verführen und Catherine so Gewissheit verschaffen. Schon bald berichtet Chloe von ersten Erfolgen. Je mehr Details sie erfährt, umso faszinierter ist Catherine von der Affäre ihres Mannes. Und von Chloe …

Meine Meinung in aller Kürze

Wer sich “Chloe” aufgrund des Trailers anschauen möchte und einen Thriller erwartet, sollte seine Erwartungshaltung korrigieren. Auch wenn die Grundidee als Thriller durchaus funktionieren würde, handelt es sich bei “Chloe” um ein ruhig erzähltes Beziehungsdrama. Ein Drama, dessen zentrale Themen Liebe, Begierde, Eifersucht und Vertrauen lauten und das dank der tollen Leistung von Julianne Moore und vor allem Amanda Seyfried mehr als nur zu überzeugen weiß. Lediglich das deplatziert wirkende Finale, in dem der Film dann doch noch zum Thriller mutiert und die Geschichte sowie die Charakterentwicklung zu einem unbefriedigenden Ende führt, zerrt negativ an dem Gesamtbild.

Meine Wertung: 8/10

Im Kino gesehen: Slumdog Millionär

Insgesamt acht Oscars hat Danny Boyles “Slumdog Millionär” bei der diesjährigen Oscar-Verleihung abstauben können, unter anderem den Oscar für den besten Film und die beste Regie. Und schon streiten sich die Gelehrten, ob er diese Oscars auch wirklich verdient hat. Da ich mich selbst nicht zu den Gelehrten zähle, halte ich mich aus dieser Diskussion vornehm raus. Und es ist auch egal, ob er die Oscars nun verdient hat oder nicht: Ein toller Film ist “Slumdog Millionär” zweifellos geworden …

Worum geht’s

In den Slums von Mumbai ist er aufgewachsen, eine Schule hat er nie besucht – und dennoch konnte der 18-jährige Jamal (Dev Patel) bei “Wer wird Millionär” jede Frage korrekt beantworten und ist nur noch eine Frage davon entfernt, den Hauptgewinn in Höhe von 20 Millionen Rupien zu gewinnen. Moderator Prem Kumar (Anil Kapoor) wittert Betrug, lässt Jamal inhaftieren und von zwei Polizisten brutal verhören. Während der Vernehmung erzählt Jamal aus seinem Leben und erklärt anhand von einschneidenden Erlebnissen, wie er die Fragen beantworten konnte – und langsam wird den Polizisten klar, dass Jamal nicht des Geldes wegen an der Show teilnimmt …

Meine Meinung

Was brauchst du, um die Liebe deines Lebens zu finden?

A: Geld
B: Glück
C: Grips
D: Schicksal

Ich lüfte hoffentlich kein Geheimnis, wenn ich verrate, dass es Jamal um seine Jugendliebe Latika (einfach bezaubernd: Freida Pinto) geht, die er durch die Teilnahme an der Show zu finden hofft. Doch “Slumdog Millionär” ist weit mehr als eine romantische Liebesgeschichte: Er ist Romanze, Märchen, Drama und Krimi zugleich. Und er ist nichts für schwache Nerven. Wenn kleinen Kindern die Augen ausgebrannt werden, weil sie blind mehr Geld erbetteln können, junge Mädchen zur Prostitution gezwungen werden und Jamals Bruder Salim (Madhur Mittal) in die Kriminalität abrutscht, bleibt einem der Glaube an ein glückliches Ende im Halse stecken.

Das ganze Leben ist ein Quiz. Und am Ende siegt die Liebe.

Dass der Film dennoch niemals in eine depressive Grundstimmung verfällt, verdankt er drei Dingen: Der farbenfrohen und trotz teils heikler Bilder liebenswert verspielten Inszenierung Danny Boyles, der jederzeit perfekt passenden Musikuntermalung und dem Hauptdarsteller Dev Patel, der es problemlos schafft, den unermüdlichen Glauben an seine eine wahre Liebe perfekt auf die Leinwand zu übertragen.

Wenn es etwas gibt, dass es an dem Film auszusetzen gibt, dann, dass die Kindheit Jamals einen zu großen Teil des Films für sich in Anspruch nimmt, während die Zeit als Teenager schon fast ein wenig gehetzt wirkt. Damit meine ich freilich nicht, dass die Kindheit hätte kürzer ausfallen müssen. Vielmehr hätten zwanzig Minuten mehr Laufzeit den Film runder wirken und die Beziehung zwischen Jamal und Latika noch emotionaler ausfallen lassen.

