Regel Nummer 1: Hunde überleben immer!
Regel Nummer 2: Kinder werden nicht getötet!

Nachdem ich im Kino von Alexandre Ajas “Hügel der blutigen Augen” begeistert war, musste ich mir zwangsläufig auch seinen von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeierten Vorgänger “High Tension” ansehen. Dies gestaltete sich allerdings schwieriger als erwartet, da der Film in Deutschland nur in einer gekürzten Fassung erhältlich ist, was sich ein krass-echter Kerl wie ich es sein tue natürlich nicht bieten lässt – zum Glück gibt es ja das Ausland und eine noch nicht völlig ausgereizte Kreditkarte…

Zum Inhalt: Die beiden Studentinnen Marie und Alex besuchen Alex Familie, welche tief in Frankreichs Pampa in einem alten Landhaus lebt. Doch bereits in der ersten Nacht bricht ein Fremder in das Haus ein, tötet Alex Eltern, den Hund (soviel zu Regel Nummer 1) sowie ihren kleinen Bruder (soviel zu Regel Nummer 2) und verfrachtet Alex in seinen Lieferwagen. Marie hingegen bleibt unentdeckt und nimmt die blutige Verfolgung auf…

Zugegeben: Einen Innovationspreis wird dieser Film niemals gewinnen, aber die atmosphärische Inszenierung sowie die kompromisslose Darstellung sorgen, vorallem alleine und im Dunkeln, für eine ungeheure Spannung, der man sich kaum entziehen kann und die der Film bis zum überraschenden Finale hin zu halten vermag. Sobald der Überfall beginnt, wird Marie keine Ruhe gegönnt und es entsteht ein Katz-und-Maus-Spiel, welches man in dieser Intensität lange nicht mehr gesehen hat – was auch daraus resultiert, dass der Film völlig auf Humor verzichtet, wodurch er sich wohltuend von den meisten anderen Slashern der letzten Jahre unterscheidet.

Fazit: Für Menschen mit empfindlichem Magen sowie Einsteiger in dieses Genre ist “High Tension” zwar nicht unbedingt geeignet (dafür sollten dann eher harmlosere Vertreter hinzugezogen werden), aber alt eingesessene Hasen wie ich freuen sich über einen mehr als gelungenen Genre-Beitrag.

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