Wie heise security heute berichtet, ist eine neue Variante des Online-Banking-Trojaners SpyEye entdeckt worden. Diese ist in der Lage, die beim Kreditinstitut hinterlegte Mobilfunknummer von smsTAN-Nutzern zu ändern. Der Angreifer ist danach in der Lage, sich die TANs an die eigene Nummer senden zu lassen.
Wie funktioniert der Angriff?
Im ersten Schritt wird der Rechner des Online-Banking-Teilnehmers auf üblichem Weg mit dem SpyEye-Trojaner infiziert. Ruft der Teilnehmer danach die Online-Banking-Seite seines Kreditinstitutes auf, wird er aufgefordert, sich für neue Schutzfunktionen zu registrieren. Hierzu soll der Teilnehmer von seinem Institut eine neue SIM-Karte erhalten, dessen dazugehörige Mobilfunknummer nun freigeschaltet werden müsse. Der Online-Banking-Nutzer erhält daraufhin eine SMS mit einer TAN, um die Registrierung der neuen Mobilfunknummer zu bestätigen.
Wie kann ich mich schützen?
Neben den allgemeinen Regeln zum Schutz vor Schadsoftware (Sicherheitsupdates, Firewall, Virenscanner, …) hilft beim smsTAN-Verfahren vor allem ein gesundes Misstrauen.
Egal was auf eurem Computerbildschirm steht, maßgeblich ist immer der Inhalt der SMS. Wenn ihr aufgefordert werdet, eine Mobilfunknummer zu bestätigen, die euch nicht gehört, sollten bei euch sämtliche Alarmglocken klingeln. Und zwar so laut, dass ihr dieser Aufforderung nicht nachkommt (dasselbe gilt übrigens auch für angebliche Testüberweisungen, die ihr zur Verifikation mit einer per SMS zugeschickten TAN bestätigen sollt).
Was soll ich tun, wenn mir solch eine Meldung angezeigt wird?
Wie immer gilt: Nicht in Panik geraten! Ein wenig ärgern dürft ihr euch allerdings schon, da aktuellen Trojanern mit Bordmitteln nicht mehr beizukommen ist und ihr um eine Neuinstallation eures Systems nicht herumkommen werdet. Hierzu muss die Festplatte formatiert und, ganz wichtig, der MBR (Master Boot Record) eurer Festplatte überschrieben werden. Danach könnt ihr das Betriebssystem mitsamt aller Anwendungen neu installieren.
Selbstverständlich solltet ihr auch euer Kreditinstitut informieren und euren Online-Banking-Zugang unverzüglich sperren lassen.
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