Doch auch so fiebert man als Zuschauer mit Jamal und Latika mit – und wenn am Ende die letzte  und alles entscheidende Frage gestellt wird, ist dies spannender, als es jede Übertragung mit Günther Jauch je sein könnte …

Mein Fazit

Trotz teils drastischer Bilder wunderschönes Märchen, dass einen wieder an die eine wahre Liebe und, bedingt dadurch, dass jedes noch so schreckliche Ereignis Jamal einen Schritt näher an sein Ziel führt, vor allem an das Schicksal glauben lässt. Inszenatorisch nahezu perfekt, beweist Danny Boyle eindrucksvoll, dass es kein großes Budget bedarf, um einen tollen Film zu drehen.

Meine Wertung: 9/10

Erlebnisbericht: Marley & ich

Es gibt sie, diese seltenen Vorstellungen, bei denen der Kinobesuch an sich interessanter ist als der eigentliche Film. Und da die gestrige Nachmittagsvorstellung von “Marley & ich” solch ein Fall war, widme ich mich diesmal mehr dem Publikum als dem Film. Selbstverständlich ohne den Film dabei gänzlich unter den Tisch fallen zu lassen …

Worum geht’s

Jung. Verheiratet. Glücklich. Besser könnte man John (Owen Wilson) und Jennifer (Jennifer Aniston) nicht beschreiben. Als Jennifer ihren Kinderwunsch andeutet, fürchtet John um seine Freiheit und schenkt ihr auf Anraten seines besten Freundes Sebastian (Eric Dane) den Labrador-Welpen “Marley”. Nicht ahnend, dass Marley nach mindestens so viel Aufmerksamkeit verlangt wie ein Kind …

Die Ausgangssituation

Exemplarisch für das gesamte Kinopublikum konzentriere ich mich bei meinen Schilderungen auf …
… die zwei 10-12-jährigen Jungs links neben mir.
… die zwei 15-17-jährigen Backfische rechts neben mir.
… das Teenager-Pärchen (er wurde vermutlich gezwungen) links hinter mir.
… die Eltern und deren etwa 6-jährige Tochter rechts vor mir.

Der Anfang

Noch bevor der Film anfing, rief Backfisch Nummer 1 ihre Eltern an, um ihnen mitzuteilen, dass sie spontan mit ihrer Freundin ins Kino gegangen sei und sie sich keine Sorgen zu machen bräuchten, da sie pünktlich zu DSDS wieder zuhause sei. Außerdem bat sie darum, in den nächsten Stunden nicht anzurufen, da es ja ziemlich peinlich wäre, wenn das Handy während der Vorstellung klingeln würde. Knapp fünf Minuten später kam ihr der grandiose Einfall, dass sie ihr Handy auch lautlos stellen könnte. Nur fünf (in Zahlen: 5) Minuten für die Erkenntnis, dass sich ein Handy lautlos stellen lässt. Da soll noch mal einer behaupten, die Jugend von heute wäre im Denken langsam oder gar dumm. Ich bin mir ziemlich sicher, Backfisch Nummer 1 lernt irgendwann sogar, dass sie ihr Handy auch komplett ausschalten kann.
Und nun zum Film: Die anfänglichen 30 Minuten beschäftigen sich erst mit dem Welpen und später mit dem “Teenager” Marley und sind durchaus unterhaltsam. In diesen 30 Minuten bekommt man als Zuschauer genau das zu sehen, was der Trailer versprach: Eine kindgerechte Komödie über einen frech-liebenswerten Hund und seine vollkommen überforderten Besitzer.
Unnötig zu erwähnen, dass die Backfische neben mir in jeder Marley-Szene ein “Oooooohhh … wie süüüüüüß” ausstießen …

