So langsam nähert sich der #Horrorctober seinem Ende entgegen – und sah es anfangs noch so aus, als würde ich die 13 Filme nicht schaffen, so bin ich inzwischen voller Hoffnung, dieses kleine Projekt erfolgreich beenden zu können. Zugegeben, ich habe hierzu noch ein zwei Änderungen an meiner Liste vorgenommen, aber wer wird denn da so kleinlich sein …

Jetzt, da ich nur noch zwei Filme offen habe, ist es an der Zeit, einen ersten Blick zurück auf die geschauten Filme zu werfen. Los geht’s!

Mother’s Day

Das (sehr lose) Remake des Klassikers ist mehr Terrorthriller als Horrorfilm, als solcher aber zutiefst effektiv. Drei Söhne fliehen nach einem missglückten Überfall in ihr schützendes Elternhaus, nicht wissend, dass dieses inzwischen zwangsversteigert wurde. Kurzerhand nehmen sie die neuen Eigentümer und deren Freunde als Geisel. Die Skrupellosigkeit und Gewaltbereitschaft der Männer wird nur noch von der ihrer Mutter (genial böse: Rebecca De Mornay) übertroffen, die ihren Söhnen dabei helfen möchte, aus der Stadt zu verschwinden. Es beginnt ein zynisches Katz-und-Maus-Spiel mit teils extremen Gewaltspitzen, bei dem Fans des modernen Home-Invasion-Terrorkinos voll auf ihre Kosten kommen. Abzüge in der B-Note gibt es für das teils extrem dämliche Verhalten einiger Beteiligter und das eher unspektakuläre Finale. Als Gesamtpaket betrachtet, vergebe ich dennoch eine solide 7/10.

A Serbian Film

Auch die Geschichte des ehemaligen Pornodarstellers Milos (Srdjan Todorovic), der von einem zwielichtigen Regisseur für ein dubioses Filmprojekt angeworben wird und dann unter Drogeneinfluss das nackte (welch ein Wortspiel) Grauen erlebt, gehört für mich eher zum Terrorkino als zum Horrorgenre. Dass der Film diesem dennoch zugeordnet wird, dürfte an der dargestellten Gewalt liegen, die in der Tat nicht nur an der Grenze des guten Geschmacks kratzt, sondern diese gleich mehrfach überschreitet. Dabei hätte der erstaunlich gut gespielte und atmosphärisch toll gefilmte „A Serbian Film“ die diskussionswürdigen Szenen, bei denen die Vergewaltigung eines sechsjährigen Jungen nur die Spitze des Eisbergs darstellt, gar nicht nötig gehabt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die trostlose Geschichte mit all ihren politischen Anspielungen auch ohne die Tabubrecher funktioniert hätte. So bleibt „A Serbian Film“ ein Werk, welches bei den meisten Menschen nur Kopfschütteln verursachen und lediglich für Zuschauer interessant sein dürfte, die ihre eigenen Grenzen ausloten möchten. Auf die Moralkeule verzichtend, gibt’s von mir auch hier eine 7/10.

Sharknado

Ein Schwarm gefräßiger Haie wird von mehreren Tornados erfasst und unaufhaltsam in Richtung Los Angeles geweht. Selbstverständlich haben die Tiere nichts besseres zu tun, als alles zu fressen, was sich ihnen in den Weg stellt – egal ob im Wasser, in der Luft oder an Land. Und ja, die ganze Chose ist dann auch genau so albern und dämlich wie sie klingt. Zu der absolut schwachsinnigen Geschichte gesellen sich billigste Computereffekte, hochnotpeinliche Dialoge und mehr inszenatorische Fehler als man zählen kann. So wechseln Wetter und Uhrzeit in ein und derselben Szene gleich mehrfach und Häuser laufen voll Wasser, obwohl außerhalb des Hauses alles trocken ist. Spaß bereitet „Sharknado“ jedoch in dem Moment, in dem man ihn mit Gleichgesinnten sieht. Am besten so wie ich in einem voll besetzten Kinosaal. Ganz ehrlich, eine so tolle Stimmung habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Auch wenn der Film ein wenig braucht, um diese Stimmung aufzubauen und erst im Finale zur absurden Höchstform aufläuft. Nüchtern betrachtet müsste ich dem Film eigentlich eine 1/10 geben, doch als Partyfilm ist der Film durchaus brauchbar, weswegen ich mich zu einer 4/10 hinreißen lasse.

One Way Trip

Ein österreichisch-schweizerischer 3D-Slasher – kann so etwas funktionieren? Bestimmt. Tut es in diesem Fall aber nicht. Die Geschichte von acht Jugendlichen, die in die Wildnis fahren um dort ein paar Pilze einzuwerfen und dann scheinbar von einem Jäger und dessen Tochter der Reihe nach ermordet werden, scheitert an den überforderten Darstellern, den aufgesetzt wirkenden 3D-Effekten und nicht zuletzt der unfreiwillig komischen Synchronisation. Freunde des schlechten Geschmacks erfreuen sich an der flotten und immerhin recht blutigen Inszenierung, sollten sich aber spätestens beim absolut vorhersehbaren Schlusstwist eingestehen, dass die Geschichte ganz großer Murks ist. Als Genre-Fan, der sogar den deutschen Vertreter „Slasher“ überstanden hat, vergebe ich wohlwollende 3/10.

So, das soll als Rückblick fürs Erste reichen. Weiter geht’s in den nächsten Tagen …

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