MBV_3D_A4.indd Da mir das RealD-3D-Verfahren bei “Monsters vs. Aliens” sehr gut gefallen hatte, wartete ich als alter Genre-Fan entsprechend gierig auf den Kinostart des 3D-Slashers “My Bloody Valentine 3D”. Gestern war es endlich so weit und meine Gier nach den drei Bs (Brüste, Blut und … Brüste) wurde befriedigt.

Worum geht’s

Nachdem bei einem Grubenunglück vier Bergmitarbeiter ums Leben gekommen sind, tötet der einzige Überlebende Harry Warden am folgenden Valentinstag 22 Menschen und flieht angeschossen in den Stollen. Zehn Jahre später kehrt der damals nur knapp entkommene und seitdem unter einem Trauma leidende Tom Hanniger (Jensen Ackles) in seine Heimatstadt zurück. Als kurz darauf ein als Bergarbeiter maskierter Mann auftaucht und damit beginnt, all die Menschen zu töten, die mit dem damaligen Unglück in Verbindung stehen, steht Tom für Sheriff Axel Palmer (Kerr Smith) als Hauptverdächtiger fest …

valentine_3d_1 Meine Meinung

Ich gebe es ganz ehrlich zu: Es fällt mir unheimlich schwer, den Film an sich zu bewerten. Schuld daran trägt einzig und allein die 3D-Technik. Viel zu oft habe ich mich im Kino dabei erwischt, weniger auf den Film, als vielmehr auf die technische Umsetzung zu achten. Und auf den nächsten blutigen 3D-Effekt zu warten. Diese sind erwartungsgemäß zahlreich vorhanden und machen “My Bloody Valentine 3D” zum perfekten 3D-Partykracher. Wenn ein abgetrennter Kopf auf einem Spatenblatt langsam Richtung Publikum rutscht, ein herausgerissener Kiefer dem Publikum entgegen geschleudert wird oder eine nur mit Pumps “bekleidete” Blondine minutenlang vor dem Killer flieht, ist das bluttriefender Spaß in seiner vollkommenen Reinheit. Und als solchen sollte man den Film auch betrachten, möchte man im Kino nicht enttäuscht werden. Denn eines ist “My Bloody Valentine” nicht: Spannend. Wer stirbt und wer überlebt, steht von Anfang an fest, lediglich die Identität des Killers sorgt für ein wenig Unsicherheit. Und so überrascht es nicht, dass der Film in seinen ruhigen Minuten deutlich schwächelt. Doch zum Glück dauert es nie besonders lange, bis der dank Bergarbeiter-Outfit recht bedrohlich wirkende Killer erneut zuschlägt, so dass Langeweile weitestgehend vermieden wird.

valentine_3d_2 Dass die Geschichte niemals richtig zu fesseln weiß, liegt neben der vorhersehbaren Entwicklung auch an den mehr als blassen Charakteren. Und an den ebenso blassen Darstellern, die es nicht schaffen, ihren Figuren wenigstens einen Hauch von Tiefe oder zumindest ansatzweise Profil zu verleihen. Positiv bleiben (neben der nackten Betsy Rue *räusper*) allenfalls die Nebendarsteller Tom Atkins und Kevin Tighe in Erinnerung.

Mein Fazit

Äußerst brutaler Slasher, der dank zahlreicher 3D-Spielereien in entsprechend ausgestatteten Kinos glänzend unterhält, als Film außer einem bedrohlichen Killer und viel Kunstblut jedoch nicht viel zu bieten hat.

Meine Wertung: 7/10 (für das Erlebnis)
Meine Wertung: 4/10 (für den Film)

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