Die Mitte

Spielt Labrador Marley anfangs noch die Hauptrolle, schlägt der Film nach 30 Minuten eine völlig andere Richtung ein und entwickelt sich zu einem eher ernsten Familiendrama, das nur noch selten durch Marley aufgelockert wird. John und Jennifer entscheiden sich für Kinder und gründen eine Familie, was sich sowohl auf das Privat- als auch auf das Berufsleben negativ auswirkt. Für eine Komödie nicht mehr lustig genug und für ein Familiendrama nicht fesselnd genug, ist “Marley & ich” ab jetzt weder Fisch noch Fleisch und zieht sich gefühlte drei Stunden in die Länge. Und das meine ich wörtlich: Als ich auf die Uhr schaute, weil ich dachte, der Film müsse nun doch langsam mal zu Ende sein, waren gerade mal 30 von 90 noch zu ertragenen Minuten vergangen.
Offensichtlich hatte auch das restliche Publikum Probleme mit dem Richtungswechsel des Films, denn es wurde zunehmend lauter im Saal. Unter anderem fingen auch die Backfische neben mir an, den Film mehr oder weniger sinnvoll zu kommentieren. Ununterbrochen. Und als auf einmal eine zusammengeknüllte Serviette an meinem linken Ohr vorbeischoss, war mir klar, dass die große Langeweile ausgebrochen war. Als der Serviette ein Strohhalm folgte, wandte ich meinen Blick dezent nach links, um unauffällig den Täter auszumachen. Meine Selbstjustiznatur war geweckt worden. Noch bevor ich den Servietten- und Strohhalmwerfer orten konnte, fingen die Jungs neben mir an, gelangweilt Popcorn in die Menge zu werfen. Ein höflich-bestimmendes “Wenn ihr das Ende des Films noch erleben wollt, hört ihr damit sofort auf.” ließ sie jedoch eingeschüchtert zurück in ihre Sitze sacken. Und in diesem Moment flog ein Getränkedeckel haarscharf an meinem Gesicht vorbei. Geworfen von dem Halbstarken des Teenager-Pärchens. Und als wäre das noch nicht Grund genug, ihn zusammenzuscheißen, lagen seine Füße auch noch auf dem Sitz vor ihm. Mächtig großer Fehler. Also stand ich auf, ging zu seinem Platz, schaltete in den Terminator-Modus und bäumte mich vor ihm auf. Sofern man bei meiner Statur überhaupt von “aufbäumen” sprechen kann. “Wenn auch nur noch ein Teil nach vorne fliegt …” Den Rest überließ ich seiner Phantasie. Daraufhin packte ich seine Füße und schleuderte sie mit einem “Und nimm deine Füße von den Sitzen!” zur Seite. Obwohl er und seine Ische noch weitere Teile in Händen hielten, flog nichts mehr durch den Saal …

Das Ende

Wer glaubt, dass “Marley & ich” am Ende wieder die Kurve in Richtung Komödie kriegt, irrt sich. Aber ganz gewaltig. Ganz im Gegenteil: In den restlichen 20 Minuten wird detailliert gezeigt, wie ein Hundeleben altersbedingt zu Ende geht. Inklusive Einschläferung.
Dass dies alles andere als kindgerecht ist, lässt sich sehr schön anhand der Familie vor mir belegen, deren Tochter die kompletten letzten 20 Minuten weinend vom Schoß der Mutter zum Schoß des Vaters und wieder zurück wechselte. Ganz ehrlich: Die Kleine tat mir richtig leid.
Der Hit war aber Backfisch Nummer 2, die, obwohl sie seit 90 Minuten ununterbrochen mit Backfisch Nummer 1 tuschelte, sich lauthals darüber beschwerte, dass man seine Kinder nicht mit ins Kino nehmen dürfe, wenn sie nicht ruhig sein könnten. Ein dezent in ihr Ohr geflüstertes “Du sabbelst hier mit deiner Freundin den ganzen Film über nur Scheiß und beschwerst dich nun, weil ein kleines Mädchen weint?” meinerseits zog sie wieder auf den Boden der Realität zurück. Während Backfisch Nummer 1 fleißig weiter quasselte, traute sich Backfisch Nummer 2 für den Rest des Films nur noch ein “Mhmh” zu. Mission: Erfüllt.
Ach ja: Am Ende weinte übrigens so ziemlich jedes weibliche Wesen im Film – wer aus was für Gründen auch immer seine Frau, Freundin oder Tochter mal ein wenig quälen und leiden sehen möchte: Dies ist euer Film, Männer!

Mein Fazit

Größtenteils zähes und uninteressantes Familiendrama, das als fröhliche Komödie mit Hund vermarktet wird und dementsprechend das völlig falsche Publikum ins Kino lockt. Ein paar Gnadenpunkte gibt es lediglich für die unterhaltsamen ersten 30 Minuten, die teils nett anzuschauenden Hundeszenen und für Alan Arkin als nie lächelnden Zeitungsverleger.

Meine Wertung: 3/10