Ja, okay, ich gebe es zu: Ich mag Slasher – seien es die älteren Exemplare wie die Freitag der 13.- und die Halloween-Reihe, oder die neueren Versionen wie „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“ oder „Düstere Legenden“, die noch Jahre nach „Scream“ wie Pilze aus den Boden schossen. In den letzten Monaten jedoch war es wieder relativ ruhig in diesem Genre geworden, so dass ich mich auf „Venom – Biss der Teufelsschlangen“ umso mehr freute – und ich wurde zum Glück nicht enttäuscht.

Zum Inhalt: Um den Seelen von Kriminellen den Aufstieg in den Himmel zu ermöglichen, wendet eine Voodoo-Priesterin ein Ritual an, in Folge dessen die dunklen Seiten der Seelen von Schlangen aufgenommen werden. Diese Schlangen werden in den Sümpfen Louisianas in einem Koffer aufbewahrt, doch aufgrund von geplanten Bauarbeiten sieht sich die Priesterin gezwungen, ein neues Versteck zu suchen. Es kommt wie es kommen muss: Auf einer Brücke gibt es einen Autounfall, die Schlangen können sich befreien und transferieren die dunklen Seelen in den unbeliebten, im Grunde jedoch anständigen, Truck-Fahrer Ray, welcher daraufhin als Untoter eine Spur des Grauens nach sich zieht und eine Jagd auf all jene beginnt, die sein Geheimnis aufdecken könnten.

Letztlich läuft es auch bei „Venom“ wieder auf das bewährte 10-Kleine-Negerlein-Prinzip hinaus, jedoch gibt es einiges, was diesen Film von anderen Genre-Vertretern positiv unterscheidet: Da hätten wir mit den Sümpfen Louisianas ein unverbrauchtes Setting, welches herrlich unheimlich daherkommt und wesentlich frischer wirkt als das x-te Campus-Gelände. Hinzu kommt, dass es diesmal kein Rätselraten um die Identität des Killers gibt: Viel wichtiger als der Killer an sich ist diesmal die Frage, wie man ein Wesen aufhalten soll, welches lediglich durch dunkle Magie angetrieben wird und über übermenschliche Fähigkeiten verfügt. Dass die Tötungsszenen relativ hart ausfallen und der Film weitestgehend auf Humor verzichtet, stellt sozusagen das Tüpfelchen auf dem i dar und sorgt für eine angenehm beunruhigende Atmosphäre.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist dies das unoriginelle und etwas plump daherkommende Ende – ein wenig mehr hätte ich mir dann doch gewünscht.

Slasher-Fans können ohne Bedenken zugreifen, alle anderen dürfen gerne einen Blick riskieren!

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